FORUM 11


ARBEIT

Alles COCOCO?

Hinter diesem nach einem Mode-drink anmutenden Wort verbirgt sich ein so genanntes atypisches Arbeitsverhältnis, eine koordinierte und andauernde Mitarbeit. Soweit, so gut. Nur ruft es Befremdung hervor, dass auch öffentliche Arbeitgeber vermehrt auf solche Mitarbeit setzen und dies ausgerechnet bei unqualifizierten Tätigkeiten, also bei Arbeiten wo die Entlohnung von vornherein gering ist. Einige Gemeinden im Pustertal haben nach Reinigungspersonal auf diesem Weg gesucht.

Interessenten für solche Tätigkeiten sind fast ausschließlich Frauen mittleren Alters, die über keine spezifische Berufsausbildung verfügen und durch diesen Nebenerwerb das Familieneinkommen aufbessern möchten. Der Anreiz ist auf dem ersten Blick auch verständlich, handelt es sich doch meist um eine Tätigkeit, die sich auf wenige Stunden pro Tag beschränkt und der Arbeitnehmer oftmals selbst über deren Einteilung bestimmen kann. Genauer betrachtet sieht die Angelegenheit aber etwas anders aus: Nehmen wir beispielsweise Frau E. und Frau A. als Bewerberinnen. Als Anbieterinnen ihrer Arbeitskraft treten sie in Konkurrenz zueinander auf und dürfen die Entlohnung nicht zu hoch ansetzen, da sie sonst aus dem Rennen sind. Eine wird aber schließlich die billigere Arbeitskraft sein und dabei ist es fraglich, ob es sich für das vereinbarte Entgelt noch lohnt. Was kann und soll man als Stundenlohn verlangen? Wie soll man das zu tragende Risiko aufrechnen? Fragen, die sich die mit Gehalt oder Diäten entlohnten Verwalter nicht stellen und die Magieworte „Privatisierung" und „Auslagerung der Dienste" als Garantien für Effizienz verkaufen.

Viele Elemente, welche selbstverständlich für ein Arbeitsverhältnis sind, fehlen in diesen Fällen. Es besteht beispielsweise kein Anrecht auf Weihnachtsgeld, Abfertigung, Krankengeld und Urlaub. Praktisch steht Frau E. wie eine Reinigungsfirma gegenüber der Körperschaft da. Sie muss sich selbst um die Anmeldung bei Sozialversicherung kümmern. Außerdem unterscheidet sich die Entrichtung der Sozialbeiträge von jener eines normalen Arbeitsverhältnisses. Für alle gleich sind die Bestimmungen hinsichtlich der Besteuerung. Ziemlich schroff lesen sich in manchen Vertragsentwürfen die Rücktrittsbedingungen. Während der Arbeiter eine Frist von zwei Monaten einhalten muss, kann die Körperschaft nach fünf Tagen die Beauftragung auflösen.

Bleibt abschließend nur die Überlegung, ob ein gewöhnliches Arbeitsverhältnis nicht sinnvoller und für einen guten und funktionierenden Dienst besser wäre. Sicherlich würde dies auch der sozialen Verantwortung eines öffentlichen Arbeitgebers entsprechen. Also, liebe Verwalter, denken wir kurz nach.

Klaus Kaneider
SGBCISL (Öffentl. Dienst)


BAUBRANCHE

Wirtshauspolitik Kaiserau

Die Bürgerinitiative "Grüne Mauer Kaiserau", die bisher erfolglos gegen die Verbauung vom 27,5 Hektar landwirtschaftlichen Grundes gekämpft hat, greift mit einem anklagenden Dokument in den Wahlkampf ein.

Es liegt in der Natur von Bürgerinitiativen, dass sie mit dem Aufhören ihres Gründungszwecks ihre Tätigkeit einstellen. In diesem Fall ist es anders. Jenseits der Reschenstraße werden in den nächsten Jahren zwei Mega-Wohnsiedlungen auf insgesamt 27,5 Hektar entstehen: "Firmian" und "CasaNova-Kaiserau". Die Bürgerinititive "Grüne Mauer Kaiserau" war gegründet worden, um eine Verbauung der Obstwiesen an der Reschenstraßen zu verhindern. Was nicht gelungen ist. Zwar überlegt die Bürgerinitiative nach der Archivierung einer Eingabe bei der Staatsanwaltschaft zur Zone in Kaiserau einen Rekurs beim Verwaltungsgericht - die Schlacht um die Grünflächen scheint aber geschlagen. Die Initiatoren der "Grünen Mauer", Walter Gasser, Johann Mair, Luis Mumelter und Luis Nalter, wollen ihre Erfahrungen während der letzten drei Jahre nicht versanden lassen. In einem Dokument, das sie den Oppositionsparteien und dem Dachverband für Natur- und Umweltschutz vorlegten, beschreiben sie, wie "Demokratie in Südtirol funktioniert." Nämlich ziemlich schlecht. Ihre Chronik der erfolglosen Verhinderung der beiden Bauzonen, sei "das Spiegelbild einer bürgerfeindlichen und verlogenen Politik" und zeige "eindruckvoll untragbare Demokratiedefizite in Südtirol" auf.

Der Protest richtet sich zuallererst gegen die SVP, der man "Wahlbetrug" vorwirft. Die Partei habe versprochen, die Kaiserau vor einer Verbauung zu schützen. Stattdessen seien von ihr zuletzt Drohungen gegen Mitglieder der Bürgerinitiative ausgegangen. "Namen können genannt werden", heißt es drohend in dem Dokument. Bürger, die sich gegen ein öffentliches Bauvorhaben wehren wollen, sei grundsätzlich in einer inferioren Position, kritisiert die "Grüne Mauer": Der Bürger muss für Beschwerden gegen Gesetzesverstöße der öffentlichen Verwaltung über das Verwaltungsgericht schwer zahlen, während die öffentliche Verwaltung dann Gegenanzeigen startet, die der selbe Bürger mit seinen eigenen Steuergeldern bezahlt. Wenn das nicht pervers ist, was dann?" Das Verwaltungsgericht sei wiederum parteipolitisch besetzt, und könnten deshalb für die Bürger nicht "vertrauenswürdig" sein. An die Gemeinde Bozen geht die Kritik der "politischen Willkür", indem sie das Planungsinstrument des Bauleitplanes einfach umgehe (gemeint ist die Ausweisung der Zone "CasaNova-Kaiserau"). Bereits vor dem entsprechenden Beschluss sei das Geschäft mit den Grundeigentümern abgeschlossen worden. Das ist "Wirtshauspolitik", heißt es dazu im Dokument. Kritisiert werden auch die von der Gemeinde genehmigten Kubaturschiebungen nach Kaiserau, etwa vom "Trogerhof" und vom "Premstallerhof". Dass Land und Gemeinde die beiden Mega-Bauzonen vorantreiben, habe weniger seine Ursache in der Wohnungsnot, sondern diene dazu, das Steueraufkommen zu erhöhen. "Denn nur so kann dieser aufgeblähte Landesverwaltungsapparat noch finanziert werden", glauben die Initiatoren der Bürgerinitiative. "Ohne Geld hört die Demokratie in Südtirol ohnehin auf".

Pressekonferenz der "Grünen Mauer Kaiserau": Alt-Landesrat Alfons Benedikter, und Heimatpflegeverband-Obmann Peter Ortner gehören zu den Unterstützern der Initiative, der Sprecher Johann Mair ist.

Thomas Vikoler


BAUBRANCHE

Alte Höfe, neue Kubatur?

Reaktion auf einen Zett-Artikel, in welchem unsere alten und zum Teil leerstehenden Höfe (mit Bild von Hof in Ehrenburg) als Zumutung bezeichnet wurden, was als Aufforderung zu noch weitergehendem Ausverkauf unserer Heimat verstanden werden muss!

Das Problem der Bauernhöfe, die nicht mehr bewirtschaftet werden, sieht man, wenn man durch unsere Dörfer fährt - oder noch besser - geht. Man begegnet Bauernhäusern, die als Ruinen der Entwicklung dastehen. Die Landwirtschaft arbeitet heute anders; kleine Einheiten sind nur mehr im Nebenerwerb zu halten. Größere Höfe brauchen Platz und müssen aus den Dörfern aussiedeln, um zeitgemäß arbeiten zu können. Wenn sie die neuen Wirtschaftsgebäude an den Rand der Dörfer setzen, können sich diese harmonisch dem Dorfbild anfügen. Kritisch wird es, wenn Höfe für spätere Spekulation einfach ins Grüne gesetzt werden.

Aber was geschieht mit alten Stadeln und nicht benützten Futterhäusern? Sollen sie einfach abgerissen werden? Sollte an ihrer Stelle irgendein Komplex entstehen, der Geld bringt, aber in keinem Dialog zu den Bauten der Umgebung steht? Bauernhäuser sind ein Teil der Architektur unserer Dörfer. Sie haben die Bauweise bestimmt. Ohne diese Bauten verlieren die Dörfer das Eigentliche und ihre Geschichte.

Viele Bauernhäuser werden eine Umwidmung erfahren müssen. Gute Architekten finden Lösungen. Es braucht aber auch Gesetze, die das fördern und die verhindern, dass Kapitalkräftige den letzten Zentimeter zu Geld machen.

Das Haus in Ehrenburg könnte durch eine sanfte Sanierung ein Schmuckstück werden: Wieder ein Testfall für unser Tal. Aber "die Sauerei" ist zu befürchten.

Johann Oberhammer
Pfarrer von Taisten, Plattform Pro Pustertal


ENSEMBLESCHUTZ

„Bruneck reißt seine Geschichte ab":

Texte zum kleinen historischen Rundgang am 11.10.2003

Der Bahnhof und die Pustertaler Bahn

Eine Eisenbahn von Villach nach Brixen wurde zwar schon 1858 bewilligt, aber erst 1869 wurden die notwendigen Gelder bereit gestellt. Baubeginn der 211,3 km langen Strecke, die dann nach Franzensfeste statt Brixen geführt wurde, war der 9.10.1869, am 15.11.1871 wurde sie fertig gestellt, früher als geplant.

Das neue Verkehrsmittel weckte als Anschluss an die moderne Zeit die Begeisterung der Bevölkerung, und von Anfang an war der Fremdenverkehr ein wichtiger Faktor für die Bahn. Die Südbahn-Gesellschaft baute eigene Hotels, etwa das spätere Grand Hotel in Toblach, oder in Bruneck der heutige Sitz der Firma Innerhofer. Daneben war die Bahn auch für den Warenverkehr wichtig: ungarisches Getreide wurde nach Tirol geliefert, auch viel Holz und Vieh wurden transportiert.

All die Gebäude, vor allem auch die der Südbahn, sind im Stil einer Zeit erbaut, die in Österreich und in Tirol als die Zeit des Aufschwungs und den Beginn der Moderne angesehen wurde. Das gilt nicht nur für den Bahnhof, sondern auch für die Bauten entlang des ehemaligen Grabens und darüber hinaus, die teilweise älter sind als der Bahnhof und teilweise auch jünger: Hotel Post, Gericht, Schulgebäude Meusburger, Hotel Bruneck. Vor 150 Jahren waren die Brunecker auf nichts stolzer als auf ihre neue Flaniermeile am Graben und die Neubauten an diesem Graben, und nicht nur die Brunecker. Ein Trentiner Autor schreibt 1855 in der „Gazzetta del Tirolo italiano", übernommen im „Bothen für Tirol und Vorarlberg":

„Die engen Gassen, die schlechten Stein-Pflaster, das schmutzige Aussehen desselben, welches ihr den Namen einer Stadt benahm, waren noch die einzigen Eindrücke, welche mir von meinem Aufenthaltsorte durch ein Jahr im Gedächtnisse geblieben sind. Nach dreißig Jahren konnte ich kaum mehr das alte Bruneck erkennen, so sehr waren die Häuser verschönert; eine ganze Gasse war gleichsam dahergezaubert mittelst zweier Bauten (das Posthaus und ein ärarisches Gebäude), die auf den Spaziergängen Mailands figurieren könnten, eine neue Pfarrkirche im byzantinischen Style gebaut, die wegen ihrer Erhabenheit und Einfachheit überrascht; die die Stadt umgebenden Gräben waren aufgefüllt und als Spaziergänge hergestellt, kurz alles war verändert und verschönert".

Der Autor empfahl den anderen Tiroler Städten, das Brunecker Beispiel nachzuahmen.

Ensemble Graben

Mit der Zuschüttung des Stadtgrabens (1830 begonnen, um 1850 abgeschlossen) stellte sich die Frage, wie man das neu gewonnene Gelände nutzen sollte. In Bruneck wurde dazu ein klares Konzept erstellt und verwirklicht:

Außerhalb der Stadtmauer beließ man einen breiten Streifen für Straße und Park und verbaute das gegenüberliegende Areal mit großen, blockhaften Häusern, die sich von der heutigen Meusburgerschule über das Gericht, die Post, die ehemalige Gemeinde bis zum Sparkassengebäude (dieses entstand 1928/29) ziehen. Abgegrenzt wird das Bebauungskonzept im Westen durch die Villa Harrasser, im Osten bereits jenseits des Baches durch das ehemalige Mondschein, womit die Stadtmauer neu mit Prachtbauten ummantelt wird. Kleiner, privater und darin auch untergeordneter ist das Prinzip bis zur Ex-FIAT weitergeführt. Charakteristisch dafür sind neben der Größe der Bauten vor allem auch die breiten Freiareale dazwischen.

In Bruneck hat man gewissermaßen eine kleine Kopie der Wiener Ringstraße realisiert. Die Bedeutung liegt nicht sosehr in der Verbauung selbst, sondern in einer städtebaulichen Konzeptionierung, die für die Zeit vorbildlich war und in keiner anderen Tiroler Stadt zu finden ist.

Wesentlich für die Wahrnehmung dieses Prinzips ist nun neben den genannten Faktoren wie der Größe der Bauten, den breiten Freiflächen dazwischen und der Prachtstraße auch die stilistische Zeitstellung der Bauten selbst. Dadurch, dass es sich um ein politisches und kriegstechnisches Phänomen des 19. Jhs. handelt, ist gerade dies nur über die entsprechende stilistische Form der Bauten, nämlich die historische Proportion und das historische Dekor, vermittelbar. An der ehemaligen Gemeinde (heute BTB) ist dieses Konzept nicht mehr wahrnehmbar. Nimmt man nun noch ein Gebäude aus diesem Ensemble heraus, dann besteht die Gefahr, die hier genannte kleine Brunecker Ringstraße und darin das Konzept der damaligen Gemeindevertreter in ihrer Wahrnehmbarkeit überhaupt zu zerstören, da der Betrachter die Restbauten nicht mehr zu einem städtebaulichen Konzept zusammenschließen kann, gewissermaßen nach dem Grundsatz: es war nichts anderes da als das, was gerade da ist.

Texte und Recherche:
Rudolf Tasser;
Zusammenfassung:
Hanspeter Niederkofler


ERINNERUNGEN

In Memoriam Berta Stanzl-Fauster

Mit großer Betroffenheit nehmen wir Anteil an der Trauer der Hinterbliebenen, des Gatten und der Kinder von Berta Stanzl/Fauster aus Innichen, welche am 10.09.03 nach schwerer Krankheit verstorben ist.

Seit vielen Jahren war sie KVW- Bezirks-Frauen-Vorsitzende im Pustertal, ab 1995 stand sie dem KVW als Bezirks-Vorsitzende der östlichen Landeshälfte vor.

Ebenso war sie seit 1995 Mitglied des Gemeinderates Niederdorf und ab 2000 Assessorin für Umwelt, Familie, Soziales und Bildung im Gemeindeausschuss.

Sie zählte zu den Gründungsmitgliedern unserer Bürgerinitiative PPP- Plattform Pro Pustertal im vergangenen Jahr 2002 und hat bei den Initiativen für ein lebenswertes Pustertal sehr engagiert mitgearbeitet.

Ihr großer Einsatz auf vielen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens gilt als vorbildlich und ihr Ableben hinterlässt eine große Lücke.

Dankbar für die gemeinsame Zeit und für ihren Einsatz werden wir ihr stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Christine Baumgartner
PPP


FUNDSACHEN

Komiker springt nackt ins Aquarium – Haifisch stirbt angeblich vor Schreck

London – Der Sprung eines britischen Komikers in ei Haifischbecken hat ein Nachspiel: Das „Sea Life" – Aquarium in Brighton will nach einem Bericht des „Daily Telegraph" nachweisen, dass der zwölf Jahre Hai zwei tage nach dem Werbegag des Komikers starb. Wegen einer Wette um ein Pfund (€ 1,40) war der 35 Jahre alte Guy Venables nackt in den Tank gesprungen. Mit dem Gag wollte er für eine Schau in einem Nachtclub werben. Das Aquarium hat eine Autopsie des mit 90 Zenzimeter relativ kleinen Hais angekündigt. „Dieser Typ Haifisch ist sehr empfindlich für Stress. Wir sind besorgt, dass er vor lauter Schock starb", sagt Lisa Handscomb vom Meereszentrum. Venables soll auf Schadenersatz verklagt werden.

Dolomiten
14./15. Juni 2003


FUNDSACHEN

Oberösterreicher verspeist im Drogenrausch eigene Zehe

Seine eigene Zehe verspeiste ein Oberösterreicher im Drogenrausch in der Nacht auf Dienstag. Zuvor hatte der 35-Jährige den Körperteil in der Pfanne gebraten, sagte die Gendarmerie. Der „Kannibale" wurde mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus Steyr eingeliefert.

Gegen 22.00 Uhr inhalierte der 35-Jährige bei sich zu Hause eine Dose Butangas. Im Drogenrausch setzte er eine Hacke auf die große Zehe seines linken Fußes an und schlug zu.

Anschließend bereitete sich der Oberösterreicher sein makabres Mahl zu. Er legte die Zehe in eine Pfanne und briet sie. Als die Rettung eintraf, war der Körperteil laut Gendarmerie bereits „ziemlich durchgebraten", einen Teil hatte der Mann schon gegessen, den Rest nahmen die Sanitäter mit. Der Mann sei gut aufgelegt gewesen, er habe „eh so viele Zehen, da kommt es auf eine mehr oder weniger nicht an", erzählte er den Gendarmen.

STOL
Dienstag, 17. Juni 2003


FUNDSACHEN

Vorabdruck Reinhold Messner

Seilschaft ohne Ende

Vorabdruck: In einem Buch des EU-Abgeordneten Hans-Peter Martin schreibt Reinhold Messner über Südtirols Machtsystem: Eine Kampfansage an "die Partei" und "die Zeitung".

Die Seilschaft am Berg funktioniert nach dem Führerprinzip. Wer vorangeht, gibt den Weg vor und bestimmt den Ablauf der Tour. Auch den Rhythmus des Vorankommens. Der Seilzweite folgt. Manchmal wechselt man ab. Auf Dauer aber bleibt der Stärkere vorn, und der Schwächere tut, was der Seilerste will. Und einer geht am Berg immer voraus. Genauso funktioniert in Südtirol die Politik. Wie die Zweierseilschaft.

Bis zum Ende des Ersten Weltkriegs, vor bald hundert Jahren, gehörte dieses kleine Land zum Kaiserreich Österreich-Ungarn, seither zu Italien. Ich bin Südtiroler, in den Dolomiten aufgewachsen, und lebe als begeisterter Europäer immer noch da. Und ich werde da bleiben - trotz der Seilschaft, die uns Südtiroler manipuliert.

In stillschweigendem Übereinkommen zweier Mächte kommt das Land voran. Seit bald 60 Jahren, seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Mit dem Unterschied nur, dass bei der Südtiroler Zweierseilschaft keiner der Partner abstürzen kann. Denn in unserer politischen Seilschaft ergänzen sich die "Partei" und die "Zeitung" zu einem unschlagbaren Sieger-Duo – ein Machtgefüge, das nur eine Gefahr kennt: den jeweils anderen. In Zeiten der Krise ist man deshalb um eine Art Gleichgewicht bemüht, wechselt sich in der Führung ab. In guten Zeiten, wie jetzt, wird um die Macht gepokert.

Andere Zweckgemeinschaften werden gelöst, Seilschaften verändert, Machthaber abgewählt. Unsere nicht. Denn die Seilschaft erklärt sich und ihren Erfolg zum Modell, das niemand infrage stellen kann. Weil diese Seilschaft selbst die Antwort ist. Sie hat also immer Erfolg. Auch wenn sie scheitert. Warum sollte sie sich auflösen? Ist ihr Zweck doch die Erhaltung der Macht. Für immer und ewig.

In der Demokratie ist eine solche Seilschaft aus Medien und Politik mehr als verdächtig. Denn die Medien haben gerade auch die Aufgabe, die Macht zu kontrollieren. Wer sollte das sonst tun? Dabei sind in Südtirol nicht etwa die Rollen vertauscht, nein, das Selbstverständnis der Zeitungsmacher steht auf dem Kopf. Ihre Kunst ist die Manipulation der "Partei", also ein gezielter Einfluss auf Menschen, oft sogar gegen deren ursprünglichen Willen. Durch die Macht der Information. Wie? Die Zeitungsmacher bestimmen politische Themen, sie beeinflussen Wahlausgänge, fördern Abhängigkeiten. So machen sie Politik. Ohne Mandat, also ohne dafür gewählt oder sonst wie ermächtigt worden zu sein. Ist es Gewohnheit, Kalkül, Taktik? Jedenfalls ist es Tatsache. Überheblichkeit kommt dazu.

Unser unvergleichbares Landl. Warum sollte es in der Südtiroler Politik nicht südtirolerisch zugehen? Unser Landl ist ja auch mit keinem anderen zu vergleichen, heißt es. Und wir Südtiroler sind stolz darauf. Zum Beispiel auf diese unsere Politik. Ist doch der Seilschaft in ihrer Zweifaltigkeit aus Medienmonopol und Landespartei jenes Erfolgsmodell geglückt, das weltweit Anerkennung findet. Warum also sollte diese Seilschaft nicht weiter bestehen? Zumal die eine Hälfte ohne die andere auf Dauer auch nicht überlebensfähig wäre. Auch gäbe es einzelne Politiker ohne die "Zeitung" nicht. Und die "Zeitung", der sie ihr politisches Leben verdanken, kostet sie nichts. So wenig wie die "Partei". Man handelt ohne Worte und in Naturalien, mithin nicht in Geld. Die Zahlungsmittel sind Macht und Aufmerksamkeit. In einem vielfältigen Abhängigkeitsverhältnis also geschieht von dem, was die Partei beschließt, weiterhin das, was die "Zeitung" geschehen lässt. Wenn nicht, wird weiter Stimmung gemacht.

Diese Art Machtspiel wird in Südtirol Demokratie genannt. In Neuguinea würden Verhaltensforscher von Stammesritualen sprechen. Das Tragische dabei: Auch bei uns machen alle den Zauber mit. Der dorfeigene Kirchturm, ganz bestimmte Gewohnheiten und das Bekenntnis zum Stamm gehören dazu. Wer nicht stramm zur Fahne steht, gehört jedenfalls zum falschen Stamm. Und wer nicht dazugehört, wer nicht mitmacht, wird verstoßen. So einfach ist das. Es soll auch nie anders werden. Ist es doch immer schon so gewesen, wie dann dreist behauptet wird.

Ich liebe dieses Land und die Leute, die oft weit auseinander leben, getrennt durch Bergketten oder Klüfte, verloren in ihren Tüfteleien und Ideen. Steif und unbeholfen im Umgang miteinander ist den allermeisten doch der soziale Sinn des Selbstversorgers und die Gastfreundschaft des Halbnomaden geblieben. Mit ihrem Blick für das Wesentliche lesen die Südtiroler in ihrer "Zeitung" zuerst die Todesanzeigen, dann das Lokale, zuletzt die Kommentare. Geschwätz und Sachliches sind ihnen eins und einerlei. Bewusst gestreute, falsche Information und Propaganda gehören doch auch zum Geschäft. Und Politik macht die "Partei", und was sonst so in der "Zeitung" steht, muss man sich nicht merken. Wenn das kein gutes Gefühl ist! Kein Wort zu viel also. Auch im Gasthaus oder im Laden kein Gedankenaustausch und heim zu den Wiederkäuern. Wer will als Südtiroler schon eine schlechte Figur abgeben?

Nein, wir leben in keinem Polizeistaat, und die "Zeitung" muss nicht schreiben, was die "Partei" will. Es ist viel schlimmer. Die Volksvertreter vertreten, was die "Zeitung", die ihrer "Partei" zu Wahlerfolgen verhilft, vertreten sehen will. Journalismus hat also auch bei uns den Interessen des Verlegers zu dienen, und dieser gibt sich mit Geld allein nicht zufrieden. Jedes Volk hat die Politiker, die es verdient, und wir in Südtirol eine Opposition dazu, die sich von der "Zeitung" als Keil für alle Richtungen missbrauchen lässt.

Politik bedeutet nicht allein, Konflikte zu managen. Politik lebt von Visionen, Demokratie von Überzeugung. Jedes Druckmittel dabei stört. Wo aber Mehrheiten von einer "Zeitung" überzeugt werden können, eine bestimmte Politik nachzuvollziehen, und wo im Gegenzug eine allein regierende "Partei" in vorauseilendem Gehorsam der Überzeugung dieser "Zeitung" folgt, nähern wir uns der Diktatur. Die "Vierte Macht", wie die Medien oft als Kontrolleur von Regierung, Parlament und Gerichten genannt werden, ist die erste. Wir haben es dann mit politischem Verhalten zu tun, das sich vielleicht demokratiefreundlich gibt, aber demokratiefeindlich handelt.

Wenn dazu die Distanz zwischen Journalisten und Politikern nicht gewahrt bleibt, entsteht die Kumpanei der Gesinnungsfreunde. Mich stört es weniger, wenn der Bruder dem Bruder die "Zeitung" als Bühne für seine Politwerbung überlässt. Lassen wir ihnen Narrenfreiheit für ihre höchstpersönliche Selbstdarstellung. Solange sie Provinzpolitiker nicht wie Dienstboten behandeln. Doch Vorsicht: Despoten, also herrische, tyrannische Menschen, wachsen im politischen Machtvakuum, in der Leere. In ihrem Hochmut und Dünkel, die Politiker in ihrem geistigen Standard zu übertreffen, spielen die Medienmachthaber am Ende immer ihre Trumpfkarte aus: Macht gegen Karriere-Hilfe. Wer von Stimmen abhängig ist, bleibt für immer ihr Spielball. Bis sie ihn fallen lassen.

Südtirol ist landschaftlich das aufregendste Stück Mitteleuropa. Eine einmalige Gegend! Zwischen Weinreben und Gletscherfirn, zwischen Fun-Tourismus und Bergbauernkultur prahlen wir zu Recht mit hoher Lebensqualität. Auf jeder Kuhweide ein Event. Südtirol ist auch die Brücke zwischen Mittelmeer und dem Norden Europas, zwischen italienischem und deutschem Kulturraum, zwischen Autonomie als Prozess und europäischer Integration. Genug Spielraum also für die Variante "Sonderweg".

Wo aber bleibt unsere Identität? Wer wir sind, was wir wollen, woran wir glauben, wohin wir gehen, wissen leider auch jene nicht, die von oben verordnen wollen, was sich von unten nicht entwickeln darf: Selbstbestimmung. Die Südtiroler Autonomie also als gebündelte Heimatlosigkeit der Heimattreuen, als Monopol ohne genauen Inhalt, alsKnetmasse von "Zeitung" und "Partei"?

Wir Wiederkäuer. Damit sind wir wieder bei jener Seilschaft, der von Lesern und Wählern erlaubt wird, was Leser und Wähler in anderen Demokratien nicht dulden würden. Die Information der Südtiroler deutscher Muttersprache kommt aus einem Medien-Konglomerat und erreicht jeden Südtiroler Haushalt. (Den Zeitungskiosk, der unterm Ladentisch die alternative Südtiroler Tageszeitung und/oder die alternative Wochenzeitung verkauft, will ich lieber nicht nennen. Denn ich möchte diese beiden Blätter auch morgen noch kaufen können.) Ihre "Zeitung" lesen die Südtiroler in ihrer Sprache, und sie finden dort genau das, was sie immer schon wussten. Sie wiederholen also beim Lesen ihre von Redakteuren vorformulierten Gedanken. Nichts als wieder- und wiedergekaute Phrasen. Das geistige Futter der Südtiroler ist, wie jenes ihrer Rindviecher, zuletzt vielfach verdaut. Denn die "Zeitung" liefert, wonach die Leute verlangen, Tag für Tag. Als Zugabe Werbung, Propaganda und, wo notwendig, Desinformation. Ein guter Chefredakteur weiß, wie viele Zutaten eine Kampagne, nicht selten bis zur Hetze, dorthin tragen, wo er seine Leser haben will. Sie sind darin geschickter als die Regierung. Immer "zum Wohle des Landes". Sie müssen sich ja auch nicht mit den politischen Machthabern absprechen. Also schießen sie aus der Hüfte. Ganz nach Gutdünken. Es betrifft ja zuerst ihre Leser und nicht die Wähler der "Partei". Letztere auf Linie zu bringen steht ihnen frei und kostet Aufmerksamkeit, Gesetzesänderungen, Lobreden. Alles legal. Im Machtpoker spielen auch in Südtirol keine Stümper. Was an Schützenswertem hat der Chef der Bozner Heimatpfleger nicht alles verdammt, um Stadtrat zu werden? Eine Farce! Welch billiger Scherz. Die "Zeitung" wollte es so und der Laubenkönig wurde zum politischen Star mit Widersprüchen, Hetze gegen ein Museumsprojekt, das er als Heimatpfleger hätte verteidigen müssen.

Die Zeitung darf alles: Projekte niedermachen, die Kandidatenliste der "Partei" für die nächste Landtagswahl auf die Bühne heben, Direktoren aussuchen und Meinung machen. Erfolge werden nach Belieben herbei-, Ideen hoch- und unliebsame Personen niedergeschrieben. Man nennt es Medienpolitik. Kein Mandat ohne den Segen der "Zeitung", keine Landesregierung ohne Ausgleich der Machtinteressen von "Partei" und "Zeitung". Südtirol hat nur deshalb stabile politische Verhältnisse, weil die Südtiroler deutscher Muttersprache von der "Zeitung" immerzu angehalten werden, die "Partei" zu wählen, deren Wähler sie bedient. Und diese "Partei" hat logischerweise ein Interesse daran, dass ihre Wähler diese "Zeitung" lesen. Dass die Zeitungsleser alle fünf Jahre zu mehr als 80 Prozent die eine Partei wählen, ist der Beweis für das Funktionieren der Seilschaft und im Interesse beider Machthaber. Es bleibt auch der Schlüssel zum Erfolg. Die Partner einer solchen Seilschaft werden unzertrennlich.

Die italienischen Politiker und Zeitungen kritisieren diesen Zustand nicht. Weil auch sie nach Belieben über ihre Bevölkerung verfügen wollen. So werden den Südtirolern politisch getrennte Identitäten verordnet. Ethnische und sprachliche Trennung sind also nicht nur als Instrument der Proporz-Verwaltung festgeschrieben. Sie sind die Basis einer Politik des Herrschens durch Trennen und Teilen.

All unsere identitätsschützenden Instrumente schützen zuletzt nur die Macht der Identitätspolitiker und jener Medienmacher, die von der Vermarktung einer "in Tirol verwurzelten Heimatzugehörigkeit" profitieren. Politisch ebenso wie wirtschaftlich. Den "verwirrten Seelen", die ihnen ihre Propaganda nicht abnehmen, unterstellen sie öffentlich ein "gestörtes Verhältnis zur Normalität". Und zur Normalität gehört zuerst ihre "Zeitung", die Politik macht, Politik ist. Indem sie die Unpolitischen, die Uninteressierten, die Mehrheit auf ihre Linie bringt, ja einschwört, verfügt sie über Wählerstimmen. Wenn's sein muss, wird aufgehetzt. Mehrheitsentscheidungen werden von der "Zeitung" herbeigeschrieben, bevor sie getroffen werden. Wer sie nicht mitträgt, ist eine "zutiefst gespaltene Persönlichkeit".

Südtirol ist trotzdem kein Narrenhaus, und niemand denkt daran, unseren Ausnahmezustand heute, im Südtirol als Teil der EU-Erweiterung, infrage zu stellen. Und der Chefredakteur der "Zeitung" versteht ihn zu nutzen. Unterliegt er der Vermessenheit, allmächtig zu sein? Wer Macht hat, will mehr davon, und so wächst, hinter Minderwertigkeitskomplexen versteckt, der Größenwahn. Diese "Zeitung" weiß alles; verfälscht, was nicht ist, wie sie es braucht, und stellt Tatsachen auf den Kopf. Wenn der Vorschlag, die Alemagna-Autobahn nicht weiterzubauen, von den "falschen Köpfen" ausgeht, unterstellt die "Zeitung" das Gegenteil und wettert gegen die Personen, die die richtige Idee hatten.

Ja, in der zentral gesteuerten Deutsch-Südtiroler-Öffentlichkeit darf nur sein, was die "Zeitung" duldet. Das Blatt ist nicht nur Gegenmacht zur Politik, es will selber die Macht sein. Seine selbstherrliche Spitze, eine einzige Familie, unterdrückt die Meinungsvielfalt und bevormundet Leser. Kampagnen-Journalismus und Vorverurteilung sind an der Tagesordnung. Die Unterwürfigkeit von Politikern, Beamten und Journalisten, die in vorauseilendem Gehorsam ihre Überzeugung opfern, um ihre Position auszubauen, ist weiter verbreitet als Zivilcourage. Aber im kleinen Südtirol innerhalb der großen Europäischen Union fällt diese Medienkonzentration weiter nicht auf.

Nicht genehme Politiker verschwinden aus den Schlagzeilen, dann von der Bildfläche, zuletzt aus dem öffentlichen Bewusstsein. Gleichgesinnte werden gegeneinander ausgespielt, Leser manipuliert. Als wären sie Menschenmaterial. Alles, um sie zu benutzen. Nationalstaaten unterhalten Geheimdienste, wir Südtiroler dulden die Willkür einer "Zeitung", der sich alle zu beugen haben. Eine eigene Meinung wird bestenfalls damit bestraft, in der "Zeitung" nicht vorzukommen, ausgelassen zu werden.

Nein, ich beklage nicht das Ende der Demokratie in Südtirol, ich staune über die Selbstverständlichkeit, mit der eine "Zeitung" alles ersetzt - Meinungsfreiheit, Umfragen, Parteiorgan - und noch gut damit verdient.

Die Frage ist: Darf sie denn das? Ich fürchte: Ja. Denn diese eine "Zeitung", die alle gleich sehen möchte, und diese eine Einheitspartei, die alle und alles vertritt, sind die zwei Seiten einer Medaille, ein ungleiches Gespann zwar, aber wie Yin und Yang miteinander verflochten, Mächte ohne klare Abgrenzung. Dass in allen Regimen, ob faschistischen oder kommunistischen Zuschnitts, Parteien die Medien kontrollieren, heißt nicht, dass im umgekehrten Fall Demokratie herrscht. Im Gegenteil. Bei uns in Südtirol hält sich eine Zeitung eine "Partei", wie Insider stolz verkünden, und dieses System nennen wir "Südtiroler Erfolgsmodell".

Die zweite Kraft nun, die "Partei", die unser deutschsprachiges Südtirol zusammenhält - eine Sammelpartei, eine Ständepartei, die Volkspartei -, ist seit jeher Regierungspartei. Sie schluckt alles und verträgt viel. Nicht aber die "Zeitung", mit der sie sich die Macht teilt. Die Brüder wissen zu trennen, was sie "Partei" und "Zeitung" schulden. Beide müssten sonst an Macht abgeben.

Gibt es im alten Europa eine Partei, die so lange, so unangefochten an der Macht ist wie unsere "Partei"? Diese Dauer könnte auch positiv gesehen werden, als Ausdauer. Allerdings nur, wenn mit dem Erfolg der Südtiroler Autonomiepolitik das Ende der Geschichte gekommen wäre. Aber wie Erfolge in der Vergangenheit vielfach durch Zufall und nicht durch gemeinsames Ringen um Nachhaltigkeit erzielt worden sind, werden wir das Lösen von Problemen auf örtlicher und internationaler Ebene in Zukunft nicht allein dem Zufall überlassen können.

Das Erfolgsmodell Südtirol verdanken wir dem Fleiß der Leute und zwei Landeshauptleuten, von denen der eine mit seiner Vision "Los von Trient" und den Forderungen nach Autonomie in Italien den Rahmen schaffte, den der andere mit Inhalten füllte. Am besten waren diese beiden Landesväter, wenn sie sich entschieden gegen die "Zeitung" und im Ringen mit der "Partei" um die Autonomie aller Menschen in Südtirol bemühten. Das kam nur leider selten vor.

Viel häufiger waren und sind die Südtiroler Politiker die Beute der Absichten jener Zeitungsmacher, die Meinung, Geschäft und Politik zugleich machen wollen. Wen und was missbrauchen sie nicht für ihre Machenschaften? Und diese ihre Methoden der Bevormundung stärkt sie sogar. Auf Kosten aller, der Schwachen und der Stärkeren. Zu ihrem Kalkül gehören vor allem die zu kurz Gekommenen, deren Hüter sie zu sein vorgeben. Um ihre Hoffnung und Schwäche ausnutzen zu können. Dabei behaupten sie immerzu, dem Land, den Leuten und der Wahrheit zu dienen. Ihr Lohn am Ende: Ein Land nach ihrer Vorstellung; ein Volk, das ihnen vom Blatt liest; Leute die sie manipulieren können; eine "Wahrheit", die nur ihnen gehört.

Abhängigkeit. Das ist der eine Teil ihrer Politik. Der zweite gilt dem Erhalt der Seilschaft. Ihr Tun ist immer Machtpolitik, die zwei Ziele gleichzeitig verfolgt: Medienmacht und gute Geschäfte. Wie gekonnt dieses Spiel mit Abhängigkeiten aufrechterhalten wird, ist sensationell. Wer wäre in Südtirol nicht von der "Zeitung" abhängig? Alle, die etwas zu sagen haben. Denn auf dem enger werdenden Markt der Aufmerksamkeit kommt in Führungspositionen niemand ohne die Medien aus. Auch bei uns in Südtirol nicht. Mit ihrer beinahe Monopolstellung schafft die "Zeitung" zuerst also Abhängigkeit. Dann erzeugt sie Druck. Gut ist, was der "Zeitung" gefällt. Mehr noch, was sie zur Tugend erklärt. Wenn auch nur, um ihre Feinde mit der Moralkeule zu treffen. Um selbst zu glänzen, opfern die allermeisten den Nächsten. Man verhält sich also entsprechend. Es ist wie in einem Gefängnis. Insassen und Wächter haben sich ihre Regeln so zurechtgebogen, dass sie gemeinsam überleben. Alles selbst gewollt. Diese "Tugenddiktatur" kennt am Ende aber nur einen Sieger. Denn auch die Politik darf zuletzt nur noch, was die "Zeitung" erlaubt.

Wer meint, mein Bild der Südtirol-Demokratie sei überzogen, vergewissere sich doch selbst. Nein, nicht als Tourist, denn für Gäste sind die Verhältnisse in Südtirol geradezu ideal. Wer aber jahrelang da ist und mitgestalten will, bekommt Einblicke hinter jene Kulissen, die Tag für Tag mit Druckerschwärze verdunkelt werden. Beispielhaft dabei, wie sich Herabsetzung, Verleumdung und Falschinformation als Waffe einsetzen lassen. Nachzulesen in der "Zeitung". Dabei fürchten Politiker allein schon das Ignoriertwerden. Wer ohne Bild erscheint, ist abgestraft.

"Partei" und "Zeitung" pokern also ständig um Anteile an der Macht. Zwischen den Reihen im Zeitungs-Clan stehen sie dicht geschlossen und die Parteisoldaten dahinter. Alle halten zusammen. Denn zusammen, in ihrer Summe nur, die "Partei" gedeckt von der "Zeitung", bleiben sie obenauf. Den Schlüssel im Machtspiel hält die "Zeitung" in der Hand. Denn um Zögern als Erfolg und Überbürokratisierung als "Freiraum des Adlers" verkaufen zu können, brauchen Politiker immer noch die "Zeitung". Für die Propaganda. Sie wird mit Machtanteilen entlohnt und zahlt sich aus. Die "Zeitung" zahlt mit Wählerstimmen zurück. Damit das Gleichgewicht wieder hergestellt ist. Wenigstens nach außen hin.

Ob es allerdings der "Zeitung" weiterhin gelingt, die Politik abhängig, Land und Leute nach ihrem Vorbild, die eigene Moral als Denkmal aufrecht zu halten, entscheiden die Leser allein. Und diese tragen zuletzt auch die Verantwortung dafür, wie in Südtirol Demokratie funktioniert.

Die heutige Situation jedenfalls - Machtmissbrauch, Dorfkaisertum, Gemeinde- und Landesfilz - wäre ein guter Grund für Veränderungen. Auch das Sichanschweigen der Sprachgruppen. Bisher ist Südtirol ja nur in der Propaganda der "Partei" die Brücke zwischen italienischem und deutschem Sprachraum. Es besteht also Handlungsbedarf. Die Ladiner sind jene Minderheit, die alle gerne wären und für die kaum etwas getan wird, die Italiener in Südtirol allenfalls noch eine folkloristische Komponente. Mehr eine Zutat im touristischen Angebot: L'arte del vivere. Hört sich gut an. Jedenfalls lassen sich mit solchen Slogans Touristen ins Land locken. Aber nicht Umwelt-, Verkehrs- und Schulpolitik machen, was dringend nötig wäre.

Wohlstand, Sicherheit und Konsenspolitik sind auch bei uns die Themen, die im Mittelpunkt stehen. Wer wird sie mit neuen Inhalten füllen? Die jüngeren Südtiroler jedenfalls, soweit nicht im Konsumstreben verloren gegangen oder entmutigt, fiebern diesem Neuen entgegen. Und wenn sie sich ihre Welt selbst erfinden müssen. Jeder Student ein möglicher Südtirol-Veränderer! Dieser Veränderungswille, von dem die gestrigen Problemträger nichts wissen können, wird das Land morgen aus seinen Fesseln befreien. Eine "Zeitung", die Politik statt Information betreibt, und eine "Partei", die mit der Streitbeilegung zwischen Österreich und Italien als Sammelpartei (ohne Italiener) überholt ist, müssen infrage gestellt werden.

Gier nach Macht. Nie und nirgends bin ich solchen Medienmachthabern begegnet wie in Südtirol. Nirgends ärmeren Ideologen. Arm im Geiste und an Zivilcourage. Ohne jede Vision, aber naiv in diesem Mangel, häufen sie weiteren Reichtum und weitere Macht an - aber keinerlei Einsicht in dieses unser hybrides Machtgefüge. In ihrem Machthunger verhungern alle anderen Aufgaben der "Zeitung": Aufklärung, Beschreibung der politischen Situation im Lande, Kontrolle der Politik. In ihrer Gier nach Macht sind sie offensichtlich unersättlich. In ihrem Gespür für Unterwürfigkeit bestimmen sie so Politik und Meinung. Eine Familientradition? So vertun sie jedenfalls ihren Auftrag. Auch die Zukunft des Landes?

Nein, mir ist trotzdem nicht bange. Statt der Ahnung, zur falschen Zeit gelebt zu haben, trägt mich der Anspruch, die "Zeitung" nicht oder richtig zu lesen. Und immerzu meine Meinung zu sagen. Die "Partei" wird sich anders ausrichten, wenn es alle tun. Und jene, die heute noch Macht und Mittel haben, alle Kritik von außen in Selbstzerstörung zu verkehren, werden sich verflüchtigen. Wie Seifenblasen. Ja, in ihrer Größe, in ihrer Machtfülle liegt ihre Schwäche. Es bedarf nur einiger mutiger Geister, die nichts als die Kreativität mitbringen, Südtirol vom Leser her zu verändern.

Ob dies alles so einzigartig ist? Ich weiß es nicht. Freunde berichten mir, dass es auch in Österreich eine Reihe von Zweierseilschaften geben soll. Und damit meinen sie keineswegs die Bergsteiger der Alpenrepublik. Es geht also darum, Medienmacht und politische Macht eindeutig zu trennen und dies im Rahmen der Europäischen Union auch festzuschreiben.

Zum Buch: Versuch gegen Politikverdrossenheit

Ein Journalist, der sich in die Politik verirrt hat und selbst eine Zeit lang brauchte, um sich zurechtzufinden, nimmt sich Großes vor: Er will vor allem der Jugend erklären, wie Politik funktioniert - und sie dabei auch noch begeistern. Spiegel-Redakteur Hans-Peter Martin, für die SPÖ in das EU-Parlament gewählt und in Südtirol durch seine Spiegel-Artikel bekannt, ist Herausgeber eines Buches, das an diesem Mittwoch in Wien vorgestellt wurde.

Das Buch, illustriert von Cartoonist Gerhard Haderer ("Stern", "Profil"), trägt prominente Handschriften: TV-Moderatorin Barbara Stöckl erklärt, "warum Streiten so wichtig ist", ihre Kollegin Dodo Roscic frotzelt unter dem Titel "Hauptsache fesch" über den "schönen Schein der Demokratie", EU-Agrarkommissar Franz Fischler setzt sich mit der Spezies der "Eurojapaner" zusammen, um Österreichs Verhältnis zur EU zu entschlüsseln. Anton Pelinka, Politikwissenschaflter in Innsbruck und politologische Institution Österreichs, erklärt "die Parlamentsmaschine". Der zum Polit-Insider gewordene Hans-Peter Martin selbst zerpflückt das österreichische System: "Nur-, Nicht-, einfaches Parteimitglied - und die Unabhängigkeit". Zwei Südtiroler Mitarbeiterinnen Martins in Brüssel, die Schwestern Simone und Tanja Wasserer, sind ebenfalls Autorinnen: Sie liefern einen "frechen Fragebogen" - die Leserinnen und Leser können durch Ankreuzen draufkommen, was "für ein politischer Typ du bist". Kostprobe: Du erfährst, dass der Bürgermeister deinen Lieblingspub schließen will. Was tust du: Presse informieren, cool bleiben, kuschen? Für Südtirol brisant ist der Beitrag von Reinhold Messner - eine Auseinandersetzung mit dem System Südtirol im Wahlherbst

2003. ff bringt den Beitrag als exklusiven Vorabdruck.

Hans-Peter Martin (Hrsg.),
Wollen täten's schon dürfen. Wie Politik in Österreich gemacht wird", Franz Deuticke Verlagsgesellschaft, Wien-Frankfurt 2003
"FF - Südtiroler Wochenmagazin" Nr. ff38 vom 18.09.2003 Seite: 44


GEMEINDEPOLITIK

Bäume und Rampen - Alberi e rampe

 

Wir waren schon gegen den Abbruch des Hotels Post, und nun verwehren wir uns mit aller Entschiedenheit gegen das, was jetzt hinter dem Bauzaun geschieht, offenbar nach dem Motto "immer größer, immer tiefer, immer mehr Parkplätze, immer mehr Zufahrten", in einem Karusell von Beschlüssen des Gemeindeausschusses, mit denen die wenige Monate oder Wochen alten Beschlüsse derselben Stadtregierung geändert, gestrichen und "ergänzt" werden.

Die Schlägerung der hundert Jahre alten Bäume am Gilmplatz und die Errichtung einer Zufahrt vom Graben in die Tiefgarage des Rathauses und zum zukünftigen Komplex Hotel Post/Raika Center/Aspiag sind die letzten beiden Steinchen dieses Mosaiks von Entscheidungen, deren Beweggrund uns immer deutlicher die Sicherstellung von Privatinteressen scheint.

Laut dem Bürgermeister hätten die beiden Bäume eine Gefahr dargestellt. Stimmt - die letzten Tage haben die Bagger ihre Wurzeln freigelegt und seitdem waren sie umsturzgefährdet: aber hat dieses Vorgehen jemand genehmigt?

Im Mai dieses Jahres haben die Baukommission und die Stadtregierung einer Erweiterung der unterirdischen Bauten zugestimmt unter der Bedingung, zweieinhalb Meter Grünzone vorzusehen, in der die beiden Bäume Platz finden sollten.

Es gibt jetzt nur zwei Möglichkeiten zur Auswahl: entweder die Baukommission ist inkompetent und hat einstimmig etwas genehmigt, was technisch nicht durchführbar ist - oder im Zuge der Arbeiten hat jemand "vergessen" nachzusehen, was die Bagger treiben. Laut Bürgermeister sind zwei Bäume ein tragbarer Preis dafür, dass man 1000 Quadratmeter Geschäftsfläche einrichten kann mit denen, so glaubt zumindest die Gemeindeverwaltung, die Brunecker Wirtschaft belebt werden soll.

Unsere bescheidene Meinung ist eher, dass dieses Riesen-Lebensmittelgeschäft erstens die kleinen Geschäfte in der ganzen Umgebung in die Knie zwingen wird und zweitens, was nicht weniger schwerwiegend ist, dass dadurch immer mehr Autoverkehr direkt ins Stadtzentrum kanalisiert wird.

Die Errichtung einer Zufahrtsrampe vom Graben vervollständigt dieses Vorhaben und steht wieder einmal in krassem Widerspruch zur Entscheidung der selben Stadtregierung im April letzten Jahres, mit der aus dem Bauleitplan die Zufahrt vom Graben zur Tiefgarage des Hotels Post gestrichen worden ist.

Mit dieser Rampe können wir uns wohl von der Idee verabschieden, den Graben in die Fußgängerzone einzubeziehen und ein weniger schädliches Mobilitätskonzept für die Stadt umzusetzen - etwa mit einer Tiefgarage unter dem Schloss, die den von Reischach kommenden Verkehr aufhält und von der aus man Stadtgasse und Oberstadt zu Fuß erreichen kann.

Das war keine Idee aus dem Märchenbuch, sondern ein konkreter Vorschlag, der auch im neuen Bauleitplan der Stadt Bruneck enthalten ist, der in zwei Wochen in Kraft tritt. Eine seiner vielversprechendsten Ideen ist damit leider schon wieder in Frage gestellt.

Die Idee eines verkehrsberuhigten Grabens hat der Bürgermeister selbst ins Spiel gebracht: wir hatten sie mit ehrlicher Überzeugung aufgenommen und unterstützt. Jetzt zerbröckelt sie vor unseren Augen.

Franco Nones, Fraktionssprecher der Grünen im Gemeinderat Bruneck

Eravamo contrari all’abbattimento dell’Hotel Posta, siamo fortemente contrari ora a quello che sta succedendo dietro la palizzata del cantiere dove tutto ci sembra ispirato al principio del sempre più grande, sempre più profondo, del sempre più parcheggi e del sempre più accessi in un rincorrersi di delibere della Giunta comunale che modificano, annullano, integrano delle delibere della stessa Giunta di pochi mesi o settimane prima.

L’abbattimento dei due alberi secolari di piazza Gilm e della creazione di una entrata dal Graben verso il parcheggio del Comune e verso il futuro complesso Hotel Post+ Raika center+negozio Aspiag sono gli ultimi due tasselli di questo mosaico di decisioni che ci sembrano sempre più orientate al soddisfacimento di interessi privati.

Secondo il Sindaco i due alberi rappresentavano un pericolo. E’ vero, negli ultimi giorni le scavatrici avevano messo a nudo le radici e minato la stabilità delle piante; erano però autorizzate a farlo?

Nel mese di maggio di questo anno la Commissione urbanistica e la Giunta comunale avevano approvato un ampliamento della zona sotterranea della costruzione con la condizione di prevedere una zona verde di due metri e mezzo in cui dovevano trovare posto i due alberi.

Delle due allora una: o la commissione urbanistica è incompetente e ha approvato all’unanimità qualcosa di tecnicamente non realizzabile o nel corso dei lavori qualcuno ha chiuso un occhio sul lavoro delle scavatrici.

Secondo il Sindaco, due alberi possono essere considerati un prezzo equo da pagare per allestire mille metri quadrati di un negozio che, a detta dell’Amministrazione comunale, dovrebbe rivitalizzare la situazione economica di Brunico.

A nostro modesto avviso, il primo effetto di questo mega negozio di generi alimentari sarà quello di mettere in ginocchio i piccoli negozi di tutto il circondario; il secondo, non meno grave, sarà quello di canalizzare sempre più traffico verso il centro.

La creazione di una rampa dal Graben è parte integrante di questo disegno e smentisce di nuovo platealmente una decisione della stessa Giunta comunale dell’aprile dell’anno scorso che eliminava dal piano urbanistico l’entrata dal Graben al parcheggio sotterraneo dell’Hotel Posta.

Con questa rampa tramonta l’idea di un Graben pedonalizzato e di una mobilità urbana meno aggressiva presente nell’idea di un parcheggio sotto il Castello con cui "fermare" il traffico proveniente da Riscone e da cui raggiungere, a piedi, la via Centrale e l’Oberstadt.

Questa ultima non era un’idea da libro dei sogni, è una proposta presente nel piano urbanistico della città di Brunico, un piano che è talmente nuovo che entrerà in vigore fra un paio di settimane. Diventerà ufficialmente operante e sarà già privo di una delle idee più significative.

Quella di un Graben libero dal traffico era un’idea lanciata proprio dal Sindaco: l’avevamo accolta e sostenuta con sincera convinzione. Si sta sbriciolando sotto i nostri occhi.

Franco Nones
Capogruppo verde nel Consiglio comunale di Brunico


GEMEINDEPOLITIK

Tatort Nordring 02

Der Leserbrief, erschienen in der PZ unter Lois Wehrstein (*) 09.05. 2003, Nr. 10, und im Forum10, Gemeindepolitik, unter dem Titel Tatort Nordring, hatte eine Anfrage durch die grüne Ratsfraktion (Franco Nones) an den Bürgermeister zur Folge. Dieser beantwortete die Anfrage wie folgt:

 

„Mit Beschluss des Gemeinderates Nr. 66 vom 15.06.1994 wurde die Gewerbezone Stegen II ausgewiesen. Mit Beschlüssen des Gemeinderates Nr. 68 vom 15.06.1994 und 28 vom 30.03.1995 wurde eine Zone für öffentliche Einrichtungen für die Errichtung des Stadtbauhofs ausgewiesen.

In dieser Zone für öffentliche Einrichtungen befand sich die Gp. 254 K.G. Bruneck, im Eigentum der Firma Moser & Co.. Genannte Parzelle wurden mit Enteignungsdekret vom 21.04.1999 von der Gemeinde für die Errichtung des Stadtbauhofs enteignet. Die Gp. 254 war von der Firma Moser & Co. als Betriebsfläche genutzt worden. Mit Beschluss des Gemeindeausschusses Nr. 60 vom 27.01.1999 wurde der Firma Moser & Co. die an ihren Betrieb angrenzende Fläche als Gewerbegrund zugewiesen.

Mit Beschluss des Gemeindeausschusses Nr. 901 vom 03.12.2001 wurde auf Antrag der Firma Moser & Co. eine Abänderung am Durchführungsplan betreffend die Umwidmung von 2.168 m3 als Dienstleistungssektor genehmigt. Dies im Sinne des Landesraumordnungsgesetzes, laut welchem 15% der möglichen Baumasse als Dienstleistungskubatur verwendet werden können. Mit dem neuen Landesraumordnungsgesetz vom April 2003wird der oben genannte Prozentsatz von 15% auf 30% erhöht.

Gemäß den Durchführungsbestimmungen zum Landesraumordnungsgesetz dürften in jedem Gebäude in einem Gewerbegebiet, unabhängig von der vorherrschenden Handwerkstätigkeit, 1.000 m2 für den Autodetailverkauf bestimmt werden."!

Christian Tschurtschenthaler
Bürgermeister


GEMEINDEPOLITIK

Erdgasleitung - Warum?

Warum diese systematische Desinformation? Warum diese offensichtliche Irreführung der Bevölkerung mit Falschaussagen á la "Grundbesitzer wurden informiert"? Warum dieses rigide Festhalten an einer bestimmten Trasse, obwohl u.a. Widerstand der Grundbesitzer und der Bevölkerung gegen sie spricht? Obwohl auch die Vernichtung eines unvergleichlichen Lebensraumes von Hunderten gefährdeter Tierarten gegen sie spricht? Obwohl die Zerstörung eines international bedeutenden Zugvögel-Rastgebietes gegen sie spricht? Warum immer noch dieser unglaubliche Verschleiß an Natur, trotz Unmengen schändlicher Beispiele? Warum? (Wie sagte doch da einer: "... Wahltag ist Zahltag ..."?)

Alexa Nöckler
Sand in Taufers


GEMEINDEPOLITIK

Gasleitung: Antrag Gemeinderat Sondersitzung

An den BM der Stadtgemeinde Bruneck Christian Tschurtschenthaler

Um eine Situation, die von Tag zu Tag mehr eskaliert, zu bereinigen und um alle wirtschaftlichen, umweltmäßigen, juridischen und technischen Aspekte rund um die Verlegung der Gasleitung zum Fernheizwerk zu bewerten sowie das Verhältnis der Gemeindeverwaltung zu ihren Bürgern zu klären und auf Grund des Art. 4 der Geschäftsordnung des Gemeinderates ersuchen die unterzeichnenden Gemeinderäte den Bürgermeister um die Einberufung einer Dringlichkeitssitzung des Gemeinderates mit Mitspracherecht aller interessierten Bürger.

An die Sitzung sollten den Präsident und der Direktor der Stadtwerke Bruneck, der Gemeindegeometer und, wenn möglich, der Landeshauptmann Durnwalder und die Landesassessoren Berger und Leimer teilnehmen.

Franco Nones
Walter Harpf
Toni Taschler
und weitere Gemeinderäte

Dringliche Einberufung einer für alle Interessierten offene Gemeinderatssitzung mit obigem Tagesordnungspunkt


GEMEINDEPOLITIK

Zum Antrag Gemeinderat Sondersitzung: Gasleitung

Wenn man keine geeignete Antworten parat hat und ein Projekt durchziehen will, obwohl es fundierte Einwände dagegen gibt, schiebt man am besten nicht näher definierte "schwerwiegende technische Probleme" vor und bringt so alle zum Schweigen.

So ist es gestern geschehen in einer Erklärung der Landesverwaltung, die offensichtlich die Diskussionen um die Trassierung der Gasleitung durch Bruneck zum Fernheizwerk beenden soll.

Eigenartig und verdächtig ist, dass die mutmaßlichen technischen Probleme von vornherein evident waren und dass die ursprünglich vom Gemeinderat vorgeschlagene und genehmigte Lösung eine ganz andere als die jetzt vorgesehene war.

Die Trassierung, die die Landesregierung jetzt durchboxen will, auch befürwortet von den Gemeinde- und Bauernvertretern und mit Zustimmung der Verantwortlichen für die Umweltverträglichkeitsprüfung, stellt eine ernste Gefahr für die Stegener Ahrauen dar, ein Gebiet, das die Gemeinde Bruneck mehrmals schon als besonders wertvoll anerkannt hat und das die selbe Landesverwaltung in ihrem Landschaftsplan zu den Biotopen mit besonderer ökologischen Bedeutung zählt und in dem jede Veränderung des natürlichen Zustands untersagt ist, sowohl was die Landschaft als auch was das Ökosystem anbelangt.

Diese Entscheidung bestätigt nochmals, dass die Ökologie ein Wert ist, den man stolz zur Schau stellt, solange er nicht mit wirtschaftlichen Interessen in Konflikt gerät (und dass die Stellungnahmen der Umweltkommission, die sich die Gemeinde selbst gegeben hat, nur berücksichtigt werden, wenn sie nicht hinderlich sind). Es kommt immer deutlicher zum Vorschein, dass hier eine Auseinandersetzung zur Durchsetzung von persönlichen Interessen abläuft, mit der noch nicht klar bekundeten Absicht, das Methangas auch zu Zwecken einzusetzen, die bisher in den verantwortlichen Gremien weder diskutiert noch genehmigt worden sind.

Wir warten mit Interesse auf die Antwort auf unsere Anfrage, in der wir schon vor einem Monat den Bürgermeister um Auskunft ersucht haben über den Methaneinsatz im Fernheizwerk - wie viel Gas verwendet werden soll und zu welchen Zwecken.

Der Gemeinderat hat sich vor Jahren klar und deutlich für die Biomasse entschieden. Wir könnten nicht akzeptieren, wenn diese Position jetzt geändert würde ohne darüber zu diskutieren, und wir wollen nicht wieder einmal nur Entscheidungen zur Kenntnis nehmen, die bereits im stillen Kämmerlein getroffen worden sind,

aus sehr konkreten Gründen, die dann mit "schwerwiegenden technischen Problemen" kaschiert werden.

Franco Nones


GEMEINDEPOLITIK

Gasleitung, Rückblick und Vorschau

Der wesentliche Grund für die Auseinandersetzungen ist und bleibt jener, dass man aus nach wie vor nicht einsichtigen Gründen, bzw. aufgrund schleierhafter Kriterien (die der Phantasie der Beobachter überlassen bleiben müssen) von der wirtschaftlich, technisch, flächenverbrauchs- und umweltmäßig besten Nordring- Lösung abging und die Probleme stattdessen einfach dem Ahrauen-Biotop und den Bauern zuschob.

An diesem Ausdruck von Überheblichkeit können keine Verhandlungen etwas beschönigen.

An den redlichen Bemühungen aller Beteiligten, von LR Berger, Bauern- Bezirksobmann Peintner, Haimo v. Grebmer usw. soll kein Abstrich gemacht werden.

Der fahle Beigeschmack des anhaltenden „über den Tisch gezogen Werdens" bleibt aber trotz beachtlicher Detailerfolge an der ganzen Geschichte haften.

Wir kamen zur traurigen Erkenntnis, dass es nach wie vor möglich ist Projekte ohne Angabe von Gründen und nach Belieben einfach durchzuziehen oder abzulehnen.

Offenbar glaubt man, es sich leisten zu können, auf vorgebrachte Gegenargumente einfach nicht einzugehen, bzw. daraus einen Vorwurf an jene zu machen, die es wagen sie überhaupt vorzubringen!

Die Bauern und sonstigen Beteiligten fordern jedenfalls weiterhin die Anlehnung der Trassierung an den bestehenden (entlang des Randes der Industriezone) Nordring sowie an den noch zu bauenden Abschnitt des Nordringes!

Die Schädigung durch die Servitute wird durch kleinräumiges Trassierungs- Entgegenkommen und die Verlegung an die Parzellengrenzen nur verringert aber nicht aus der Welt geschafft: dies ginge, man kann es drehen und wenden, wie man will, eben nur entlang von Straßen!

Walter Harpf
Fraktionsvorsteher Bruneck, PPP
am 110903


GEMEINDEPOLITIK

"Klimaschutz mit Gas aus Russland?"

Bruneck/Pustertal (mt) - In einer Presseaussendung unterstreichen der Heimatpflegeverband und die Bürgerinitiative Flusspark Ahrauen erneut ihre Ablehnung zur Trasse der Gasleitung durch die Ahrauen. Beide Verbände hätten sich, wie sie betonen, bereits früher klar gegen den Bau der Methanleitung ausgesprochen. Es stimme nicht, dass die Trasse mit allen Betroffenen ausgehandelt wurde. Die Grundbesitzer hätten nämlich nie ihre Zustimmung gegeben, und zudem wurde die Auflage zur Unterquerung der Ahrauen in einem so genannten "Mikrotunnel" aus Kostengründen gestrichen. Außerdem sei bis heute noch nicht erklärt worden, wieso es beim Fernwärmewerk Bruneck Gas in diesem Ausmaß brauche, wenn nur die Spitzenerzeugung damit abgedeckt werden soll. Dies könnte eine Niederdruckleitung auch erreichen. Nun würden Stimmen laut, wonach mit Gas Strom erzeugt werden solle. "Das ist eine schöne Klimabündnisgemeinde (gilt auch für die Gemeinde Sand in Taufers), welche nun deutlich auf Gas aus Russland setzt, anstatt durchwegs den erneuerbaren Brennstoffen den Vorzug zu geben, was eine zusätzliche Stützung der heimischen Bauern und der Waldwirtschaft bedeuten würde", zeigen sich die Verbände empört. Alle verantwortlichen Politiker und Behörden werden aufgefordert, das Schutzgebiet Ahrauen als solches zu respektieren und eine annehmbare und umweltschonende Variante zu wählen.

Aus Dolomiten


GEMEINDEPOLITIK

„Kinderkram"

Wir hätten gerne anstelle des Eisstadions wieder eine freie Eisfläche, wie früher; dann müsste man nicht immer extra nach Reischach fahren!

Beim Kappler-Stöckl sollte man eine Rodelbahn machen; aber das macht die neue Fraktionsverwaltung heuer ja eh.

Die Rutsche im Schwimmbad wird hoffentlich bald kommen!

Für Hunde sollte man eingezäunte Flächen machen, wo die Herrchen die Hunde Gassi führen MÜSSEN. Wer weiterhin öffentliche Flächen von den "Hunderln" bescheissen lässt, sollte endlich streng bestraft werden!

Das sollte auch für überall "pippi" machende Männer gelten!

Sophia Kofler
Nina Gasperi
Olivia Nonn
Bruneck


GEMEINDEPOLITIK

Neue Bibliothek

Offener Brief an den Bürgermeister der Gemeinde Bruneck und die Verantwortlichen für die Stadtbibliothek Bruneck

Wie viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene kennen die Situation, dass man morgens ein paar Erledigungen in der Stadt macht und sich dann noch ein Buch aus unserer Bibliothek mit nach Hause nehmen will, dann aber bis zehn Uhr warten muss, wenn man schon um halb zehn alles erledigt hat? Sicher viele, zumal man im Sommer um zehn Uhr gern schon mit einem Buch heimwärts (ins Schwimmbad oder in den eigenen Garten oder wohin auch immer) geht. Und jene, die das Auto in einer blauen Zone abgestellt haben, müssen wieder nachwerfen - damit sie die Stunde von neun Uhr bis zehn Uhr nicht überziehen und somit womöglich noch einen Strafzettel bekommen (teures Lesevergnügen wäre das) - und die Zeit bis zur Bibliotheksöffnung in einem Kaffe oder bei einem Schaufensterbummel totschlagen. Man kann sich des Eindrucks nicht verwehren, dass die Wirtschaft - wenn auch nur minimal - von der späteren Bibliotheksöffnung profitiert. Die Gesichter der Leser die vor verschlossenen Türen stehen, drücken jedenfalls keine Freude, sondern Unmut, Traurigkeit und Resignation aus. Man soll diese meine Kritik nicht falsch verstehen, dieses ist sicher nicht das wichtigste Problem, das es in unserer Gemeinde zu bewältigen gibt, aber es wäre im Verhältnis zu seiner Größe ("Kleinheit") um so leichter zu lösen. Es soll auch gelobt und nicht nur kritisiert sein: unsere Bibliothek ist wunderbar ausgestattet, durch die EDV-Erfassung ist es sehr schnell möglich, gesuchte Literatur zu finden und bei Schwierigkeiten ist ja das Bibliothekspersonal hilfsbereit zur Stelle. Nur sollte meiner Meinung nach die Bücherei ein bisschen lerserfreundlichere Öffnungszeiten haben, und ich glaube, ich bin mit meinem Anliegen nicht allein: einerseits hätte manche/r Bibliotheksangestellte/r nichts dagegen, die Bibliotheksarbeit eine halbe Stunde früher zu beginnen und zu beenden, andererseits weiß ich es von manchen Bibliotheksbesuchern. Ich nehme mir nicht das Recht heraus, zu verlangen, dass meinem Wunsch Rechnung getragen wird, aber man könnte vielleicht eine Evaluierung ins Auge fassen, um zu sehen, wie viele Benutzer außer mir Verbesserungsvorschläge (und welche!) haben. Mein Wunsch nach Verlegung der Öffnungszeiten nach vorne sei hiermit jedenfalls kundgetan.

Mit freundlichen Grüßen verbleibt

Verena Palfrader
Bruneck


GESELLSCHAFT

Land des Lächelns oder: Es ist was faul im Staate Südtirol!

Nun lächeln sie wieder, aus allen gedruckten Blättchen und Blättern, von Wahlplakaten jeder Größe, wobei manches Lächeln der Anatomie eines Breitmaul-Frosches ähnelt: von einem Ohr zum anderen. Es ist Wahlkampf und so durchweht ein unentwegter Hauch von Lächeln unser heiliges, ach so tolles Land. Aber Lächeln allein ist noch nicht genug. Nein, Kandidat W. hechelt 2 Wochen lang per Bergrad durch die Botanik und schüttelt auf einem Wahlplakat dem Landeshauptmann brüderlich die Hand. Kandidatin L. sorgt sich plötzlich um die Gesundheit der Frauen und freut sich auf Post - "bitte, schreiben Sie mir Ihre Gedanken", während Kandidat F. bei jedem Firlefanz (vergessen wir nicht, daß er die berechtigten Proteste gegen den Einheitsbetrag der Pflegeversicherung forsch als "Firlefanz" abgetan hat!) werbewirksam in jede Kamera grinst. Kandidatin B. hat "nicht nur ein Herz für die Volksmusik", nein, auch für uns Wähler, wie schön! "Immer am Puls des Wählers" und besonders "ein Draht zur Jugend": Preisausschreiben (Edelweiß-Logo auf dem Bauch, dem Hintern und sonstwo), Fotowettbewerbe, Internet-Cafe’, Geschichtsunterricht ("zurück in die Zukunftt"), Sprachoffensive und nun auch noch Wahlwerbung in den Discos. Man läßt nichts aus und sei es noch so albern. Kandidat S. überschlägt sich schier vor Tatendrang: die Beißerchen-Prophylaxe (Kosten 250.000 Euro) für unsere Kids wird uns als neue Idee verkauft, obwohl es sie bereits seit 30 Jahren gibt. Nur ist sie zwischendurch eingeschlafen. Daß aber dann die eigentlichen Zahnbehandlungskosten zu Lasten der Familie gehen, wird schamhaft verschwiegen. Kein Tag vergeht, an dem in letzter Zeit nicht irgendeine soziale Einrichtung eingeweiht wird, während das Jahr der Behinderten in Südtirol recht mager ausgefallen ist. Ticket und Einheitsbetrag für die geplante Pflegeversicherung werden hartnäckig verteidigt („daran wird nicht mehr gerüttelt"), und wir warten noch immer auf die längst überfällige Einführung eines Kinder-, Jugend- und Patientenanwaltes. Das Thema "Verkehr" entdecken unsere Politiker erst jetzt vor den Wahlen, während man sich bei den bisherigen Aktionen der Plattform Pro Pustertal, der Transitinitiative Südtirol und bei den Nordtiroler Protestaktionen gegen den Verkehr sehr vornehm zurückgehalten hat. Einige Kandidaten hopsen sogar recht schneidig in ein Ruderboot, denn allesamt sind sie „starke Männer". Kandidat L. will so gerne die Umwelt schützen. Aber was nützen sogenannte Umweltmaßnahmen und das neckische Ausschenken von Mineralwasser in den Schwimmbädern, wenn auf der anderen Seite unsere Umwelt durch immer mehr Skipisten, Skiwege, Sommerlanglaufloipen, Skikarussels (Sexten-Sillian, Piccolein- Kronplatz, Skitunnels (Wolkenstein), durch einen illegitim bewilligten Umsetzermast des Trentiner Medienunternehmers G. Angeli auf der Seiser Alm, durch das geplante Fahrsicherheitszentrum in Pfatten- u.a. mit Motocross-Piste, Go-Kart-Bahn, durch den geplanten Bergzoo und durch gebaggerte Gasleitungen mitten durch bewirtschaftete Felder und durch ein geschütztes Auen-Gebiet (Stegen- St.Georgen), weiterhin- auf Druck starker Lobbys - vor die Hunde geht ?

Wenn bis heute nicht ein wirksames Ensembleschutzgesetz verabschiedet worden ist und somit wertvolle historische Bausubstanz der Abrissbirne zum Opfer fällt? Und zu allem noch ein völlig unausgereiftes, konfuses Raumordnungsgesetz! Was die eine Hand gibt, nimmt die andere, So ist es doch! Machen wir uns nichts vor.

Von wegen "starkes Land, starke Menschen", fehlt nur noch der Slogan: "Wicki und die starken Männer".

Mein Vorschlag für einen weiteren (albernen) Wahlwerbegag: Alle Kandidaten mit Schäufelchen und Eimerchen gemeinsam in einen Sandkasten setzen und sie singen lassen: "backe, backe Kuchen, der Landtag hat gerufen !"

Brigitte Comploj


GESELLSCHAFT

Waren Sie auch schon auf den Malediven ?

Immer wieder werde ich gefragt, ob ich letzten Sommer auch auf den Malediven war und wie mir die dortigen Kokosnüsse schmecken. Gestehe ich dann beklommenen Herzens, nicht auf den Malediven gewesen zu sein und daher auch nicht die dortigen Kokosnüsse beurteilen zu können, ernte ich nur ein mitleidiges Lächeln. Daraufhin werde ich nach weiteren recht exotisch klingenden Urlaubsorten abgefragt, die von meinen Bekannten besucht werden und die, wie es scheint, so abgelegen sind, dass man sie eigentlich gar nicht auf normalem Reiseweg erreichen kann. Ich aber muss gestehen: Ich war nicht im Ausland, ich war überhaupt nicht verreist. Dieses Versäumnis meinerseits macht es für Gastgeber sehr schwierig, mich überhaupt noch einzuladen, haben doch alle Gäste und Gastgeber unendlich viel von ihren Urlaubsreisen zu erzählen. Sei es in Form von beschrifteten Fotoalben, Dias und Filmen.

Wenn ich dennoch hin und wieder eingeladen werde, überlegt man vorher genau, ob man mich zu den Himalaya-wie-ihre-Tasche-Kennern oder zu der Wolga-Schlauchboot-Mannschaft setzen soll. Manchmal passiert es auch, dass ich zu einem Gast gesetzt werde, der sich entweder im Einladungstermin oder in der Hausnummer geirrt haben muss. Hat sich besagter Gast jedoch in keinem der beiden Möglichkeiten geirrt, ist meine Lage ausgesprochen isoliert. Mein erster Blick, wenn ich das Gastzimmer betrete, gilt den Wänden, um festzustellen, ob mit der Vorführung von Dias oder selbstgedrehten Urlaubsfilmen noch vor dem Essen zu rechnen ist oder erst später. Um die Zeit davor oder danach etwas auszufüllen, beginne ich ein Gespräch über das Ozonloch und die Hautkrebsgefahr, aber die

anderen Gäste unterbrechen mich mit der Schilderung ihrer Campingerlebnisse auf Sizilien, die von einer geradezu überwältigenden Komik gewesen sein müssen, da alsbald ein schallendes Lachgewitter folgt.

Von zusammenbrechenden Zelten und Gummimatratzen, denen die Luft ausging, ist die Rede und ich stehe plötzlich allein mit meiner klimatischen Weisheit.

Doch dann folgt, wovor ich schon lange gezittert habe: es werden Urlaubs-Dias-und-Filme gezeigt. In meiner Funktion als Weiterreicher dieser Bilder starre ich also seit Wochen auf kopftuchbehangene und von schwarzen Stoffbahnen umhüllte türkische und sonstige Greisinnen, auf Sonnenuntergänge, auf menschliche Anatomien, die besser nie vom Textil gelassen hätten, und auf Felsenriffe, in denen die Jüngsten der Urlaubsreisenden

Kletterübungen abhalten. Danach muss ich, wegen der besseren Sichtmöglichkeit auf einer harten Treppenstufe sitzen, um die Farb-Reisefilme der Gastgeber anzusehen, Auf den erhofften plötzlichen erlösenden Kurzschluss warte ich leider vergeblich. Inzwischen lichtet sich mein Bekanntenkreis merklich und meine gesellschaftliche Bedeutung sinkt rapide. Es heißt, dass Menschen wie ich, die nicht einmal auf den Malediven waren, bei allem

guten Willen doch immer einen gewissen Störfaktor darstellen.

Um mich nun endlich von diesem Urlaubsmakel zu befreien, habe ich schon ins Auge gefasst, in der nächsten Zeit einmal auf die Malediven zu reisen.

Doch, es könnte dazu vielleicht schon wieder zu spät sein. Denn, Hand aufs Herz, wer reist dann noch auf die Malediven?

Brigitte Comploj


GESUNDHEIT

"Eingeklemmt"

Veranstaltung zum Welttag der psychischen Gesundheit in Meran

Menschen, die an seelischen Krankheiten leiden, haben dieselben Bedürfnisse und Wünsche wie wir alle, nur viel dringender und stärker. Sie sehnen sich ganz besonders nach Geborgenheit, Nähe und Verständnis. Ihre Realität sieht aber anders aus: Sie sind „eingeklemmt" zwischen Vorurteilen und Ablehnung durch die Gesellschaft, zwischen Leistungsdruck und Isolation. Die Brandmarkung durch andere als „verrückt, gefährlich" oder „unheilbar" legt sich wie eine zweite, soziale Erkrankung auf die erste. Betroffene werden samt ihren Angehörigen zu Außenseitern und fühlen sich, nach dem Vorbild N.C.Kasers, „eingeklemmt".

25 Jahre ist der aufrüttelnde Schriftsteller nun tot. Sein Erleben, seine Verzweiflung aber werden von vielen Menschen in unserem Land geteilt.

Vor 11 Jahren hat die Weltgesundheitsorganisation den 10. Oktober als Welttag der psychischen Gesundheit eingeführt.

Vor fünf Jahren hat ihn die Sebsthilfeorganisation psychisch kranker Menschen „Lichtung/girasole" erstmals in Südtirol begangen. Das Echo auf das damalige Benefizkonzert in Bruneck war überwältigend. Seitdem reißen die Initiativen zum 10. Oktober nicht ab. Jährlich wächst die Zahl der Mitveranstalter, jährlich wird auch das Interesse der Medien an dem mahnenden Ereignis größer, das dem Südtiroler Wohlstand immer tiefer einimpfen will, doch die Ärmsten der Armen nicht zu vergessen – nämlich die Menschen, die sich ihrer Gefühle und Empfindungen nicht sicher sein können.

In Südtirol ist in den letzten Jahren im Bereich der Psychiatrie und Psychosomatik viel Positives geschehen. Neue Therapiezentren und Behandlungsmöglichkeiten sind entstanden, und mit ihnen ist das Verständnis für deren Bewohner und Benutzer gewachsen.

Aber es ist noch ein weiter Weg, bis seelisch Erkrankte gleiche Rechte besitzen wie körperlich Erkrankte. Bis Depression gleich wenig beschämend ist wie Grippe. Bis nicht nur Sport- und Kulturvereine, sondern auch Selbsthilfeorganisationen Sponsoren gefunden haben, die bereit sind, menschliches Leid konkret zu lindern.

Betroffene und ihre Familien wissen das. Und lassen sich nicht entmutigen. Sie laden heuer, erstmals in Meran, zum Informations- und Unterhaltungsabend „Eingeklemmt", der am Freitag, 10 Oktober im Bürgersaal (Alte Thermen), Otto-Huber-Straße 8 stattfinden wird. Das Akustik-Duo Christine Plaickner und Rolando Biscuola wird für den musikalischen Rahmen sorgen. Die bekannte Brunecker Naturkunstgruppe „Humus" stellt Fotos ihrer Werke aus, die Genossenschaft „Naif" Schmiedearbeiten – in beiden Fällen geht es um Beteiligung psychisch Kranker an kreativen Prozessen. In kurzen Beiträgen werden Betroffene, Angehörige und Helfer, unter ihnen Maria Luise Rainer aus Bruneck und Pia Zitturi aus St. Lorenzen bestimmte Anliegen und Projekte vorstellen. Durch den Abend führt in bewährter Weise Renate Gamper. Auch die Veranstalter haben sich heuer vermehrt. Neben „Lichtung/girasole" und dem „Verband Angehöriger psychisch Kranker" sind die beiden Sozialgenossenschaften „Il nostro Spazio – Ein Platz für uns" aus Bozen und „Naif" aus Meran dabei.

Als Ehrengast wird Bischof Wilhelm Egger erwartet.

Roger Pycha


IN EIGENER SACHE

Es gibt Neuigkeiten! Forum als Gemeindeblatt

Liebe Leser,

die vorliegende Ausgabe des FORUM wird wahrscheinlich die vorletzte in diesem Jahr sein. Die nächste Nummer wird die Schwerpunkte Gemeindepolitik und Gemeindezeitung haben.

Zu Beginn des nächsten Jahres wird die 1. Nummer des FORUM (Nr.14) in einer veränderten Form erscheinen: Eine Projektgruppe der Mittelschule "Dr. J. Röd" unter der Leitung von 2 Lehrpersonen wird versuchen, die erste Ausgabe zu einer Gemeindezeitung auszubauen. Beiträge, die bisher im FORUM erschienen sind, werden auch in dem geplanten Gemeindeblatt Platz finden und zwar unter der Rubrik "Bürger meinen". Zusätzlich allerdings soll das neue Blatt um jene Rubriken erweitert werden, die den Charakter eines Gemeindeblattes ausmachen, wie z.B.

- grundlegende Informationen: Turnusdienste von Apotheken, Tankstellen, Sprechstunden, Ärztlicher Bereitschaftsdienst, Öffnungszeiten...

- Informationen und Berichte der verschiedenen Verbände

- Vorschau auf Veranstaltungen, Kurse, Seminare

- Beschlüsse des Gemeindeausschusses, Informationen über den Jugendgemeinderat

- Informationen aus der Gemeindestube, der Bibliothek (Neuanschaffungen), aus den Schulen, aus der Pfarrei

- Reportage

- Vorstellen einer Persönlichkeit

- Meinungsumfragen 

- Kleinanzeiger

- Werbung

Wir bitten alle unsere Leser und Schreiber auch dem neuen Blatt ihre Beiträge

zur Verfügung zu stellen und die Arbeit der Projektgruppe durch Werbeaufträge

und Kleinanzeigen zu unterstützen. Alle Beiträge können weiterhin an die

folgende Adresse eingesendet werden:  

walterharpf@tin.it oder an: FORUM ONLINE:http://www.forum-online.da.ru/

Ruhebedürftig?

Sie wollen nicht mit Dingen belästigt werden, an denen "man ja eh nichts ändern kann"?

Sie haben auch sonst genug Probleme?

Sie haben schließlich eine gute Arbeit oder einen Betrieb?

Sie wollen nicht den Kopf für andere hinhalten?

Sie bevorzugen "nicht schreiben zu können"?

Ihre Angehörigen raten Ihnen davon ab, eigenständig zu denken oder gar Ihre Meinung offen zu sagen? Man kann ja nie wissen!

Es interessiert Sie nicht, was mit der Hälfte Ihres Einkommens, bzw. mit unser aller Steuergeldern passiert und wie und zu wessen Gunsten sie verteilt werden?

Sie sehen keinen Grund dafür, sich genauer darüber zu informieren, wem Sie ihr Kreuzchen am Wahlzettel geben und aufgrund welcher tatsächlichen Leistungen der Kandidaten?

Sie glauben, dass ja eh "nichts Gescheiteres nachkommt"?

Kurz gesagt: Sie wollen Ihre Ruhe haben?

Nichts leichter als das:

Sich von PPP- Treffen fernhalten! Niemals etwas veröffentlichen, dafür an den Stammtischen um so tapferer schimpfen und um sich gar nicht erst mit Problemen auseinandersetzen zu müssen, einfach nicht bei Forum Bruneck/Pustertal oder bei http://www.forum-online.da.ru/ reinschauen!

Und nicht weitersagen!

Mitbürger, die den „Druck" von Forum unterstützten:

Die letzten Spenden für Forum: Brigitte Comploj: 10E, Carlo Sansone: 20E, Franco Nones:50E

Wir bitten weiterhin um Unterstützung zur Deckung der Druckspesen

Mit Dank

Forum Team


LANDSCHAFTSSCHUTZ

Erschließung der Kofler Almen

Auch ich bin wie der AVS, gegen eine Straße auf die Kofler-Alm. Es gibt keinen vernünftigen Grund, diese Straße zu bauen. Der Wald ist schon erschlossen, die Alm selbst ist eine idyllische Weide - Hochalm mit kargem Ertrag. Die Bergsteiger und Wanderer genießen die Ruhe und den herrlichen Blick auf die Rieserferner-Gruppe, eines der schönsten Panoramen im Tauferer Ahrntal. Also für wen die Straße? Und wer bezahlt sie? Der Lois, mein Freund und "Almer" seit Jahren, braucht diese Straße sicher nicht, seinen "Dienstherren" hat er auch ohne Straße das Vieh bestens versorgt, auch wenn eine Kuh einmal einen Tierarzt brauchte, er wusste sich allein zu helfen. Die Straße für den Tierarzt, für die Jäger und für einen Sonntagsausflug der Herren? Nein! Aber wenn man weiß, wer die Eigentümer sind, versteht man auch, warum es zu einer sinnlosen Straße kommt. So sinnvoll es ist, unsere Bauernhöfe, wo Familien wohnen, zu erschließen, so sinnlos ist es, idyllische Hochalmen mit Autos erreichen zu wollen. Die Natur gehört uns allen!

Dr. Karlheinz Außerhofer
Bruneck

Nein zur Kofler-Alm-Erschließung

Antwort auf den Leserbrief von Karlheinz Außerhofer vom 30.9.03.

Ein großes Kompliment und ein Dankeschön an den Immobilienmakler Dr. Karlheinz Außerhofer für seine klare öffentliche Ablehnung der Erschließung der Kofler-Almen in Rein. Dies zeigt, dass nicht nur sogenannte „Grüne" gegen dieses unsinnige Vorhaben sind. Es darf aber auch nicht sein, dass eine zerstörerische Straße wie diese fast ausschließlich mit öffentlichen Mitteln gebaut wird! Solche Wege müßten wennschon die Betreiber selbst bezahlen! Dann allerdings könnte man sicher sein, dass diese Frevel ausblieben. Dafür sollten mit einem Teil der für den Wegebau notwendigen Mittel die Erschwernisse abgegolten werden und viele wären damit wohl einverstanden. Deshalb ein Aufruf: Bewahren wir uns doch die letzten Reste fahrzeugmäßig nicht erschlossener Natur- und Kulturlandschaft wie diese, aber auch wie jene der Rötalm und der Tauernalm in Prettau.

Albert Willeit, Gais
Bezirksobmann Pustertal, Heimatpflegeverband

 

Ich bin sicher, dass die Kofler Alm einer der beeindruckendsten Plätze im gesamten Alpenraum ist!

Sollte es uns nicht gelingen, solche Paradiese in ihrer Ursprünglichkeit vor der grassierenden Baggerwut zu schützen, können wir alle Bemühungen, in unserem einmaligen Land zu retten, was noch zu retten wäre, resignierend aufgeben!

Walter Harpf


LANDSCHAFTSSCHUTZ

Mühlbacher Talele

es war einmal ...

ein wunderschönes, stilles und verzaubertes Hochtal in unmittelbarer nähe unserer Stadt.....

.... bis unsere tüchtigen Landsleute, Politiker und Macher auch hier ihrer Tatkraft, ihrer Sensibilität für Ursprünglichkeit und Schönheit und der „landschaftlichen Gestaltung" freien lauf lassen durften!

Walter Harpf


LANDSCHAFTSSCHUTZ

An die Landesregierung

An die Presse

Protest gegen die Genehmigung des Liftes und der Piste Pikolein–Joch-Kronplatz in der Gemeinde St. Martin in Thurn

Mit Unverständnis nehmen wir eine neuerliche Fehlentscheidung der Landesregierung zur Kenntnis, welche trotz negativem Gutachten der UVP-Kommission den Lift und die Piste Pikolein–Joch-Kronplatz in der Gemeinde St. Martin in Thurn genehmigt hat.

Wir protestieren dagegen und geben zu bedenken,

• dass sich die neue Piste an einem exponierten Südhang befindet, wo sogar mitten im Winter selten für längere Zeit Schnee liegt, sodass die Piste folglich mit entsprechend hohem Energieaufwand und Materialeinsatz schisicher gemacht werden muß. Die Folge ist, dass zu diesem Zweck wohl auch ein großes Speicherbecken und eine Beschneiungsanlage gebaut und wertvolles Trinkwasser beansprucht wird.

• dass im Schloss Thurn das neuerrichtete „Ladinische Museum" mit zwei Hauptthemen musealer Darstellung untergebracht ist, nämlich NATUR und KULTUR: Beides kann laut Museumskonzept im Schloss selbst, aber auch rund um das Schloß herum erlebt werden, wobei die Aussicht vom Schloss auf die Landschaft und die Zeugnisse ladinischer Kultur in der Umgebung integrierende Bestandteile dieses Konzeptes sind. Der Jochhang auf der dem Schloss gegenüberliegenden Talseite bildet dabei den Mittelpunkt der Aussicht und der Betrachtung hinsichtlich der Entwicklung und der Eigenart der ladinischen Kulturlandschaft mit den typischen Weilern. Da vom Schloss aus keine andere betrachtenswerte Landschaft als diese sichtbar ist, wird durch den Bau einer Piste und einer Aufstiegsanlage an diesem Hang die Kulturlandschaft so stark beeinträchtigt, dass auch ein wesentlicher Teil des Museums selbst ad absurdum geführt wird.

• dass sogar Fachleute im „Skizirkus" von einem Unsinn sprechen.

• dass auch viele Grundbesitzer sich seinerzeit gegen dieses Vorhaben ausgesprochen haben.

Gerade an den geplanten Neuerschließungen kann man eine besorgniserregende Entwicklung ablesen: Sie betreffen zumeist extrem gelegene Gebiete, welche bisher aus landschaftsschützerischen, aber auch aus wirtschaftlichen Gründen unangetastet blieben. Deshalb hat sich der Heimatpflegeverband Südtirol bereits vor 3 Jahren vehement gegen die Eintragung dieser Anlagen in den Skipistenplan ausgesprochen.

Mit freundlichen Grüßen

Albert Willeit
Bezirksobmann,Heimatpflegeverband
Bruneck
26.06.2003.


LITERATUR

Brunecker spaziergänge 10

Und dann, wieder, ging er doch in die stadt; ging in dieses bruneck, hinaus. Hinein wie in ein anderes glück, denkt er, wie ein forscher in fremdem land: „tastete ich mich voran". Daß er nichts übersähe, daß ihm kein unglück widerfährt. Weil auffahrn, auch in den himmel, das möcht’ er noch nicht; sagt er. Jedenfalls (jeden phalls?) nicht von bruneck aus –: „Weil nämlich das", wenn er soweit wäre, „will ich von einem anderen ort."

Wenn er so weit ist, daß er bruneck beherbergen kann?; in seinem herzen, vielleicht, in seinem kopf? Oder wenn er, viel leicht, so weit gegangen ist, daß? – Nein, er wisse nicht mehr, wie er das gemeint habe, damals: an jenem trüben, himmel-bedeckten dienstagvormittag. Weil auch er, sagt er (während er sich die x-te zigarette dreht: SAMSON, HALFZWARE SHAG), sei ja „auch nur ein mensch". – Aber er habe sich vorgetastet, sagt er, wie vielleicht keiner davor.

..

Ja, bruneck; sei eine schöne stadt. Sogar die fliegen, sagt er, fühlten sich darin schweinewohl: Genoveva und franz, die beiden schönen (: „Requiescant in pacem!") hätten jeden kunstflieger, sagt er, in den schatten gestellt. Keine hausfliege vorher, ob eingefangen oder zugeflogen, keine bohrfliege dasselfliege dungfliege, keine fleischfliege lausfliege minierfliege, keine raupenfliege schwebfliege taufliege vollfliege –: Nein, sagt er (und schnappt wie ein frosch nach einer fliege nach luft; ohne seine zunge, hinaus), kein anderer zweiflügler (auch keine fledermaus- oder hummelschweb-, und die gemeinste stubenfliege nicht) hätte an einem anderen ort die kunststücke in den raum; wie, „seiner-zeit", genoveva und franz. Und nur in bruneck, sagt er, sei ihnen das möglich gewesen; überall anders wären sie gescheitert wie alle brachycera sonst. – „Brachycera", sagt er, „wie hab ich dies wort ain mal geliebt!"; seit genoveva und franz aber habe er keine fliege mehr als hausfliege aufgenommen. Und die fliegenklappe liege jetzt immer griffbereit.

„Was nichts heißt", sagt er, „was nichts heißt" –, als er aufm graben (oder am graben, im graben?) sitzt und, ein bein übers andre geschlagen, endlich in die ferne schauen kann: weil ihm das hotel post endlich nicht mehr die sicht versperrt. („Nur etwas ruhiger", sagt er später, „könnte so ein abriß doch sein.") – Und dann schaute er den leuten zu, liebte einen um den anderen; weil es kam ihm keiner zu nah, gingen alle, sonnig, ihren geschäften nach; hielten die sorgen, die bekümmernisse, schön bei sich. Wie der apfelbaum, denkt er, der vor seinem fenster ist. Auch der behalte noch im winter seine äpfel für sich; ohne zu murren, je (: „Yeah!"), bewege er sich stets mit dem wind. Und schlägt nicht aus, wenn er novembrisch die blätter verliert; wenn der wind ihm, stürmisch, sein buntes kleid auszieht. Weil er doch noch seine äpfel hat!: gefroren und also haltbar bis zur nächsten generation; die so sicher wie wind & wetter immer wiederkehrt. Nur ob sie kehre wie davor, sagt er, das wisse er nicht: der apfelbaum; nur daß er ausschlagen wird wie all die bäume rundum, wenn nacht und tag wieder in der schwebe sind. – „Ach, bruneck, mein bruneck, du viertelstundenstadt!"; und spazierte, bis es früh ward, immer den leuten hinterher. Daß er nicht abkomme vom weg, daß er nicht aus dem wind geriet; daß er nicht in einem unbedachten augenblick: wieder seine liebe verlor.

..

(Es war einmal eine stadt; maisfelder rundum und auf dem hügel ein schloß.)

josef oberhollenzer
160703


LITERATUR

Mit den annoniem Feigling isch also dechto no wia olbn

Lieber „Herr" Peter M-eier!

Mitt de annoniem feiglinge ischs also dechto no wi imma, la no schlimma!

Es miessa schreibalinge; ettamo gscheide deitsch kenn, obbo eng-gaschierte Leit pileidign schun!

Wortit la, wenn mo drau kemm, wer ess seit!

Gartna Chrischtian oddo Gortna Lois eppa, ha? oddo do Pircha Pfranzl und seina Undenka, ha, oddo do Maula-Kaschiell Seppl?

Pfiel mehra sella gikafta Hornoxn gibbs pa ins jo eh ett!

Sogg la, wennas enk gitraut!

Oddo schponsorisiert enk frisch do "120 km/h durchs Puschtotol- Sottlschleppa- Schweinehälftn-Psenfta" (wi in Jud!!!???)

Dassas enk ett schamp!? Enk isch wo nicht zi pled, ha?

Und nocha no als Freinde fa di Perge fa Tirol ausgebbm!!!

Harpf Walter


LITERATUR

Neues vom droh- E-mail- Krieg mit den Weltverbesserern

Gelobt sei unser H E R R!!

Nach längerer Krankheit bin ich jetzt wider zurück von dort wo du hingehörst. Du hast geblaubt dass du eine Ruh hast von mir?? Die heilige Mutter Maria ist mir in den Stauden vor deiner Villa erschienen als ich sie mit Benzin zündeln wollte und hat mich gebremst. Das hat mir einen Schlag auf die Nerven gegeben und ich war dann in Erholung. Ich habe vernommen aus der Presse daß du ins Land hinein willst zu den wallischen und den Landesverrätern zu den du hingehörst denn die beschmutzen unsere HEILIGEN BERGE VON TIROL!!!! Kehre vor deiner Tür sagte Herr Jesus zu den Fariseeern wie du einer bist mit deinen Straßen die uns nur Fremme und damit auch Wohlstand bringen. Auch für den kleinen mann auf der Straße um den wir uns kümmern werden und wenn es auch nur mit schlege geht.!

Den wallischen LANDESVERÄTER GURGISER der in dein Horn bläst werden wir uns auch noch vornehmen diesen Hetzer gegen den Fortschrit. Ich habe nur noch nicht ganz die Kraft da ich noch krankgeschrieben bin zur Erholung aber dann Kommt der Tag deines Untergangs und die Auferstehung der HEILIGEN BERGE VON T I R O L!!!!!!!!!

Ja!! ich bin auferstanden aus dem Toten und kämpfe weiter da ich die BERGE VON TIROL schützen muss von dir und deinesgleichen Gesindel das uns den Fortschritt verbieten will!!!!!!

FREIHEIT FÜR DIE BERGE UND DEN FORTSCHRITT VON T I R O L!!!!!

P.M.

"Forum-chat"- Protestbrief vom 12.06.03, wegen neuer zu starker Stadt- Straßenbeleuchtung:

....... Wie kann man ein architektonisch so ansprechendes Stadtbild mit grell-weissen 08/15 Strahlern mit beissend weissem Licht verderben ? ..... ah, bevor ichs vergesse ,Ich würde das Schlafzimmer unserer Wohnung in der Oberstadt für Filmaufnahmen jeder Art zur Verfügung stellen ;Beleuchtung brauchts keine mehr.......

Harald Unterlechner -

Prompte Reaktion von P.M. : Sollen wir uns jetzt auch noch unsere Kinder Kaput machen lassen von solchen lockenden Angeboten wie sie vom Herrn Unterlechner kommen der wahrscheinlich auch nur zu den Wirtschaftszerstörern gehört die gegen jede gescheite Strasse sind zum WOHLE UNSERER BERGE VON TIROL UND ALLER aufrechten TIROLER die nur eine Kleinigkeit mitverdienen wollen von dem was uns die Fremden bringen würden wenn sie nur nicht immer in dem Stau stehen müssten...

Aber mit S C H M U T Z verdient sich EIN ECHTER TIROLER nicht etwas dazu lieber verhungert er!!! S C H A N D E über einen der seine Schlafkammer zur Schau stellen will wo er wahrscheinlich unkeusche Sauereein macht!!!! ( Jeder ART!!!! )

Das VERDERBEN wird auch dich TReffen!!!!

Wir werden mit euch Nestbeschmutzer ohnen ehrlches Gewissen schon noch aufräumen.

P.M. IM NAMEN DER HEILIGEN GLÜHENDEN BERGE VON T I R o L !!!!!!!!!

Heute in der Nacht ist mir unser heimisches Braunvieh erschienen und hat gesprochen: Ich soll dir auf deine Nuss hauen bis es dir vergeht unseren lieben Herrn den Herrn Pircher der für uns alle nur ein sauberes Straßennetz will und damit auch ORDNUNG und GERECHTIGKEIT zu beschmutzen!!!! Wer soll denn sonst unsere Milchwirtschaft ankurbeln damit wir entlich auch ausführen können in all die fremden Länder. Der Neger wartet ja nur darauf von unserem vieh zu trinken denn es gibt nur bei uns so gute und saubere milch!!! Wir können 1000 KAMION AM TAG! durch unser Tal fahren lassen wenn wir nicht immer einen Stau haben würden. Ich hoffe daß du das jetzt verstehst!!

Uns platzen unsere euter weil wir nicht genug verkehr haben dürfen. Warum versteht das unser herr Pircher und du nicht? Weil du lieber mit der Littorina verkehrst als mit einer eimischen!!

Wir Werden dir und deines gleichen die Hörner ausreißen bis Ihr genug Habt im Nahmen der HEILIGEN BERGE VON TIROL.

PIRCHER AN DIE FRONT! damit es endlich mit unserem Fortschritt weitergeht zu Ehren Der BERGE VON TIROL:

Wir erwischen dich noch Du Sauviehch du elendigliches !! Lass uns inRuhe!!

Ich suche hier Kammeraden! Wenn sie nicht alle mit irem gescheiten gerede aufhören ohne entlich in die Hände zu spucken und entlich etwas zu tun sehe ich sehr schwarz für unsere Zukunft und auch Der BERGE VON TIROL. Was kratzen uns die wallischen Bahnhöfe und die Lampen in der Nachtkammer vom Unterlechner in der Oberstadt mit seinen Sexangeboten? Wir brauchen entlich einen flüssigen Verkehr für die geschätzten Gäste die uns ja auch allen das Geld bringen. Nicht einmal zum HERZ JESU sind sie alle gekommem weil der Weg ohne gescheite Strasse durch unser Tal sehr umständlich ist!Wir können nicht einmal mehr gescheit unsere christlichen Feste feiern!! Ich suche hier Kammeraden die willens wären mit uns ECHTEn TIROLERN aufzuschreien gegen diese Weltverbesserer die die Presse unterwandern und jetzt auch das Internet und gegen die einzigen Gescheiten die wir im Land haben die die Wirtschaft und damit den Vorteil von uns allen Ankurbeln wollen zu verleumden und zu beschimpfen!Menschen wie den Harpf und den Gurgisier sollte mann das Maul stopfen weil sie auch unsere Jugend verführen!!Ich soll mich nicht aufregen aber es lässt mich nicht in Ruhe diese Ungerechtigkeit und ich hoffe jetzt auf Kammeraden. Wenn es keine mehr gibt muss ich es lassen aber vorher werde ich den Herren noch eines auswischen dass sie nicht mehr wiissen wie sie heisen die VERRÄTER am LAND TIROL und FARISEER und HOSENSCHEISSER die auch nur allen in den Oarsch kriechen!!!!

ES LEBEN DIE HEILIGEN BERGE VON TIROL!!!!

Ich hoffe auf die Antwort von schneidigen TIROLERN die mit diesem GESINDEL aufräumen und es aus unseren TIROL hinauspeitschen wie unser Herr JESU die Krämer aus dem heiligen Tempel!!!

Kammmeraden HIER!! Jowoll! Entlich tutt ammo oano di Gosche au!! Mir (i unt mei Pfrau) sein soffort doppei! Se isch wo fix! I schreip ioz la in Dellegrammstiel, weil iss eilig honn. Bwo treffatt mo ins enn ammol? Meld de, Peato, nocha mochmo aus!

Sischt kennatt a ess wo oanfoch ammo pa do Traudi (nebm in Tschick in Prunneggn) vopeischaugn. Semm sein olbm a poor fa ins. Wennass ett sicho seit, wer zi ins kheart, brauchtas la zi do Traudi mittn RECHTN!! Auge zwinkon, a winn nett lächln und "Pfranzl & Dloisl Birtschoft" flischton (obbo Obocht, di kellarin und do Puo wissen fa nicht!). Nocha wert si enk schun insriga zoagn.

Liobo Peato, izz musse obbo gion; i schreip do affnocht glei widdo, wenn mo ins heint no ett segn kenn: jeednfolls: ett augebbm; mit der paggasch werm o anno auraum! Piss polde! Honn enk fiel zi dozzehl! Ins olla reichts schun longe! Wo seimmo en ibbohaupp?

Peato Strubbel und Pfrau

An Peato Strubbel!!

Ich bin wie du mir es angesagt hast bei der Traudi in der Bar gewesen. Ich habe mir am Pudel eine Mischella bestellt und dann 15 mal mit dem rechten Augenlied gezwinkert. Da hat mich die Traudi gefragt ob ich es in den Nerven habe dann habe ich gesagt wie du mir es gesagt hast: Pfranlz und Dloisl Birtschoft!! 5 mal habe ich diesen Erkennungsatz geflüschtert. Dann hat sie mir die Mischella vom Pudel wekgenommen und mir gesagt du kriegst heute nichts mehr!! Ich habe dann noch einmal 15 mal gezwinkert und dann hat sie gesagt ich soll zum Nervendokta gehen und nicht in ihre bar mehr kommen.

Entweder bist du ein sauhund ein elendiger oder gar ein Spitzel von den Weltverbesserern??? Du hast dich in deinem Brief als KAMMERAD ausgegeben ! Pfui!Pfui!

Pfui!! Solchene Brauchen wir nicht wie dich. Ich suche weiter nach echten Kammeraden den sonst geht es Bergab mit den GLÜHENDEN BERGEN VON TIROL.

Obocht Peato!!!!!

Mei Kammeraad! izz seimo suscht la asso wioniga Aufrechta, nocha wermo ins ett no gegnseitig pflanzn, na gonz pischimmp ettt. hon do la vgessn zi sogn, beil iss semm asso eilig kopp onn, dasse praktisch mittn LINKN auge plinzl muisch, beil hinton Pudl isch a schpiogl und affn semm schaugg di Traudi olbm gonz unauffällig, a wi wenn si la a flaschl SChnopps suachat. mir kimmp wo a fier, dass de gor zi vorsichtig isch, obbo SSi sogg, heintzitoge konnsche frisch gor niamand ma votraudn. Si will ett, dass jemand segn kennatt, dass si afs Akennungszeichn schaugg!

Gilächlt, osche gsogg, hesche woll, oddo? Sischt konnsche no probiern zierscht Dloisl und nocha Pfranzl zi sogn; dess wexls se oft, pa di grodn und ungrodn toge, obbo i onn vgessn wende se wos sogn.

Mochte la affn weeg; hekschte zeit, dass mo ins kontaktiern! Du pisch wo a fa do prunegga gegnd, ett?

A pissl gidult und leebe, mei Kammeraad!Servus!

RE: pledo Hund! obocht!!!!!

PÜresseaussendung von Peter M-Eier an ALLE zum Prennertundel: Ich glaube das es jetzt pald 13 geschlagen haben wirt. Sollen denn unsere Gäste aus dem uns allen heimischen norden im mischverekehr in einen tunell verfrachtet werden und erst bei den wallischen wieder herausgelassen werden? Unter den GLÜHENDEN UND HEILIGEN BERGEN VON T I R O L vorbei? Und unsere heimische wirtschaft? Soll sie aufgehen in luft? Das ist es was diese Weltverbesserer wie der Herr Harpf und der Herr Gurgisser der ihm sein Horn bläst nur wollen!!!!

Wir wollen eine saubere oberirdische Trasse die breit genug ist den Verkehr den wir brauchen in unsere heiligen Täler und Auen zu bringen ohne Stau!!

Und auch wir wollen unsere saubere Milch den Negerkindlein verkaufen können ohne das wir schon beim Kapuzinerwaschtel in den ersten Stau kommen.

Wir forden Vorfahrt für uns auf sauberen Strassentrassen die breit genug sind und allen den Blick uaf die HEILIGEN BERGE VON TIROL NICHT verstellen.

Das forden wir !!!! (21.07.03)

Schweinehunt?? Schreibt er an M I C H !!!! Dieser HARPF ist einer von den kriachern und oarschleckern die eh ja alle nur ein sehr niiederiges nivoo haben aber tun als wenn nur weil sie studiert haben anstatt unsere BERGWELT zu pflegen wie ich!!!!

Er schreibt es noch h e i m l i c h wie es zu den Verrätern gehört!!!!!!

Entweder die sehr geehrte Redaktion verbietet diesem Menschen ohne Nivoo das Maul auf ihrer sehr verehrten Chatseite oder ich muss mich anderweitig umsehen um die Meinung des V O L K E S UN T E R D E N B E R G E N VO N T I R OL unter die ehrlichen Leute zu bringen.

Entscheide dich verehrte R edaktion ob du diesen fariseer H A R P F ohne Nivoo willst oder mich!

Hochachtungsvoll

Peter Meier

Hallo Peato!

Z' ommo ins hott no nio pigeggnt; pische no ammo zi do Traudi hin? Sischt miss mo doweil la weitta asso mitanondo redn.

Hon inn Forum gsegn, dass do longsom di nerfn dsurchgion mit der Paggasch unt de primitiefn Tschreiptischtäta und Birtschoftssabbottiera.Obbo dassade Schweinehunt hoasat glab i wo dechto ett; asso isch der Harpf sischt wo ette, beil dess tatn polittisch schodn, wenn dess di leit dofrogattn. Do moane will di la suscht oano prowozziern!

Suscht osche natierlich wo follkommen Recht! in de missmo in Zuigong zi di MKedien irgndwio foschperrn. Dissemm omm se wo suscht schun gonz untowondoscht!Do gitraudn sich insriga jo schun foscht nimma eppas zi sogn.Ibbriggens redn se umma, MIR hettn la a niddriggs Schtommtischniwoo; grott MIR!!! de mir als oanzigo no fier insriga forninftiggn Mitbirga redn! obbo in folle muische do hott fa do Pfrau a winn pan Forrmulliern helfn loddn; schau, do Kammerad Gartna Franz fan ZTole dinne hott iozzammo a gonz an schion Lesabrieof schreibm dolott!

La no wegn dein geschtrign Priof an di Forum-Reddakktion: se konn i do glei sogn, wos se do ontwortn; de tion unto do Tarnung fa an freidn Medium sicho weitahin jeda Schweinarei inne! Loss de ett entmuitign, Peato! weita asso!

Birtschoft-Heil!

Peato Schtrubbl, mitt Zimmpattie unt Pfrau!!

An den sehr geehrten Herrn Peter Maier

Die chat- Beiträge sind unzensiert und werden es auch bleiben.

Die Ansichten und die Form mancher Forum- chat Teilnehmer lassen allerdings sehr zu wünschen übrig.

Andererseits wollen wir ja auch kein Akademiker-Forum sein.

Auch einfache, aber um die Wirtschaft und um unser aller Wohl besorgte Mitbürger sollen weiterhin so zur Sprache kommen wie sie ihre Beiträge absenden; da wollen und können wir nicht eingreifen auch wenn sich die Redaktion nicht immer damit oder mit den Reaktionen darauf identifizieren kann.

Prinzipiell sind wir aber für "Bewegung" auf unseren Chat-Seiten dankbar.

In diesem Sinne möchten wir Sie höflich bitten uns Ihre werten Ansichten auch weiterhin nicht vorzuenthalten.

Mit aufmunternden Grüßen:

Die Forum-chat - Redaktion

Danke liebe Redaktzion!!

Nur möchte ich noch dass Ihr diesen H A R P F und seinnnnesgleichen VerrÄtern an unserer HEIMAT und unserer WIRTSCHAFT das maul stopft!!! Hoch leben DIE HEILIGEN BERGE VON TI R O L!!

Hallo FORUM,

bin zwar ein lustiger Mensch, aber ich kann mit solchen Texten einfach nichts anfangen. Höchsten daß mir dieser Peter M-eier leid tut wie peinlich er sich präsentiert. Es wäre schön, wenn man uns zukünftig von solcher Literatur, die ein gewisses Niveau nicht erreicht, verschonen würde.

Ein Freund

hallo forum-leute,

ja, entweder verschont uns von derlei müll, oder schickt uns den ganzen text, auf dass sich jeder ein bild machen kann.

Ein Freund und Forum-Autor

Hallo Forum,

wenn dieser Peter M. dies in einer feucht- fröhlichen Runde zum Besten gibt, so kann dies sogar mit entsprechender Gestik lustig sein und man verzeiht entsprechende Ausdrücke. Als geschriebener Text macht dies das ganze Forum aber äußerst unseriös!

Ein Freund, der es mit Forum gut meint

als außenstehender, der gelegentlich forum chat besucht, finde ich es schade und auch sehr bedenklich dass man die beiträge des herrn peter meier, der sicherlich in ehrlicher absicht seine meinung zu den brisanten themen in unserem tale aüssert und sicherlich auch vielen mitbürgern aus dem herzen spricht, in einer angeblich freien und für alle offenen diskussionsplattform mit z.t. unerträglicher überheblichkeit entgegentritt. ich werte dies als ersten schritt hin in richtung eines tendenziösen, zensierten forum !!

die kritiker des herrn peter meier mögen sich ihr lehrmeisterhaftes und z.t. elitäres gehabe gut überlegen! es wäre schade wenn wir dieses "freie forum" in der derzeitigen form nicht mehr hätten!!

mit herzlichen grüssen!

n.n.

Challo Peato!

Du pisch inzwischn wo schun ffoscht a Piriehmtheit giwordn, wenn mann asso leest!

Loss de la ett untokriogn unt fotret weita insre Birtschoft, beil semm kriog mo wo olla insrign Obulus fa ordntlicha Fokkehrsfobbindungen, wi e richtig schreippsch!

Inn sella Kruslpropaganda wi iozz pan Prennabasistuzndl und pa insro Puschtotolastrossse missmo dogegnholtn, sischt kenn zin Peischpiel insra Petonberke unt Paupfirmen glei zuoischperrn! sollatt sell eppa fir di Birtschoft guit sein!!!!????? Ha? semm kemmo glei olla innpokkn!!!!

Guot, dassiss di gipp, Peato!

Weita asso! I unt mei Pfrau schtion volle hinto Tir!

Gruoss:Peato Schrtrubbl mitt Pfrau unt klein Irmgard

Z' follt mo no inn: woss de gegn de Allemagna hobm, muiss mo a erschtammo oano doklärn! De sein wo9 olla no nio aff Kwarto Dalttino unt Jesaolo ochn oddo aff Minchn zi a Beiissburscht!? In de wern de Schtrossnfohältnisse bi unto Kortina bo passn!? Ha? sischt warsche wo glei unte in Kwarto Dalttino mitta Autopohn!!!wi se zin Glikk olla foninftiggn Leitt well! Semm weert wo dechto gscheida sein, dass do Reichegga, di Unionpau, di Olmpau, di Rienzzppeton unt wi insra tichtign PauHerrn olla hoassn, zi di auftrege pa den Brojekkt kemm, schtott di Sizzilliana oddo di Nappollittana! OddO!?

Mier treffn ins heint forn Oltschtottfescht olla pa do Traudi! Kimm a!!

Piss schpeeta!

Gruoss: Peato Schtrubbl unt Pfrau

Je länger ich an gewisse Idioten denke, desto mehr fällt mir dazu ein!

Man möchte ja niemanden kränken, aber dieser Peter Meier ist unter jeder Kanone! schaut fast so aus, dass ihn die Grünen bezahlen, damit er unserer Wirtschaft blokiert und ruiniert und Sand ins Getriebe schmeisst und wenn er sie zum Gespött der Leute macht! Der Herr Peter Strubbel steht ihm in nichts nach!

Wenn man berechtigte Anliegen solchen Sprechern oder Schreibern überlässt ist das ein schweres Armutszeugnis!

Forum sollte sich nicht als Sprachrohr für Volldeppen (die es vielleicht auch noch gut meinen!?) missbrauchen lassen!!! Bin nicht für Zensur, aber alles was recht ist! Schuster (oder Trottel), bleibt bei euren Leisten!

Empörte und enttäuschte Grüße:

Kreszenz Überbacher/Vahrn

ich habe ihren beitrag jetzt fünf mal gelesen, den inhalt aber immer noch nicht verstanden... könnten sie es bitte noch einmal versuchen?

danke!

n.n.

Wellinan? Sie Pegriffschtizziger!

Peter Strubbel

sehr geehrtet herr peter strubbel! obwohl ich mich für freie meinungsäusserung ausgesprochen habe finde ich ihre unqualifizierten, nichtssagenden und zudem fürchterlich schlecht formulierten beiträge nicht nur überflüssig und störend sondern in zunehmendem masse nicht mehr erträglich. sie lösen brechreiz aus, mit aller wahrscheinlichkeit nicht nur bei mir, sondern bei allen einigermassen gebildeten lesern des forum-chat. es stellt sich hier die frage wie weit tolleranz gehen kann oder soll. meine persönliche tolleranzgrenze wurde bei weitem überschritten. sie idiot!!

geben sie endlich ruhe! schon um des forums willen welches gefahr läuft durch beiträge ihren niveaus jegliche seriosität zu verlieren!! sie sind nicht ein peter meier der seine ehrliche überzeugung darlegt (wenn auch nicht in einer stilistischen art wie sie sich manche wohl wünschen)sondern wahrscheinlich ein intelektueller spinner der chaos stiften will!! Herr Peter Meier hatte sie ja auch schon entlarvt....

Ich bitte sie also: hören sie auf mit ihrem unwürdigen spiel!

n.n.

Sie n.n. -Ar... ( mei Pfrau lott miss ett ausschreibm)!!!!!

Peter Strubbel

Hallo Kammerad Peter!

Wie kommt es, dass man nichts mehr von dir hert?

Du hast doch sicher ein dickes tiroler fell und wirst dich von solchen SWchwezzern wohl hoffentlich nicht einschichtern lassen?!

bitte melde dich widder, oder bist du auf die Berge wegen der großen Hizze? odder wegen der ferstopften engen Strassen wo unsere Geschte Schlangestehen müssen statt den Urlaup bei uns zu geniesen?

Mit Respekt: Klara und Peter Strubbel

Wo bleibt denn Peter Meier? (Verdacht)

Der Peter Meier wird schon auf seinen heiligen und glühenden (aber wegen der großen Hitze!!) Bergen von Tirol herumtachinieren, die ganze Zeit!? Oder frisch mit einer südlichen Schönheit (die mit dem "golfino sulle spalle, per la sera"!!!!) ein Techtelmechtel pflegen, dass man von dem Kerl nichts mehr hört!? Die holde Weiblichkeit und das Gefühl der großen weiten Welt lassen wahrscheinlich alle Prinzipien unseres Helden Schall und Rauch werden!? Sonst hat er den Mund auch immer voll genommen!

Hat er sich schon verausgabt? Ist ihm Forum Onleine jetzt zu schlecht?

War sein Patriotismus nur ein Strohfeuer, das ihm zu heiß wurde!?!

Peter Meier, Du enttäuschst alle, die auf Dich gebaut haben!

Gute Nacht mit solchen Maulhelden!

Karl Mairl, Antholz-Südtirol

Etwas zum nachdenken für die Forum Platform!

Sehr verehrte forum leser, ich bin mit etntzeztzen zurück in meiner HEILIGEN HEIMAT

nachdem ich bei meinen alten Kammeraden im Flachgau verweilt habe um mich nervlich zu erholen weil mir hier wegen dieser wärme das wasser in dem arsch zusammengelaufen ist.

Im Flachgau wo noch ein gesunder Hausverstand regiert haben wir uns auf unsere Räder gesetzt und sind hinaus aus den grauen mauern in die wiesen und die felder und die Auen wo es dann wegen dem Luftzug beim fahren uns alle gut abgekült hat. Wäre dies hier bei uns möglich? Wir haben uns auch an den Raststätten mit einem kühlen Radler gelabt und uns so richtig abgekühlt! Wäre dies hier bei uns möglich? Und in der nacht sind wir dann zurückgefahren und haben dabei schöne Waisen gesungen über den Flachgau. Wäre dies hier bei uns möglich? Nein!!! Weil wir hier bei uns nur im Strassenstau stecken geblieben wären weil es keine gescheiten Strassen gibt weil diese ewigen gesterigen mit ihren alten zusammen gegen jeden Fortschritt im Verkehr sind. Brauchen die alle keinen fortschrittlichen Verkehr mehr bei uns und mit unseren alten? Wo bleiben denn die echten tiroler mander?? Das möchte ich die forum-Platform nur fragen und warte sehr auf ihre Antwort!!!

Wir sollten uns bei den Flachgauern ein schönes Beispiel nehmen und uns dann zusammen tun und mit diesem Pak hier entlich aufräumen ZUM WOHLE DER GLÜHENDEN BERGE VON TIROL!!!

(Der Strubbel Peter und von mir aus auch seine Alte soll sich bei mir melden!! Aber geheim wegen den Spionen die es überall gibt !!)

Peter Meier

An den Karl Mairl!

Bist du ein Kammerad oder einer von denigen die mich nur kritisieren weil ich die warheit sage? Ich bin gar nicht im wallischen gewesen sondern wegen meinen Nerven bei den Kammeraden im Flachgau.Weil ich mich hier viel zu viel aufregen muss. Ich habe das auch extra im Chat kundgetan!

Du must dort nur Lesen.Wenn Du ein echter Kammerad bist und auch mit dem Pak hier aufräumen willst dan melde dich wie der Strubbel Peter. Aber auch geheim wegen den Spionen. Mit der Alten vom Strubbel Peter wären wir dan schon viere die DIE HEILIGEN BERGE VON TIROL GLÜHEN machen können!!! Wir Brauchen noch viel mehr Kammeraden!!

Im Namen von den Rettern von DEN GLÜHENDEN BERGEN VON TIROL und von den Freunden von mehr Verkehr für unsere Zukunft:

Hochachtungsvoll

Meier Peter

forum-chat noch seriös?

mit befremden stelle ich fest dass auf meinen beitrag "an alle forum freunde" vom 26.07.2003 hin, sich in der von mir eröffneten chat-seite zunehmend häufiger beiträge finden die ich - obwohl in jeder hinsicht äußerst tolerant und offen für die anliegen aller - so!! (a..wasser etc.) nicht mehr akzeptieren kann. ich hatte ursprünglich ja für toleranz geworben...aber auch diese hat ihre grenzen, insbesondere dann, wenn sich fäkalsprache als alltagssprache etabliert!

Ein mindestmass an form und stil muss einfach gefordert werden! vor allem aber möchte ich, auch nicht im entferntesten, in verbindung gebracht werden mit diesen (verzeihen sie den ausdruck) fortschrittsgläubigen, unsensiblen ewiggestrigen wie meier & co.

ich würde die forum-redaktion also bitten für diese oben genannten eine eigene seite, auf welcher sie sich auf dem ihnen eigenen niveau austoben können, einzurichten.

sollte dies nicht erfolgen würde sich mir die frage "forum-chat noch seriös?" aufdrängen!

mit herzlichen grüssen

n.n.

Lieber Herr n.n.!

Die "eigene Seite" ist ja genau diese!

Wir sind und bleiben ein freies Forum, wie gesagt. Und für uns sind alle Mitmenschen gleichrangig! Sie müssen sich also schon die Frage gefallen lassen, warum dann gerade Sie, die Sie eine eigene Seite fordern, nicht auf derselben schreiben, sondern immer wieder neuen eigenen Chat- Platz besetzen!? Um sich dann zu wundern, dass der Eindruck entsteht, im Forum online stünde nur mehr der Herr Peter Meier und Konsorten!?

So gesehen sind auch Sie auf dieser Seite mitgefangen und eventuell mitgehangen; wie alle anderen auch!

Also bitten wir auch Sie, Ihre zugegebenermaßen auf akademische Bildung schließen lassenden wertvollen Ansichten in Zukunft auf dieser Seite einzubringen, genauso wie alle Unterstützer von PM oder eben auch dessen Kritiker; ganz in Ihrem Sinne! Gerade Sie sollten mit gutem Beispiel vorangehen und bei: "an alle forum Freunde" ihre werten Sichtweisen kundtun!

Um die allgemeine Seriösität von Forum braucht man sich keine Sorgen machen; diese Bedenken hören wir von Ihnen zum ersten Mal!

Mit Hochachtung und Dank für die lebhafte Online -Beteiligung:

Das Forum-Team

Nur mal langsam, Herr n.n.! So nicht!

Ob die Anliegen der betreffenden Herren Meier oder Strubbel so abwegig sind wird demnächst der Ideenwettbewerb für die Pustertaler Straße zeigen. Der Zustand der Bahn gibt ihnen ja schon jetzt Recht! Es könnte auch sein, dass Meier und Strubbel u.a. nur Versuchsballone sind, um die Stimmung bei den einfacheren Kreisen unserer Bevölkerung endlich anzuheizen, da die Weltverbesserer auch dort offensichtlich schon ganze Arbeit geleistet haben und jedem vernünftigen Zeitgenossen, der nicht öffentlich verunglimpft werden möchte, Vorsicht anzuraten ist! Der überkultivierte Herr n.n soll besser dankbar sein dass jemand für ihn und alle tüchtigen Südtiroler, in welcher Form auch immer, überhaupt noch das Wort ergreift! Man braucht nur ins Forum-Online zu schauen um zu sehen, dass die Fortschrittsverhinderer ohnehin schon die Medienhoheit erobert haben!

Also Vorsicht mit Kritik an falscher Stelle!

Wer rastet rostet!!! Fortschritt heisst erhöhte Bautätigkeit; das sollte niemand vergessen!!

Othwin Ausserhofer/Reichegger

An alle Kammmeraden!

Wo sind die beiden Fallotten?

Meiner hat gesagt, dass er mit Meier Peter wegen einer Geheimsache ein paar Tage weck muss. Jetzt haben wir aber schzon seit 10!! tagen überhaupt nichts mehr gehert. Ausser, Gerichten, dass peide irgendwo in Nordeuropa gesehen worden sein sollen, angeblich!? das wirt ja immer punter!

Was hat das mit unsren heiligen Pergen von Tirol zu tun, wenns stimmt? hoffentlich nur eine Verwexlung!

Liebe Kammeraden, wir machen uns Sorgen! Sagt es uns, wenn ihr etwas wisst, unt schreibt ins forum, damit alle vernezzten kammeraden informiert werden!

Danke

Klara unt klein Elfriede Strubbel, geheimer Ort, am 24.08.2003

Tschuldige Peato pfier mei Pfrau, dass de do in do effntlichkeit asso rett. Woasch wo selbo wisse sein! Ols fodraan unt zifleiss follisch foschtion unt aff di Kommorodn eiffon!! Pinn mitt gonz an ondon Peato (kennsche decht ett) a poor toge in di pilze giweddn. Seltn asso giergot!! Ibbohaup nicht gfunn! nindoscht nicht. Nocha seimo hott in di goschtheisso heng gipliebm, wiss hott asso geat. Hommo wo a dofrogg, woss do polittisch asso geat pa ins. hekschta zeit inzigreifn! Du pisch wo a widdo dohoam, oddo?

heil heiliga Perge fa Tirol!

Peato Schtrubbl

Lieber Peato! Daß ich mich nicht mehr in FALLOTTENCHAT gemeldet habe ist weil mich viel zu viel aufrege wegen diesen n.n. diesem Obergscheiten bei dem ich nicht sicher bin ob er auf der unserigen Seite steht oder auf der anderen. Er soll es frisch kundtun sonst kann er sich auf etwas gefasst machen wenn ich ihn derwische!!!

Ich will auch nicht mehr schreiben im FALLOTTENCHAT weil ja eh alles nur gegen den Fortschritt sind was nicht gut ist für unsere HEILIGEN BERGE VON TIROL und unsere lieben Gäste aus dem Norden die sich auch schwer tun mit den Auto ohne gescheite Strassen und auch für die Wirtschaft überhaupt und die ganze Zukunft für unseres HEILIGES TIROL.

Ich wünsche dir lieber peato und allen unserigen die noch einen Hausverstand haben viel Glück bei euerem HEILIGEN KREUZUG gegen die Weltverbesserer und die nichtsnutzigen zerstörer!!

Ich selber will jetzt nur mehr zu UNSEREM HERRGOT aufrichtig beten und ihn bitten dass er uns erhört und mit dem ganzen Gesindel aufräumt.

Viel Glück an alle Kammeraden und Freunde von den HEILIGEN BERGEN VON TIROL!

Dein KAMMERAD Peter Meier

Sehr geehrter Herr Peter Meier!

Sie sehen ja selber, dass es ohne Ihre Zugpferdfunktion und mit den auf sich alleingestellten, zwar gutgesinnten und recht aktiven, in der Öffentlichkeit aber nicht sonderlich ernstgenommenen Kampfgefährten, nicht so recht weitergeht.

Und das so kurz vor den Wahlen, wo unsere Wirtschaft, und, wie Sie es formulieren, das "Wohl unserer Heiligen Berge von Tirol" jede ernsthafte Stimme brauchen.

Es kann doch nicht sein, dass Sie so schnell die Flinte ins Korn werfen und damit den ungewaschenen Weltverbesserern und jenen, die dem Neid der Besitzlosen das Wort reden, das Feld überlassen!

Die gelegentlichen Bösartigkeiten gewisser Elemente (Fallotten!) können einem gestandenem Tiroler Mann wie Ihnen doch nicht wirklich etwas anhaben!

Ich bitte Sie also eindringlich, unser gemeinsames Anliegen erneut mit der bekannten Ausdruckskraft zu unterstützen, gerade im Sinne unseres Heiligen Landes und der ebensolchen Berge von Tirol; denn, was wären wir mit einer zwar tüchtigen Wirtschaft, die sich aber kaum mehr entfalten kann?!

Im Namen der vielen Arbeitsplätze im Sinne eines globalen Bevölkerungsaustausches , einer mulikulturellen Gesellschaft, einer blühenden Wirtschaft und der Zufriedenheit aller:

Sibille Perkfrau, geb. Grüner (Wahlspruch: "Perkmann merkt man, Perkfrau haut heftig drau!")

Fortsezzung folgg villeicht!

Peter Meier, FOREVER!


LITERATUR

P.M. – Das Buch!

Peter M-Eier total! P.M. forever!

Stand 12.08.03 – IMMER TOP AKTUELL!!

PETER (M)EIER und Konsorten meinen und minattschen und randalieren weiter!

Und finden auch noch Unterstützer!!!!

Skandal in Fortsetzungen: Alte und neue droh- E-mails an die Weltverbesserer & Co:

Haben sie nicht gescheiteres zu tun als unzere wirtschaft zu ruinieren sie linker spinner!! wir werden uns schon noch hören und sehen du blödes landesverräter du !!! ein freund der berge von tirol!!

Du Verkehrsabtöter du ! was wären denn unsere berge ohne den verkehr? hä? ALMEN! und keine fremden die uns das gute geld bringen. sag das auch einmal in deinen Hetzreden. Du faigling! ein echter ferund von den Bergen von TIROL

RE: hätten deine älltern peim verkehr aff do olm a gummile binutzt, gäbbats iotz an witzvogl wioniga!

du focke du sau du L A N D E S V E R Ä T ER! DU unkristlicher verkehrssadam. du wirscht mi a no kennenlernen und donn krigst du eine auf deine nuss auf deine freche!!dein freund der berge von tirol!!

wenn du nicht aufhörst mit den hetzbriefen an alle werde ich dir die nisslan abbeißen du fortschrittsfeind, das tschurtschile lass ich dir noch eine weile....dein bergoachale das dich im namen der berge von tirol zum letztenmal warnt!!!

keine antwort nicht du faiges heimatverrätersauschein!!!! ich werde dir schon noch eine strasse bauen

Du hast wohl zu w e n i g verkehr ha! ich habe gern viel verkehr! weil er mir noch steht!!

ein freund der berge von tirol!

Keine Antwort? Du Hosenscheißer ! Es leben die Berge von TIROL!!

RE: Und de fa Kleinkirchheim und Perchtisgaadn eppa nett??

Entlich scheint eine gescheite Straße zu kommen!! Damit kann dann die Wirtschaft erblühen in unseren Bergen!! Wir haben auch das recht von den Fremden und den Deutschen einen Obulus zu bekommen und nicht nur Ihr Stattgassenkrämer!! Der Herrgot selber hat euch auch schon aus seinem Tempel (=wie die Berge von TIROL)geworfen. Und dir werden wir die Nisslan wie versprochen schon noch ausreissen und dann auch noch dein Tschurtschile!wenn du mit deinen täglichen Hetzkampanien gegen unserern Herrn Landeshauptmann den WIR gewählt haben nicht bald aufhörst.Wir hoffen auf eine aufrichtige Antwort von dir wie Man sie von einem TIROLER gewöhnt ist. Sonst kannst du dich mit dem wallischen zusammentun wie die heckkenschützen die faigen.Du hast ja nicht einmal die Schneit zu antworten oder zu einem offenen Gespräch!!!! Arbeitsgemeinschaft die Freunde der Berge von TIROL "Gemeinsam sind wir stark!"

RE: Longe nicht ma kheart! Isch do mEio Peato nimma zi schprechn ioz affoamo? Vokehrsunfoll? Hiernschlog?

Entlich hast du dich verraten!!Deine Nisslan hol n wir in der nächsten zeit!! vorsicht du J U D A S  von T I R O L!!!Ein fruend von den Bergen in T I R O L

RE: Moggsch wo zin Dokta Psycha gion, du! Nicht Gscheidas zi tion wi Leit zi piläschtign?

Ein Gegner

Du hornoks von T I R O L! mir werden dir die Nisslan Abbeisen weil kein Hirn mehr vorhanden ist bei Dir. Tust du jetzt wild um Dich schlagen statt mit tapferen T I R O L E R Num die gute Luft kämpfen wie unser Vorbild der Ander? Die Berge von T I R O L täten es dir Danken. Aber jetzt hascht Du woll den verstand verloren uns tust nur mehr wild fantasieren und alles durcheinanderbringen.Was bist du für ein politiker der ins narrenhaus nach pertschine gesperrt gehört.Es tut uns nicht leit um dich denn du hast uns T I R O L E R N die Eisenbahn von den wallischen gebracht statt ordentliche Strassen auf die B E R G E zu allem unser Wohle.Tu dich nur gut auskurieren lassen bei den Katzelmachern und den Patschenflikern den Du bist ja schon wie einer von den ihrigen.Und noch eins:Wenn du wieder alle sieben Tschwetschken beieinander hast werde ich mit dir wieder über den Verkehr disschkutieren in der Hoffnung dich für unsere B E R G E als Mit G L I E D zu werben denn einsatzfreudige Männer brauchen wir schon aber nicht verruckte.Ich muß jetzt leider aufhören mit dem schreiben weil die Sirene heult und ich muß zu der Übung.

Es leben die B E R G E  von T I R O L!!!

hast dus Angst uns zu antworten auf unser Schreiben du V E R R Ä T ER oder habens sie dich nocht nicht herausgelassen von da wo du hingehörst in pergine bei den wallischen,??? es ist besser wenn sie dich nicht noch zu früh nach hause schicken daß du wieder schimpf und schande bringst über unsere B E R G E die nach besseren zufartstraßen hoffen dami man sie besser erreichen kann sowie auch unsere lieben Gäste die dann auch uns das liebe Geld bringen könnten statt der lITTORINA DER SINKATEN WALLISCHEN11 MELDE DICH WENN DU NICHT ANGST UM DEINE nISSLAN HABEN MUSST!!!

RE: Pisch du eppa do Peato Oschto(m)eio? eppa der mit di Fochzende und di long oarn?????!!! Ha?

spielst du etwa auf das heilige Osterfest an du jude du tamischer du verkehrsverpatzer du do

P O K!! heilige Berge T I R O L!!!

So. Wir haben uns jetzt genug beschumpfen gegenseitig. Unsere Truppe "die B E R G E von T I R O L" hat sich gestern nächtens getroffen und wir haben unsere Versammlung abgehalten. Wir haben uns gedacht weil ihr verkehrsbremser uns die wichtige ost-west Straße versauen wolt sollten wir einen Gegenvorschlag machen damit wir dann villeicht zusammenarbeiten könnten .Wir wollen eine nord-süd Trasse zum Vorteil für alle die die B E R G E von T I R O L lieben: Eine Ausfahrt vom Nordring gerade über den Sanpock hinaus. Dieser soll in 500 höhenmeter tiefer gerade durchnitten werder . Auf den gipfeln rechts und links soll je ein kleines Bergwirtshaus hinauf. Das sieht dann aus wie zwei Zitzen im norden. Von dem Südring aus das gleiche über den Kronplatz das sieht dann aus wie zwei Zitzen im Süden!Die neuen steilen Trassen (zwischen den Tzitzen sollen als Pisten verwebdet werden.) wir glauben daß dies sehr gail wäre für die Landschaft und auch für die Fremden und uns selber. Und über das Stättchen Bruneck sollte einfach eine Brücke die beide Strasentrassen verbindet gebaut werden das würde dann keinen stören! Wir als Truppe B E R G E von T I R O L  möchten dann mit Dir gegen die alemannia kämpfen weil wir dann nicht mehr brauchen.!!!!Der wallische Gast hinterlässt eh nicht soviel wie der nordische weil er nicht viel sauffen tut und nur wandern weil das nicht kostet! Wir hoffen auf eine schnelle Antwort weil wir uns dann auch einmal aug in aug Treffen sollten(geheim!)Um über die zukunft zu sprechen!!! unterschrieben: die B E R G E von T I R O L, 12 unterschriften (die ganze Truppe)

RE: Jowoll; auff geats! Hoppas olla eppas fiern vokehr aff di OLMEN, dass ett no mehra sella teppatta Pilottn wern!!?! Nebmbei: tutt enkra Truppe eppas zin Wohle fan Woldfriedhof unt fa do hintogosse? ha?

Unterscheibt hotts kompfteam puschtotol,

Jetzt hast du dich verraten!! Die Maske ist gefallen!! Sind wir nicht wirdig für eine schnelle Antwort??(obwohl wir diese wollten) Sind wir für dich nicht gut genug?? Sind wir für dich nur Tiere?? Unser angebot für die zzusammenarbeit war nur ein witz um dich zu testen!!!!! Du hast deine Gedanken verraten!! Du V E R R Ä T E R  unsrer heimischen Wirtschaft und du V O L K S F E I N D!!  Wir werden es jetzt mit dir abrechnen weil unsere gedult am E N D E!! Jeden Tag 10 Schmähschriften von dir an deine Gleichgesinten, Es ist genug!! Auf in den K A M P F. Für jede SCHrift werden wir dir einen Zahn reißen bis du ein Gebiss brauchst!! Mit solchen wie dir werden wir immer noch fertig. Ganz langsam. Z A H N um Z A H N!! für den Vortschritt in unserer H E I M A T den du auch nicht aufhalten kannst!!Vorwärts für den Fortschritt!! Vorwärts für unsere Freiheit!!Wir lassen unser B L U T für euch ihr heiligen B E R G E von T I R O L!! Osterfest, am 20.April 2003

RE: Zwoi marsch as enk en nimma? Zi faul? ha? Nicht ma freflhoftis innfoll?? Es Kraulquakkn, es schworza!!

(Annonieme Peter Maier-Gegner)

Du glaubst wir haben dich vergessen? Da tust du dich täuschen! Wir waren nur bei einen Kammeradschafttreffen in die B E R G E! Wir haben uns auch über dich unterhalten. Du kommst uns nicht aus weil du hast noch keinen Aufruf wie wir in wollen weggeschickt und das wirst du uns büßen. Du hast auch wieder Schmähschriften uns Pamflete verfasst und das reicht uns jetzt!!!!!! Überleg es dir gut du farisäeer!!! Es glühen Die heiligen B E R G E  in T I R O L!!!!!

Hast du n o c h nicht genug daß du uns nicht antwortest? Sollen wir uns bei dir melden  in der Nacht? Du hast noch eine kleine schance daß wir dir nicht für jedes Schmutzpamflet einen Beisser reissen bis zu ohne Gebiss. Dann wird dir dein Schpeichel herausrinnen und du kannst nicht mehr deine gemeine kampane führen gegen den gerechten Fortschrit im Lande unserer heiligen B E R G E  von T I R O L: mach einen Aufruf für einen gesunden Verkehr der uns die Wirtschaft belebt und somit unser Wohlsein und das unserer lieben Feriengäste aus den nördlichen Gauen!

Lange lassen wir dich nicht mehr walten wie du willst mit deinem grünen Schopf! Wir warten auf deine A K T I O N E N im Sinn der HEILIGEN BERGE von T I R O L. Meine ja nicht daß du einfach so herrauskommst wenn du uns keine acht mehr gibst wie seit den letzten Tagen.Überleg es dir gut!!!!! Du hast viel unheil gutzumachen!!

D I E  B E R G E  W E R D E N  G L Ü E N für unere Zukunft bis das Herzjesu geehrt so wie es sein soll!!

Es leben die B E R G E von T I R O L!!!!!!

Beschluß vom 30.April 2003: Da er noch immer nicht einen Aufruf gemacht hat hat unsere Gedult ein Ende. Wir werden ihm in der nächsten Woche die Zähne reissen bis er uns um

ein Gebiss anbettelt! Entwder er antworten noch heute mit einer Gegendarstellung über seine

Pamflete hier und auf seiner Ladentür oder es geht los!! Das hier ist die L E T Z T E Warnung!!!!! Die heiligen B E R G E  von T I R O L werden Glühen im B L U T vom Verräterschwein der die Wirtschaft kaputt macht weil er schon selber genug hat!!!!

RE: Es vohetzta Tottloffn, es! Gonz iebogschnoppt, ha? Wemmo enk dowischn, hau mo enk in fleischbolf, la dassassis wisst, ess frecha rottza! Wo ett ans Togisliocht gitraudn? Feiga Teiffl es, bennass enk la annonniem gitraut!

Nieder mitt Peato Meir und seinisgleichn!!!

Gelobt sei unser H E R R!!

Nach längerer Krankheit bin ich jetzt wider zurück von dort wo du hingehörst. Du hast geblaubt dass du eine Ruh hast von mir?? Die heilige Mutter Maria ist mir in den Stauden vor deiner Villa erschienen als ich sie mit Benzin zündeln wollte und hat mich gebremst. Das hat mir einen Schlag auf die Nerven gegeben und ich war dann in Erholung. Ich habe vernommen aus der Presse daß du ins Land hinein willst zu den wallischen und den Landesverrätern zu den du hingehörst denn die beschmutzen unsere HEILIGEN BERGE VON TIROL!!!! Kehre vor deiner Tür sagte Herr Jesus zu den Fariseeern wie du einer bist mit deinen Straßen die uns nur Fremme und damit auch Wohlstand bringen. Auch für den kleinen mann auf der Straße um den wir uns kümmern werden und wenn es auch nur mit schlege geht.!

Den wallischen LANDESVERÄTER GURGISER der in dein Horn bläst werden wir uns auch noch vornehmen diesen Hetzer gegen den Fortschrit. Ich habe nur noch nicht ganz die Kraft da ich noch krankgeschrieben bin zur Erholung aber dann Kommt der Tag deines Untergangs und die Auferstehung der HEILIGEN BERGE VON T I R O L!!!!!!!!!

Ja!! ich bin auferstanden aus dem Toten und kämpfe weiter da ich die BERGE VON TIROL schützen muss von dir und deinesgleichen Gesindel das uns den Fortschritt verbieten will!!!!!!

FREIHEIT FÜR DIE BERGE UND DEN FORTSCHRITT VON T I R O L!!!!!

P.M.

Mitt de annoniem feiglinge ischs also dechto no wi imma, la no schlimma!

Es miessa schreibalinge; ettamo gscheide deitsch kenn, obbo eng-gaschierte Leit pileidign schun!

Wortit la, wenn mo drau kemm, wer ess seit! Gartna Chrischtian oddo Gortna Lois eppa, ha? oddo do Pircha Pfranzl und seina Undenka, ha, oddo do Maula-Kaschiell Seppl? Pfiel mehra sella gikafta Hornoxn gibbs pa ins jo eh ett! Sogg la, wennas enk gitraut!

Oddo schponsorisiert enk frisch do "120 km/h durchs Puschtotol- Sottlschleppa- Schweinehälftn-Psenfta"

Dassas enk ett schamp!? Enk isch wo nicht zi pled, ha? Und nocha no als Freinde fa di Perge fa Tirol ausgebbm!!!

Selbo annonniem!

„Forum-chat"- Protestbrief vom 12.06.03, wegen neuer zu starker Stadt- Straßenbeleuchtung:....... Wie kann man ein architektonisch so ansprechendes Stadtbild mit grell-weissen 08/15 Strahlern mit beissend weissem Licht verderben ? ..... ah, bevor ichs vergesse ,Ich würde das Schlafzimmer unserer Wohnung in der Oberstadt für Filmaufnahmen jeder Art zur Verfügung stellen ;Beleuchtung brauchts keine mehr.......

Harald Unterlechner -

Prompte Reaktion von P.M. : Sollen wir uns jetzt auch noch unsere Kinder Kaput machen lassen von solchen lockenden Angeboten wie sie vom Herrn Unterlechner kommen der wahrscheinlich auch nur zu den Wirtschaftszerstörern gehört die gegen jede gescheite Strasse sind zum WOHLE UNSERER BERGE VON TIROL UND ALLER aufrechten TIROLER die nur eine Kleinigkeit mitverdienen wollen von dem was uns die Fremden bringen würden wenn sie nur nicht immer in dem Stau stehen müssten...

Aber mit S C H M U T Z verdient sich EIN ECHTER TIROLER nicht etwas dazu lieber verhungert er!!! S C H A N D E über einen der seine Schlafkammer zur Schau stellen will wo er wahrscheinlich unkeusche Sauereein macht!!!! ( Jeder ART!!!! )

Das VERDERBEN wird auch dich TReffen!!!!

Wir werden mit euch Nestbeschmutzer ohnen ehrlches Gewissen schon noch aufräumen.

P.M. IM NAMEN DER HEILIGEN GLÜHENDEN BERGE VON T I R o L !!!!!!!!!

Schau, schau, wos des Forum-Tschatt piwirkt!

Izz hott do M-Eio Peato glott ungfong, teitsch zu learn!

Gscheida war obbo schun, glei s'gonze Hiern auszitauschn, wenn di Meddizzin schun soffl war und wenn man pa ins ibbohaupp no an ett- Hiernamputtiertn Mentsch fennat, wos eppas doschreibat oddo suscht s'Maul auprengat!?

PS: irgndwonn kemmo schun drau, wer ess seit; donoch pleip enk lamma di ibbostirzte Flucht in di heilign Perge fa do Mongolei!! Wortit la!

Ein Peter M-Eier - Gegener

Heute in der Nacht ist mir unser heimisches Braunvieh erschienen und hat gesprochen: Ich soll dir auf deine Nuss hauen bis es dir vergeht unseren lieben Herrn den Herrn Pircher der für uns alle nur ein sauberes Straßennetz will und damit auch ORDNUNG und GERECHTIGKEIT zu beschmutzen!!!! Wer soll denn sonst unsere Milchwirtschaft ankurbeln damit wir entlich auch ausführen können in all die fremden Länder. Der Neger wartet ja nur darauf von unserem vieh zu trinken denn es gibt nur bei uns so gute und saubere milch!!! Wir können 1000 KAMION AM TAG! durch unser Tal fahren lassen wenn wir nicht immer einen Stau haben würden. Ich hoffe daß du das jetzt verstehst!!

Uns platzen unsere euter weil wir nicht genug verkehr haben dürfen. Warum versteht das unser herr Pircher und du nicht? Weil du lieber mit der Littorina verkehrst als mit einer eimischen!!

Wir Werden dir und deines gleichen die Hörner ausreißen bis Ihr genug Habt im Nahmen der HEILIGEN BERGE VON TIROL.

PIRCHER AN DIE FRONT! damit es endlich mit unserem Fortschritt weitergeht zu Ehren Der BERGE VON TIROL:

Wir erwischen dich noch Du Sauviehch du elendigliches !! Lass uns inRuhe!!

Ich suche hier Kammeraden! Wenn sie nicht alle mit irem gescheiten gerede aufhören ohne entlich in die Hände zu spucken und entlich etwas zu tun sehe ich sehr schwarz für unsere Zukunft und auch Der BERGE VON TIROL. Was kratzen uns die wallischen Bahnhöfe und die Lampen in der Nachtkammer vom Unterlechner in der Oberstadt mit seinen Sexangeboten? Wir brauchen entlich einen flüssigen Verkehr für die geschätzten Gäste die uns ja auch allen das Geld bringen. Nicht einmal zum HERZ JESU sind sie alle gekommem weil der Weg ohne gescheite Strasse durch unser Tal sehr umständlich ist!Wir können nicht einmal mehr gescheit unsere christlichen Feste feiern!! Ich suche hier Kammeraden die willens wären mit uns ECHTEn TIROLERN aufzuschreien gegen diese Weltverbesserer die die Presse unterwandern und jetzt auch das Internet und gegen die einzigen Gescheiten die wir im Land haben die die Wirtschaft und damit den Vorteil von uns allen Ankurbeln wollen zu verleumden und zu beschimpfen!Menschen wie den Harpf und den Gurgisier sollte mann das Maul stopfen weil sie auch unsere Jugend verführen!!Ich soll mich nicht aufregen aber es lässt mich nicht in Ruhe diese Ungerechtigkeit und ich hoffe jetzt auf Kammeraden. Wenn es keine mehr gibt muss ich es lassen aber vorher werde ich den Herren noch eines auswischen dass sie nicht mehr wiissen wie sie heisen die VERRÄTER am LAND TIROL und FARISEER und HOSENSCHEISSER die auch nur allen in den Oarsch kriechen!!!!

ES LEBEN DIE HEILIGEN BERGE VON TIROL!!!!

Ich hoffe auf die Antwort von schneidigen TIROLERN die mit diesem GESINDEL aufräumen und es aus unseren TIROL hinauspeitschen wie unser Herr JESU die Krämer aus dem heiligen Tempel!!!

Kammmeraden HIER!! Jowoll! Entlich tutt ammo oano di Gosche au!! Mir (i unt mei Pfrau) sein soffort doppei! Se isch wo fix! I schreip ioz la in Dellegrammstiel, weil iss eilig honn. Bwo treffatt mo ins enn ammol? Meld de, Peato, nocha mochmo aus!

Sischt kennatt a ess wo oanfoch ammo pa do Traudi (nebm in Tschick in Prunneggn) vopeischaugn. Semm sein olbm a poor fa ins. Wennass ett sicho seit, wer zi ins kheart, brauchtas la zi do Traudi mittn RECHTN!! Auge zwinkon, a winn nett lächln und „Pfranzl & Dloisl Birtschoft" flischton (obbo Obocht, di kellarin und do Puo wissen fa nicht!). Nocha wert si enk schun insriga zoagn.

Liobo Peato, izz musse obbo gion; i schreip do affnocht glei widdo, wenn mo ins heint no ett segn kenn: jeednfolls: ett augebbm; mit der paggasch werm o anno auraum! Piss polde! Honn enk fiel zi dozzehl! Ins olla reichts schun longe! Wo seimmo en ibbohaupp?

Peato Strubbel und Pfrau

An Peato Strubbel!!

Ich bin wie du mir es angesagt hast bei der Traudi in der Bar gewesen. Ich habe mir am Pudel eine Mischella bestellt und dann 15 mal mit dem rechten Augenlied gezwinkert. Da hat mich die Traudi gefragt ob ich es in den Nerven habe dann habe ich gesagt wie du mir es gesagt hast: Pfranlz und Dloisl Birtschoft!! 5 mal habe ich diesen Erkennungsatz geflüschtert. Dann hat sie mir die Mischella vom Pudel wekgenommen und mir gesagt du kriegst heute nichts mehr!! Ich habe dann noch einmal 15 mal gezwinkert und dann hat sie gesagt ich soll zum Nervendokta gehen und nicht in ihre bar mehr kommen.

Entweder bist du ein sauhund ein elendiger oder gar ein Spitzel von den Weltverbesserern??? Du hast dich in deinem Brief als KAMMERAD ausgegeben ! Pfui!Pfui!

Pfui!! Solchene Brauchen wir nicht wie dich. Ich suche weiter nach echten Kammeraden den sonst geht es Bergab mit den GLÜHENDEN BERGEN VON TIROL.

Obocht Peato!!!!!

Mei Kammeraad! izz seimo suscht la asso wioniga Aufrechta, nocha wermo ins ett no gegnseitig pflanzn, na gonz pischimmp ettt. hon do la vgessn zi sogn, beil iss semm asso eilig kopp onn, dasse praktisch mittn LINKN auge plinzl muisch, beil hinton Pudl isch a schpiogl und affn semm schaugg di Traudi olbm gonz unauffällig, a wi wenn si la a flaschl SChnopps suachat. mir kimmp wo a fier, dass de gor zi vorsichtig isch, obbo SSi sogg, heintzitoge konnsche frisch gor niamand ma votraudn. Si will ett, dass jemand segn kennatt, dass si afs Akennungszeichn schaugg!

Gilächlt, osche gsogg, hesche woll, oddo? Sischt konnsche no probiern zierscht Dloisl und nocha Pfranzl zi sogn; dess wexls se oft, pa di grodn und ungrodn toge, obbo i onn vgessn wende se wos sogn.

Mochte la affn weeg; hekschte zeit, dass mo ins kontaktiern! Du pisch wo a fa do prunegga gegnd, ett?

A pissl gidult und leebe, mei Kammeraad!Servus!

RE: pledo Hund! obocht!!!!!

mir terfn woll hoffentlich anonym bleibn wenn mir well!!! MIR SAN FREINDE FA DI PERGE IN TIROL!!!!! FIND LA AUSA WER MIR SEIN!!!!!

Annoniem

PÜresseaussendung von Peter M-Eier an ALLE zum Prennertundel: Ich glaube das es jetzt pald 13 geschlagen haben wirt. Sollen denn unsere Gäste aus dem uns allen heimischen norden im mischverekehr in einen tunell verfrachtet werden und erst bei den wallischen wieder herausgelassen werden? Unter den GLÜHENDEN UND HEILIGEN BERGEN VON T I R O L vorbei? Und unsere heimische wirtschaft? Soll sie aufgehen in luft? Das ist es was diese Weltverbesserer wie der Herr Harpf und der Herr Gurgisser der ihm sein Horn bläst nur wollen!!!!

Wir wollen eine saubere oberirdische Trasse die breit genug ist den Verkehr den wir brauchen in unsere heiligen Täler und Auen zu bringen ohne Stau!!

Und auch wir wollen unsere saubere Milch den Negerkindlein verkaufen können ohne das wir schon beim Kapuzinerwaschtel in den ersten Stau kommen.

Wir forden Vorfahrt für uns auf sauberen Strassentrassen die breit genug sind und allen den Blick uaf die HEILIGEN BERGE VON TIROL NICHT verstellen.

Das forden wir !!!! (21.07.03)

Schweinehunt?? Schreibt er an M I C H !!!! Dieser HARPF ist einer von den kriachern und oarschleckern die eh ja alle nur ein sehr niiederiges nivoo haben aber tun als wenn nur weil sie studiert haben anstatt unsere BERGWELT zu pflegen wie ich!!!!

Er schreibt es noch h e i m l i c h wie es zu den Verrätern gehört!!!!!!

Entweder die sehr geehrte Redaktion verbietet diesem Menschen ohne Nivoo das Maul auf ihrer sehr verehrten Chatseite oder ich muss mich anderweitig umsehen um die Meinung des V O L K E S UN T E R D E N B E R G E N VO N T I R OL unter die ehrlichen Leute zu bringen.
Entscheide dich verehrte R edaktion ob du diesen fariseer H A R P F ohne Nivoo willst oder mich!

Hochachtungsvoll

Peter Meier

Hallo Peato!

Z' ommo ins hott no nio pigeggnt; pische no ammo zi do Traudi hin? Sischt miss mo doweil la weitta asso mitanondo redn.

Hon inn Forum gsegn, dass do longsom di nerfn dsurchgion mit der Paggasch unt de primitiefn Tschreiptischtäta und Birtschoftssabbottiera.Obbo dassade Schweinehunt hoasat glab i wo dechto ett; asso isch der Harpf sischt wo ette, beil dess tatn polittisch schodn, wenn dess di leit dofrogattn. Do moane will di la suscht oano prowozziern!

Suscht osche natierlich wo follkommen Recht! in de missmo in Zuigong zi di MKedien irgndwio foschperrn. Dissemm omm se wo suscht schun gonz untowondoscht!Do gitraudn sich insriga jo schun foscht nimma eppas zi sogn.Ibbriggens redn se umma, MIR hettn la a niddriggs Schtommtischniwoo; grott MIR!!! de mir als oanzigo no fier insriga forninftiggn Mitbirga redn! obbo in folle muische do hott fa do Pfrau a winn pan Forrmulliern helfn loddn; schau, do Kammerad Gartna Franz fan ZTole dinne hott iozzammo a gonz an schion Lesabrieof schreibm dolott!

La no wegn dein geschtrign Priof an di Forum-Reddakktion: se konn i do glei sogn, wos se do ontwortn; de tion unto do Tarnung fa an freidn Medium sicho weitahin jeda Schweinarei inne! Loss de ett entmuitign, Peato! weita asso!

Birtschoft-Heil!

Peato Schtrubbl, mitt Zimmpattie unt Pfrau!!

An den sehr geehrten Herrn Peter Maier

Die chat- Beiträge sind unzensiert und werden es auch bleiben.

Die Ansichten und die Form mancher Forum- chat Teilnehmer lassen allerdings sehr zu wünschen übrig.

Andererseits wollen wir ja auch kein Akademiker-Forum sein.

Auch einfache, aber um die Wirtschaft und um unser aller Wohl besorgte Mitbürger sollen weiterhin so zur Sprache kommen wie sie ihre Beiträge absenden; da wollen und können wir nicht eingreifen auch wenn sich die Redaktion nicht immer damit oder mit den Reaktionen darauf identifizieren kann.

Prinzipiell sind wir aber für „Bewegung" auf unseren Chat–Seiten dankbar.

In diesem Sinne möchten wir Sie höflich bitten uns Ihre werten Ansichten auch weiterhin nicht vorzuenthalten.

Mit aufmunternden Grüßen:

Die Forum-chat – Redaktion

Danke liebe Redaktzion!!

Nur möchte ich noch dass Ihr diesen H A R P F und seinnnnesgleichen VerrÄtern an unserer HEIMAT und unserer WIRTSCHAFT das maul stopft!!! Hoch leben DIE HEILIGEN BERGE VON TI R O L!!

Hallo FORUM,

bin zwar ein lustiger Mensch, aber ich kann mit solchen Texten einfach nichts anfangen. Höchsten dass mir dieser Peter M-eier leid tut wie peinlich er sich präsentiert. Es wäre schön, wenn man uns zukünftig von solcher Literatur, die ein gewisses Niveau nicht erreicht, verschonen würde.

Ein Freund

hallo forum-leute,

ja, entweder verschont uns von derlei müll, oder schickt uns den ganzen text, auf dass sich jeder ein bild machen kann.

Ein Freund und Forum-Autor

Hallo Forum,

wenn dieser Peter M. dies in einer feucht- fröhlichen Runde zum Besten gibt, so kann dies sogar mit entsprechender Gestik lustig sein und man verzeiht entsprechende Ausdrücke. Als geschriebener Text macht dies das ganze Forum aber äußerst unseriös!

Ein Freund, der es mit Forum gut meint

als außenstehender, der gelegentlich forum chat besucht, finde ich es schade und auch sehr bedenklich dass man die beiträge des herrn peter meier, der sicherlich in ehrlicher absicht seine meinung zu den brisanten themen in unserem tale aüssert und sicherlich auch vielen mitbürgern aus dem herzen spricht, in einer angeblich freien und für alle offenen diskussionsplattform mit z.t. unerträglicher überheblichkeit entgegentritt. ich werte dies als ersten schritt hin in richtung eines tendenziösen, zensierten forum !!

die kritiker des herrn peter meier mögen sich ihr lehrmeisterhaftes und z.t. elitäres gehabe gut überlegen! es wäre schade wenn wir dieses „freie forum" in der derzeitigen form nicht mehr hätten!!

mit herzlichen grüssen!

n.n.

WICHTIG: Zu den Peter Meier-Beiträgen
Aufgrund der vielen Beiträge bitten wir die Forum- Chat Teilnehmer, ab jetzt nur mehr unter der Peter Maier-Antwort-Rubrik (beim letzten Beitrag)zum Thema und den Argumenten rund um Peter Maier Stellung zu nehmen!

Mit Dank für das große Interesse:

Forum-chat-Redaktion

Challo Peato!

Du pisch inzwischn wo schun ffoscht a Piriehmtheit giwordn, wenn mann asso leest!

Loss de la ett untokriogn unt fotret weita insre Birtschoft, beil semm kriog mo wo olla insrign Obulus fa ordntlicha Fokkehrsfobbindungen, wi e richtig schreippsch!

Inn sella Kruslpropaganda wi iozz pan Prennabasistuzndl und pa insro Puschtotolastrossse missmo dogegnholtn, sischt kenn zin Peischpiel insra Petonberke unt Paupfirmen glei zuoischperrn! sollatt sell eppa fir di Birtschoft guit sein!!!!????? Ha? semm kemmo glei olla innpokkn!!!!

Guot, dassiss di gipp, Peato!

Weita asso! I unt mei Pfrau schtion volle hinto Tir!

Gruoss:Peato Schrtrubbl mitt Pfrau unt klein Irmgard

Z’ follt mo no inn: woss de gegn de Allemagna hobm, muiss mo a erschtammo oano doklärn! De sein wo9 olla no nio aff Kwarto Dalttino unt Jesaolo ochn oddo aff Minchn zi a Beiissburscht!? In de wern de Schtrossnfohältnisse bi unto Kortina bo passn!? Ha? sischt warsche wo glei unte in Kwarto Dalttino mitta Autopohn!!!wi se zin Glikk olla foninftiggn Leitt well! Semm weert wo dechto gscheida sein, dass do Reichegga, di Unionpau, di Olmpau, di Rienzzppeton unt wi insra tichtign PauHerrn olla hoassn, zi di auftrege pa den Brojekkt kemm, schtott di Sizzilliana oddo di Nappollittana! OddO!?

Mier treffn ins heint forn Oltschtottfescht olla pa do Traudi! Kimm a!!

Piss schpeeta!

Gruoss: Peato Schtrubbl unt Pfrau

Je länger ich an gewisse Idioten denke, desto mehr fällt mir dazu ein!

Man möchte ja niemanden kränken, aber dieser Peter Meier ist unter jeder Kanone! schaut fast so aus, dass ihn die Grünen bezahlen, damit er unserer Wirtschaft blokiert und ruiniert und Sand ins Getriebe schmeisst und wenn er sie zum Gespött der Leute macht! Der Herr Peter Strubbel steht ihm wohl in nichts nach!

Wenn man berechtigte Anliegen solchen Sprechern oder Schreibern überlässt ist das ein schweres Armutszeugnis!

Forum sollte sich nicht als Sprachrohr für Volldeppen (die es vielleicht auch noch gut meinen!?) missbrauchen lassen!!! Bin nicht für Zensur, aber alles was recht ist! Schuster (oder Trottel), bleibt bei euren Leisten!

Empörte und enttäuschte Grüße:

Kreszenz Überbacher/Vahrn

ich habe ihren beitrag jetzt fünf mal gelesen, den inhalt aber immer noch nicht verstanden... könnten sie es bitte noch einmal versuchen?

danke!

n.n.

Wellinan? Sie Pegriffschtizziger!

Peter Strubbel

sehr geehrtet herr peter strubbel! obwohl ich mich für freie meinungsäusserung ausgesprochen habe finde ich ihre unqualifizierten, nichtssagenden und zudem fürchterlich schlecht formulierten beiträge nicht nur überflüssig und störend sondern in zunehmendem masse nicht mehr erträglich. sie lösen brechreiz aus, mit aller wahrscheinlichkeit nicht nur bei mir, sondern bei allen einigermassen gebildeten lesern des forum-chat. es stellt sich hier die frage wie weit tolleranz gehen kann oder soll. meine persönliche tolleranzgrenze wurde bei weitem überschritten. sie idiot!!

geben sie endlich ruhe! schon um des forums willen welches gefahr läuft durch beiträge ihren niveaus jegliche seriosität zu verlieren!! sie sind nicht ein peter meier der seine ehrliche überzeugung darlegt (wenn auch nicht in einer stilistischen art wie sie sich manche wohl wünschen)sondern wahrscheinlich ein intelektueller spinner der chaos stiften will!! Herr Peter Meier hatte sie ja auch schon entlarvt....

Ich bitte sie also: hören sie auf mit ihrem unwürdigen spiel!

n.n.

Sie n.n. -Ar... ( mei Pfrau lott miss ett ausschreibm)!!!!!

I wer mo iednpfolls fa sella neimmogscheida Schwezza wi fan Herrn n.n. ett pforschreibm loddn, woss i zi sogn onn!! Obbo wenn sich in den Forum mehra sella Bessara ummatreibm, wos di schproche fan Pvolkk nimma foschtion, konn i a ondoscht: Opp iozz weert mei Pfrau Klara, woss di Mittlschuile mitt Erpfolgg oggschlossn hott meina Gidonkkn zin Wohle fa do Birtschoft asso zzi Pappier preng, dass a giwissa Bessara pfoschtion missn, opp se well oddo ett!

Olls lodd i mo a ett gpfoll! Wer will sich en do wichtig mochn, wenna aff ondra Mittbirga ummatretitt?!! Wer schpielt enn do an Unwirdigs schpiel? Ha?

Wortn se la, ssie A...., ssie! Ssie weern ins ett aussannondo diffidiern; ssie ette!!!

Doweil gruoss an di Ondon Kammmeratn!

Peter Strubbel

sie wxbold!!

n.n.

Hallo Kammerad Peter!

Wie kommt es, dass man nichts mehr von dir hert?

Du hast doch sicher ein dickes tiroler fell und wirst dich von solchen SWchwezzern wohl hoffentlich nicht einschichtern lassen?!

bitte melde dich widder, oder bist du auf die Berge wegen der großen Hizze? odder wegen der ferstopften engen Strassen wo unsere Geschte Schlangestehen müssen statt den Urlaup bei uns zu geniesen?

Mit Respekt:

Klara und Peter Strubbel

Wo bleibt denn PM? (Verdacht)

Der Peter Meier wird schon auf seinen heiligen und glühenden (aber leider nur wegen der großen Hitze!!) Bergen von Tirol herumtachinieren, die ganze Zeit!? Oder frisch mit einer südlichen Schönheit (die mit dem "golfino sulle spalle, per la sera"!!!!) ein Techtelmechtel pflegen, dass man von dem Kerl nichts mehr hört!? Die holde Weiblichkeit und das Gefühl der großen weiten Welt lassen wahrscheinlich alle Prinzipien unseres Helden Schall und Rauch werden!? Sonst hat er den Mund auch immer voll genommen!

Hat er sich schon verausgabt? Ist ihm Forum jetzt zu schlecht? War sein Patriotismus nur ein Strohfeuer, das ihm zu heiß wurde!?!

Peter Meier, Du enttäuschst alle, die auf Dich gebaut haben! Fehlt noch, dass der Strubbel auch aus einem solchen Holz geschnitzt ist!

Gute Nacht dann mit solchen Maulhelden!

Karl Mairl, Antholz-Südtirol

Etwas zum nachdenken für die Forum Platform!

Sehr verehrte forum leser, ich bin mit etntzeztzen zurück in meiner HEILIGEN HEIMAT

nachdem ich bei meinen alten Kammeraden im Flachgau verweilt habe um mich nervlich zu erholen weil mir hier wegen dieser wärme das wasser in dem arsch zusammengelaufen ist.

Im Flachgau wo noch ein gesunder Hausverstand regiert haben wir uns auf unsere Räder gesetzt und sind hinaus aus den grauen mauern in die wiesen und die felder und die Auen wo es dann wegen dem Luftzug beim fahren uns alle gut abgekült hat. Wäre dies hier bei uns möglich? Wir haben uns auch an den Raststätten mit einem kühlen Radler gelabt und uns so richtig abgekühlt! Wäre dies hier bei uns möglich? Und in der nacht sind wir dann zurückgefahren und haben dabei schöne Waisen gesungen über den Flachgau. Wäre dies hier bei uns möglich? Nein!!! Weil wir hier bei uns nur im Strassenstau stecken geblieben wären weil es keine gescheiten Strassen gibt weil diese ewigen gesterigen mit ihren alten zusammen gegen jeden Fortschritt im Verkehr sind. Brauchen die alle keinen fortschrittlichen Verkehr mehr bei uns und mit unseren alten? Wo bleiben denn die echten tiroler mander?? Das möchte ich die forum-Platform nur fragen und warte sehr auf ihre Antwort!!!

Wir sollten uns bei den Flachgauern ein schönes Beispiel nehmen und uns dann zusammen tun und mit diesem Pak hier entlich aufräumen ZUM WOHLE DER GLÜHENDEN BERGE VON TIROL!!!

(Der Strubbel Peter und von mir aus auch seine Alte soll sich bei mir melden!! Aber geheim wegen den Spionen die es überall gibt !!)

Peter Meier

An den Karl Mairl!

Bist du ein Kammerad oder einer von denigen die mich nur kritisieren weil ich die warheit sage? Ich bin gar nicht im wallischen gewesen sondern wegen meinen Nerven bei den Kammeraden im Flachgau.Weil ich mich hier viel zu viel aufregen muss. Ich habe das auch extra im Chat kundgetan!

Du must dort nur Lesen. Wenn Du ein echter Kammerad bist und auch mit dem Pak hier aufräumen willst dan melde dich wie der Strubbel Peter. Aber auch geheim wegen den Spionen. Mit der Alten vom Strubbel Peter wären wir dan schon viere die DIE HEILIGEN BERGE VON TIROL GLÜHEN machen können!!! Wir Brauchen noch viel mehr Kammeraden!!

Im Namen von den Rettern von DEN GLÜHENDEN BERGEN VON TIROL und von den Freunden von mehr Verkehr für unsere Zukunft:

Hochachtungsvoll

Meier Peter

forum-chat noch seriös?

mit befremden stelle ich fest dass auf meinen beitrag „an alle forum freunde" vom 26.07.2003 hin, sich in der von mir eröffneten chat-seite zunehmend häufiger beiträge finden die ich – obwohl in jeder hinsicht äußerst tolerant und offen für die anliegen aller - so!! (a..wasser etc.) nicht mehr akzeptieren kann. ich hatte ursprünglich ja für toleranz geworben...aber auch diese hat ihre grenzen, insbesondere dann, wenn sich fäkalsprache als alltagssprache etabliert!

Ein mindestmass an form und stil muss einfach gefordert werden! vor allem aber möchte ich, auch nicht im entferntesten, in verbindung gebracht werden mit diesen (verzeihen sie den ausdruck) fortschrittsgläubigen, unsensiblen ewiggestrigen wie meier & co.

ich würde die forum-redaktion also bitten für diese oben genannten eine eigene seite, auf welcher sie sich auf dem ihnen eigenen niveau austoben können, einzurichten. sollte dies nicht erfolgen würde sich mir die frage „forum-chat noch seriös?" aufdrängen! mit herzlichen grüssen

n.n.

Die "eigene Seite" ist ja genau diese!

Wir sind und bleiben ein freies Forum, wie gesagt. Und für uns sind alle Mitmenschen gleichrangig! Sie müssen sich also schon die Frage gefallen lassen, warum dann gerade Sie, die Sie eine eigene Seite fordern, nicht auf derselben schreiben, sondern immer wieder neuen eigenen Chat- Platz besetzen!? Um sich dann zu wundern, dass der Eindruck entsteht, im Forum online stünde nur mehr der Herr Peter Meier und Konsorten!?

So gesehen sind auch Sie auf dieser Seite mitgefangen und eventuell mitgehangen; wie alle anderen auch!

Also bitten wir auch Sie, ihre zugegebenermaßen auf akademische Bildung schließen lassenden wertvollen Ansichten in Zukunft auf dieser Seite einzubringen, genauso wie alle Unterstützer von PM oder eben auch dessen Kritiker; ganz in Ihrem Sinne! Gerade Sie sollten mit gutem Beispiel vorangehen und bei: „an alle forum Freunde" ihre werten Sichtweisen kundtun!

Um die allgemeine Seriösität von Forum braucht man sich keine Sorgen machen; diese Bedenken hören wir von Ihnen zum ersten Mal!

Mit Hochachtung und Dank für die lebhafte Online -Beteiligung:

Das Forum-Team

Nur mal langsam, Herr n.n.! So nicht!

Ob die Anliegen der betreffenden Herren Meier oder Strubbel so abwegig sind wird demnächst der Ideenwettbewerb für die Pustertaler Straße zeigen. Der Zustand der Bahn gibt ihnen ja schon jetzt Recht! Es könnte auch sein, dass Meier und Strubbel u.a. nur Versuchsballone sind, um die Stimmung bei den einfacheren Kreisen unserer Bevölkerung endlich anzuheizen, da die Weltverbesserer auch dort offensichtlich schon ganze Arbeit geleistet haben und jedem vernünftigen Zeitgenossen, der nicht öffentlich verunglimpft werden möchte, Vorsicht anzuraten ist! Der überkultivierte Herr n.n soll besser dankbar sein dass jemand für ihn und alle tüchtigen Südtiroler, in welcher Form auch immer, überhaupt noch das Wort ergreift! Man braucht nur ins Forum-Online zu schauen um zu sehen, dass die Fortschrittsverhinderer ohnehin schon die Medienhoheit erobert haben!

Also Vorsicht mit Kritik an falscher Stelle!

Wer rastet rostet!!! Fortschritt heißt erhöhte Bautätigkeit; das sollte niemand

vergessen!!

Othwin Ausserhofer/Reichegger

Stand:12.08.03 - Fortsezzung folgg villeicht!


LITERATUR

Straßenkarten, oder „Mir san mir"– Realpolitik

Ioz aff deitsch:

Seppl und Tondl beim gewohnten Watten mit den Rusina- Karten, auf halber Strecke, im Gasthaus an der Kreuzung nach St. Sigmund, vulgo „Zimmat".

Bei diesem miserablen Straßenzustand traut sich nämlich keiner von beiden die ganze Strecke zwischen Bozen und Aufhofen/Dietenheim zu! Das macht die beiden wütend auf die Straße, die politischen Verhältnisse und die Niederungen der Demokratie.

Die beiden würden übrigens Wert auf die Feststellung legen, dass sie bei solchen Gelegenheiten nicht besoffen sind, sondern lediglich "a bissl lustig" und meistens nur scherzen und über Belanglosigkeiten reden!

Der Tondl wischt sich den Schweiß von der Stirne und seufzt:

„Prost, Seppl! Diese Straße ist ja schlimmer als ein Ackerweg; schlimmer als beim Hupfer in Stegen. Weißt du noch? Dort konnte man mit keinem Achtziger drüberfahren, ohne hinauskatapultiert zu werden! Den hab ich aber sofort schleifen lassen! Und nebenbei, wie viel Wattzeit bei solchen Straßen verloren geht, wie der Jaußahofa auch immer richtig bemerkt. Was meinst du, Seppl?! Höchste Zeit, dass wir uns da was einfallen lassen. Jawoll; wir machen’s wie bei den anderen guten Geschäften; lass nur mich machen, Seppl: „a Frau no jung, bring an oltn Monn no giwoltig in Schwung!" Wersch schun segn!"

Der Tondl haut den Pius Leitner Laub-Ober auf den Tisch; dieser knarrt verdächtig und hat jetzt einen Sprung mehr.

„Weißt du was, Seppl: Ihr redet mit dem Weschenhuoba und dem Kulifta, dann setzt ihr euch mit dem Jaichna und unserem Grolli bei der Traudi an einen Tisch und macht eine Studie. So groß und teuer als möglich. Wenn’s die Leute fressen, machen wir ein einträgliches Geschäft und beleben unsere (lacht) Wirtschaft. Wenn sie rebellieren, verkaufen wir ihnen eine Neutrassierung auf der alten Straße (lacht herzlich)! Weißt du, Seppl, wie der Kamarx schon gesagt hat: „Man muss die Leute so betrügen, dass sie dabei auch noch glücklich sind (haut sich auf die Schenkel und brüllt jetzt vor Lachen)!"

Der Seppl prostet dem Tondl zu, jauchzt vor Freude, knallt die Eva Klotz- Laub (Labl)- Dame auf den Tisch und verstaucht sich einen Finger. Dabei fällt ein Glasl Roter zu Boden. Die Wirtin lächelt und wischt auf. - „Auuaaa- Scheiße! Wie ich’s auch mach, ist’s falsch; zum Teufel! Das heißt, selbstverständlich, Tondl, recht hast du! So kann ich dann endlich in der Politik mitreden; wär’ ja zu lachen, wenn mir das nicht irgendwann gelänge! Ich weiß auch schon, wie wir’s anstellen: wir bauen die alte Straßen- Neutrassierung auf eine Kronenbreite von 10,5 Meter, die Straße selbst aber nur auf 7,5 Meter, dann können wir sagen, dass wir unseren Beschluss einhalten, die 11 Meter nicht zu überschreiten und eh nur eine kleine Straße bauen wollen. Von allen früheren 8 Meter Kronenbreite-Beschlüssen reden wir einfach nicht mehr. Braucht ja niemand zu wissen, was die Bürger und Bauern seit zwanzig Jahren überall fordern und mit „moderat" meinen! Wir tun einfach so, als ob immer von über elf Metern Kronenbreite die Rede gewesen wäre. Wir dürfen dabei aber immer nur abschnittsweise vorgehen. Immer wieder ein Stück, wie in Bruneck, Mühlbach, Welsberg und Niederdorf. Du siehst ja; dort hat es überall nicht gut ausgeschaut und schließlich ist es doch gegangen. Das beherrschen wir inzwischen perfekt! Schließlich bauen wir die Einzelabschnitte langsam zusammen und am Ende werden wir unsere „superstrada di montagna a scorrimento veloce" doch noch gemacht haben. Genau so, wie du sie in Brüssel und Rom versprochen hast! Wäre ja auch noch schöner! Wozu hast du die vielen Stimmen gekriegt, wenn wir dann die schönsten Geschäfte nicht so machen sollten, wie wir möchten!? Und übrigens sagt der Volksmund: „wer viel frogg, geat viel irr und di Obrigkeit und di Oltn sollsche in Ehrn holtn, weil wer gegn in Wind prunzt, mocht sich die Hosn noss!"

Tondl ist begeistert: „Jawoll, Prost! Hör zu, Seppl: Mit den grünen Raunzern werden wir mit dem kleinen Fingerle fertig. Etwas schwieriger wird es mit diesen Elementen in unseren eigenen Reihen; das nimmt in letzter Zeit unerträgliche Ausmaße an! Aber was soll man machen; als Sammelpartei muss man sie halt reden lassen. Vielleicht kriegt ja auch der Hias noch die Kurve? Sonst musst halt du wieder einmal auf den Tisch hauen, oder wir setzen den Jokassiel ein. Jedenfalls werden wir ihnen die Schneid abkaufen müssen. Alle diese Vereine wie der Familienverband, der KVW und der Bauernbund, und wie sie alle heißen, brauchen doch auch Beiträge, oder? Schließlich wird jetzt ja überall gespart! „Isch niomand in Lond, der mi schmeißt, der mi fongg, der mi schmeißt, der mi schwingg, der mo s’ Ledole onimmp!" Er jauchzt vor Stolz auf die eigene Hintertriebenheit und knallt die Müheike auf den knarrenden Tisch um dann noch kundzutun: „Porzellona; jeds Tröpfl a Fakl!" Die Wirtin und die anwesenden Gäste verstehen nicht, schauen entgeistert und besorgt, aber mit Zuneigung und Bewunderung. Die hübsche Kellnerin bringt mit gezielten Schritten und routiniert zwei neue Flaschln Rotwein.

Seppl fühlt sich bestätigt und mächtig schlau; er schmunzelt vielsagend: „Zum Wohle, Tondl; wart’s ab. Wir halten sie hin, dann machen wir eine Pressekonferenz in der Bezirksgemeinschaft. Dort haben maximal 5 Leute Platz. Und zwar im Juli oder im August, wenn so gut wie niemand da ist, und jene, die noch hier sind nur den Urlaub im Kopf haben. Dabei vermeiden wir natürlich jede klare Aussage! Ich garantiere dir, dass niemand etwas von den 11 Metern Breite mitkriegt. Wir müssen nur darauf achten, dass sich der Hias fernhält; sonst kriegt er mit den PPP- Schmeißfliegen noch Schwierigkeiten.

Nachher sagen wir eine Weile nichts mehr. Sollten sie uns dann doch noch belästigen, werfen wir ihnen vor, dass sie immer erst protestieren, wenn’s schon zu spät ist (lacht mitleidig)! Weißt du noch, wie sie damals in Welsberg geschimpft und gezetert haben; von wegen Rückstufung auf Straßenkategorie 5! Ein umgängliches Bürgermeisterle, das mit der Ausfahrt Mitte und dem Abriss des Gerichtsgebäudes zufrieden ist, und plötzlich geht alles , wie du siehst.

Was aber zur Zeit in Niederdorf abläuft, versteht kein Mensch. Ich frag mich, wozu man Verwandte in der Politik hat. Aber lassen wir sie ruhig machen. Wir warten ab und dann bauen wir dennoch. Den Leuten sagen wir, dass man mitten in einer zeitgemäßen Straße und nur weil’s den Niederdorfern passen würde, nicht auf die Landschaft, die Lärmbelästigung und auf unsere Bauern Rücksicht nehmen kann, heutzutage! Oder? Und dass die Proteste einfach zu spät kommen und dass sonst noch zehn Jahre lang nicht gebaut würde! Da gehört eine ordentliche Straße hin und aus, sagen wir; wie im Wipptal, oder beim Haida Jergile daheim, oder bei den Ungarn! Schließlich wollen wir doch Europapolitik machen, oder? Hast du gemerkt, als du mit dem Hjergile versprochen hast, dass die E-66 niemand will, war wieder für einige Wochen Ruhe. Wäre ja zu lachen, wenn gerade wir mit Rücksicht auf die Wähler anfangen würden, wo wir die Stimmen immer so gut wie automatisch kriegen!? Dem Vipeintna sagen wir, er soll sein Geschwätz von den Eisacktaler Verhältnissen für sich behalten. Er kann sich’s denken, aber sagen darf er’s nicht, wenn er Wert auf seine Position legt. Im Unterpustertal könnten wir aber noch Schwierigkeiten kriegen. Da braut sich was zusammen. Diese Brunecker Clique gefällt mir immer weniger!"

Tondl ist plötzlich wie verwandelt und nicht wiederzuerkennen, rutscht unruhig auf der Bank hin und her, redet sich aber sofort wieder Mut zu: „na, na Seppl; jetzt führen wir unseren Plan durch. Dann machen wir unseren Grolli zum Bürgermeister von Bruneck, bevor wir ihn ins Land wählen lassen; schließlich sind wir ja nicht undankbar! Dann lassen wir ihm viel Geld für viele schöne Projekte zukommen. Du wirst sehen, dann hört sich das mit dieser grünen und sozialen Bürgermeute schon auf. „Hennen, Kind und Weiboleit bring in olla Nochborn in Streit!"

Immer vorausgesetzt, dass ich dann noch das große Sagen habe!? Habe gehört, dass ich möglicherweise das nächste Mal im eigenen Tal nicht mehr mit der Unterstützung von allen rechnen kann! Da sollen einige herumreden, die Leute sollten sich bei den Straßen- und Bahngeschichten nicht ewig für dumm verkaufen lassen!" Eine Träne kullert über Tondls Wange.

Seppl versteht die Welt nicht mehr, fasst aber schließlich doch schnell wieder Mut: „Na, na, warte Tondl. „Wio’s Gscherr, so do Herr!" Ich würde sagen, wir sollten als Erstes die PPP eliminieren oder zumindest einschläfern; jetzt, wo wir fast am Ziel sind! Wenn die Leute bis jetzt nicht verstanden haben, was wir da bauen, werden wir uns doch nicht im letzten Moment noch Schwierigkeiten machen lassen!? Das wird unser „Hias vom Nikolaus" wohl noch schaffen (beide grinsen hämisch und missgünstig). Dem passt das alles sicher selbst nicht mehr, dass er diese „Büchse von Valdaora, oder Pamdorra", oder wie das heißt, aufgemacht hat; mit seinem „überparteilich" und seinen Spielzeugzügen. Schlimmer als die Vinschger! Das wäre aber noch kein großes Problem, wenn sie uns bloß mit der Straße freie Hand lassen; dann erübrigt sich das mit der Bahn von alleine! Nebenbei haben wir sie so wenigstens unter Kontrolle; da finden wir schon den einen und anderen, der uns informiert! Und wir erwecken den Anschein, demokratisch zu sein (lacht ausgiebig). Von dieser PPP- Bande, die sich da angesammelt hat, kann ich aber nur warnen. Da sollen einige von der Union und der Glang dabei sein und einige, die nicht einmal unsere Sprache sprechen, meint der Jokassiel! Die pochen jetzt auf unseren Beschlussantrag zur Straße und zur Bahn im Pustertal, vom November 2001; 12 von uns haben da mitgestimmt; wie das nur passieren konnte?! Braucht uns nicht zu wundern, wenn die Pusterer glauben, wir hätten das ernst gemeint! Die Grünen und der Pleitna bringen jetzt gar einen Beschlussantrag mit gleichem Inhalt ein! Wir sagen einfach, dass eine Zustimmung nicht in Frage komme, da jetzt Wahlzeiten sind. Ein gewisser Lutarini soll übrigens schon wieder die Rückstufung der Straße gefordert haben und angeblich wärst du eine Art von Diktator! Alles was recht ist. Entweder wir erledigen sie jetzt, oder nie mehr! Sonst können wir uns gleich alles gefallen lassen und ihnen das Feld überlassen. Schöne Figur wäre das! Wie die sich nur getrauen, sich „Pro Pustertal" zu nennen!? Das haben wir doch immer noch unter uns ausgemacht, diese „cosa nostra"! (lächelt machtbewusst) Aber warte; wie gesagt, da stellen wir den Hias an, auch wenn der möglicherweise selbst nicht ganz sauber ist? Der soll ja keine Faxn machen; sonst soll er selber den Landeshias machen, wenn er sich getraut!"

Tondl ist zufrieden: „Jawoll, Seppl, Prost, zum Wohle!- war jo zi lochn, porcellona, no a mol! Die „Dolo-Pravda" wird den Leuten wohl hoffentlich weiterhin nichts Wesentliches erzählen, obwohl man bei der neusten Mebna- Umwelt-Linie auf alles gefasst sein sollte! Und die „FF" und die „Tageszeitung" ließt zum Glück ohnehin niemand! Jedenfalls geht ihr weiterhin auf Werbetour und bearbeitet die Bürgermeisterlen jetzt schön einzeln und hinter verschlossenen Türen; so was wie in St. Lorenzen darf sich nie und nimmer wiederholen! Zum Glück haben die Leute das Gedächtnis von Eintagsfliegen! Dann macht ihr also demnächst wieder Presseaussendungen und Bezirksleitungssitzungen mit den Industriellen und mit dem Jokassiel; und das Chgartnale oder der H-Pfuchs oder gar der Vipeintna können ruhig auch wieder mal was sagen. Ihr solltet euch bei euren Forderungen, natürlich mit schönen Pressefotos untermauert, häufig abwechseln; dann schaut’s aus, als ob ihr für alle Pusterer und die „vereinte Wirtschaft" redet. Du wirst sehen, das kriegt ihr schon hin. Der Hias sollte halt immer gute Ausreden haben, wegzubleiben; er braucht ja nur zu sagen, dass er irgendwo eine Predigt zu halten hat..... oder dass der Zug Verspätung hatte (grinst bösartig). Jedenfalls wird das Projekt jetzt durchgezogen, und damit basta! Da ist nicht lang zu ploddern. Wär’ ja noch schöner; „wer sich selbo gutschlt, locht boll’ a will!"

Aber jetzt reicht’s! Wir wollen uns doch nicht die Laune und s’ Karterle verderben lassen! Prost, Prost! - Na, wie die „Speckiade" heuer wieder nett war, ha!? Der Ejergl ist einfach ein Viech, ha? Hat doch glatt schon wieder gewonnen und in der ZETT vom 29.09. sind wir alle recht gut getroffen.... Pros...tata, porzellona, zum Wohlele!"

Die Karten knallen wieder öfter; der Seppl schleudert sie jetzt mit der Linken. Minuten später, beim Kury und Kasslatter- Ass, kracht es gewaltig und der Tisch geht endgültig zu Bruch. Dem Seppl ist’s jetzt doch peinlich; er wimmert vor Schmerz und hält sich mit Mitleid erregendem Augenaufschlag den linken Arm. Die Wirtin ist’s gewohnt, lächelt verlegen, aber komplizenhaft und verständnisvoll von einem Ohr zum anderen und sulzt zur hübschen orientalischen Kellnerin: „Weisch, di bestn Gäschte homm obbo olbm no mir; fein, fein!" Das schneidige Madl versteht Bahnhof und bringt, bevor sich’s jemand versieht, zwei neue Flaschln Weisswein. ..... .

Die beiden Polizisten, die die leicht lustigen Karter in die jeweils richtige Richtung auf den Ackerweg einweißen sollen, warten brav und frieren schon seit drei Stunden.

Von Waharpf & Carsansone & Bricomploj; Aus Forum Nr. 7 – Oktober 2002

Aus aktuellem „Ideenwettbewerb- Unterpustertaler Straße"- Anlass wurde die bekannte Straßensatire für jene Leser, die unseres Dialektes nicht mächtig sind ins „Verständliche" übersetzt:

*Jede Ähnlichkeit mit real existierenden Personen ist selbstverständlich rein zufällig.


POLITIK

Bruneck, am 12.06.03

an die Medien

an den Bezirksobmann

an den Landesparteiobmann

Verzichtserklärung

Es liegt auf der Hand: Keine Kandidatinnen- und Kandidatenliste ist so attraktiv wie die der Südtiroler Volkspartei! Und wer etwas bewegen will, – und ich will das, so oder so – fühlt sich geehrt und herausgefordert, wenn er auf eine Kandidatur für die Landtagswahl angesprochen wird.

Mich hat vor allem der Leitsatz „Ökologie vor Ökonomie" im SVP-Programm ermutigt, die Probe aufs Exempel zu machen und für ein lebens- und liebenswertes Pustertal zu kämpfen, zunächst in den Brunecker und Pustertaler Bürgerinitiativen, im Gemeinderat, in der Plattform Pro Pustertal, mit der Transitinitiative Südtirol und dann – warum nicht? – mit der Pusterer SVP-Kandidaten-Gruppe auf Landesebene.

Von mehreren Seiten angesprochen, wagte ich die Kandidatur und landete im Parteiausschuss völlig unerwartet an 8. Stelle. Das freut mich und das empfinde ich als Anerkennung meines Einsatzes für eine nachhaltige natur- und menschenverbundene Politik auch innerhalb der SVP.

Das bestärkt mich aber auch, trotz heftigsten Widerstandes von Seiten bestimmter Kräfte innerhalb der Sammelpartei, wie bisher aktiv weiterzumachen und deswegen auf eine Landtags-Kandidatur zu verzichten.

Bürgerinitiativen sowie Vereine und Verbände im sogenannten vorpolitischen Raum nehmen sich zunehmend das Recht, sich politisch zu beteiligen, sich hörbar in Gestaltungsprozesse einzubringen. Sie sind im Grunde genommen urdemokratischer Ausdruck unseres Volkes.

Ich bleibe diesen Initiativen verpflichtet und nehme auch die Pusterer Kandidat/innengruppe in die Pflicht: Mein bewusster Verzicht stärkt die Chancen jener Kandidaten innerhalb der SVP, die die politische Beteiligung über engere Parteigrenzen hinaus fördern, sich für faire und offene Auseinandersetzungen im Sinne einer modernen Streitkultur einsetzen und letztendlich Verantwortung als Volksvertretung im wahrsten Sinne des Wortes übernehmen.

Ich musste auch zur Kenntnis nehmen, dass eine engagierte Wahlkampfarbeit parallel zu meinen gewohnten Aktivitäten und Verpflichtungen meine familiären und somit zeitlichen Möglichkeiten bei weitem übersteigt.

Zudem wurde in den letzten Wochen klar, dass die von bekannten Lobbys zur Verfügung gestellten enormen Geldmittel das Gewicht von besten Sachargumenten im Wahlkampf möglicherweise doch relativieren werden. An einer solcherart amerikanisierten Materialschlacht kann und will ich mich nicht beteiligen.

Was machbar ist, wenn diesen Kreisen etwas nicht ins Konzept passt, hat die anti- Transit Veranstaltung von Niederdorf allen gezeigt. Dem Risiko einer konzertierten Delegitimierung nach Niederdorfer Vorbild und über meine Person als Kandidat kann ich meine Unterstützer nicht aussetzen.

Ich bedaure diese Entwicklung zutiefst und meine gleichzeitig, dass dieser Wahlkampfmaschinerie ethische Grenzen zu setzen sind.

Mit freundlichen Grüßen

Walter Harpf


POLITIK

"Hier kotzt mich alles an"

In Erinnerung an Norbert C. Kaser

Was hat sich in Südtirol seit N. C. Kasers Tod am 21.08.1978 ( der nach 25 Jahren mit keiner einzigen Zeile in den "Dolomiten" in Erinnerung gerufen wurde!) verändert? Zivilcourage scheint aus dem Vokabular verschwunden zu sein. Feigheit und politische Hörigkeit haben beträchtlich zugenommen. Die Scheinheiligkeit feiert mehr denn je fröhliche Urstànd. Die Verschandelungen im urbanistischen Bereich in Stadt und Land nehmen wie ein Krebsgeschwür zu. Und im Blätterwald wird es (mit einzelnen Ausnahmen) stinkfad und kalt. "Zum glueckk bin ich koerperlich auf der zartgebauten seite so kommt es nie zu handgreiflichkeiten" zitiere ich in meiner Eigenschaft N.C. Kaser. Drum sag ich´s nocheinmal: Südtirol quo vadis?

Markus Vallazza
Bozen


POLITIK

Schamlose Gehälter im Regionalrat

Die Erhöhung der Gehälter der Regionalratsabgeordneten um satte 5 Prozent ist eine Ohrfeige für die Gerechtigkeit, den sozialen Frieden und ist einfach schamlos.

Als Lehrer muss ich mich oft fragen, wie man den Kindern begreiflich machen kann, dass man dies oder jenes nicht tut.

In diesem Fall würde ich zwei Dinge probieren.

1. Der Appell an die Einsicht, liebe Regionalratsabgeordnete!

Schaut mal, wenn ihr bei Vertragsverhandlungen vom Sparen redet, dann dürft ihr euch nicht davon ausnehmen, ansonsten werdet ihr unglaubwürdig. Das Motto "Sacken wir's ein, solange noch was zu holen ist" könnte die Volksseele ergreifen und großen Schaden für unsere Gesellschaft anrichten. Nehmt also eure Vorbildfunktion ernst.

2. Ich möchte euch eine konkrete Verhaltensübung (nach dem Motto "Selber spüren geht tiefer") vorschlagen.

Versucht doch, in einem Monat mit 1200,00 Euro (ein Durchschnittseinkommen eurer Wähler, die, und das könnt ihr mir glauben, auch fleißig arbeiten) auszukommen. Das wird sicher lustig, und vielleicht speckt ihr dabei sogar ab. Den Saurer und euren Körper würde es freuen, und möglicherweise entwickelt ihr dabei auch diesen "Hauch" von Sensibilität, der in Zukunft bestimmte Selbstbedienungszwänge unterbindet.

Darum, liebe "Volksvertreter", Fairplay bitte schön, das Spiel macht auf Dauer keinen Spaß, wenn sich nur die "Dummen" an die Spielregeln halten müssen.

Dr. Martin Volgger
Sterzing


POLITIK

Schotter- oder Bauernvertreter?"

Gerade diejenigen Politiker, die sich in Wahlzeiten mit Vorliebe als Bauernvertreter verkaufen, fallen allzu oft den eigenen Leuten in den Rücken!

So geschehen zum Beispiel bei der Gasleitung durchs Pustertal sowie bei bereits realisierten und vermutlich auch bei anstehenden Straßenbauprojekten.

Im „Schotterfall" Josef Mair/Prags ist es nicht anders!

Das Mindestmaß an Umgangsformen, nämlich den Betroffenen vorher um seine Meinung zu fragen, befand man auch in diesem Fall für nicht erforderlich.

Ebenso scheint es keinen der besagten Herren zu kümmern, dass sich der beglückte Untermarbach- Hof nachher ohne Zufahrt, bzw. als Insel inmitten einer riesigen Grube wiederfände!

Dass es neben der Gier nach Schotter und Geld auch noch andere Werte gibt, wie etwa die Verbundenheit mit der eigenen Scholle und mit dem was man als Heimat empfindet, interessiert unsere Macher offenbar nicht.

Den Bauern lässt man kurz vor vollendeten Tatsachen wissen: „Friss oder stirb!"

Laut Aussagen eines Fachmannes bedarf es im Bereich des oberen Pustertales an die 20.000 m3 Schotter pro Jahr.

Beim Projekt „Schottergrube Marbach" handelt es sich jedoch um 2 Millionen m3!

Das hieße, man baggert hier für den Bedarf von 100 Jahren! Braucht man den ganzen Schotter für Megaprojekte wie etwa die E66 oder die Alemagna?

Es drängt sich immer öfter die Frage auf, wessen Interessen unsere Landespolitiker eigentlich vertreten?

Walter Harpf
Bruneck, PPP;
Josef Mair
Außerprags


POLITIK

Solidarietät

Eigentlich müsste der Aufruf der Ärztekammer und der Eisack- und Pustertaler Ärzteschaft Alarmstufe 5 auslösen. Sind es doch die Ärzte, die mit den an den Folgen der Umweltverschmutzung Erkrankten in Berührung kommen.

Wir erklären uns somit solidarisch mit ihnen und versichern ihnen, unser Bestes zu tun, damit es in Sachen Verkehrsberuhigung eine Gesamttiroler Zusammenarbeit geben wird.

Leider scheinen Landschafts- und Umweltschutz für unsere gegenwärtigen Politiker der Herrschaftspartei kein Thema zu sein: Ahrauen, Skikarusselle da und dort, Brennerbasistunnel und andere wahnwitzige Projekte zeigen uns, in welch verkehrte Richtung der Politikhase läuft.

Sparen ist zwar angesagt, aber nur dort, wo es den einfachen Bürger, den Behinderten oder den Kranken betrifft. Es gibt aber auch für sie, den Mann und die Frau aus dem Volke, eine Möglichkeit, sich gegen solche Überheblichkeit und Diktatur zu wehren: mit einem einfachen Kreuzl in der Wahlkabine.

Christa Kerschbaumer-Senfter
Innichen
"Lebenswertes Pustertal
"


POLITIK

Stärke! Stärke?

Wir lesen es jetzt bald täglich: Südtirol ist ein starkes Land, mit starken Bezirken, starken Gemeinden, starken Fraktionen, starken Menschen, starken Kühen, starken Fußballern und Feuerwehrleuten, starken Müttern, starken Stark Delicious... - alles unter dem Zeichen des starken Edelweißes zusammengehalten und wunderbar gelenkt durch einen starken Landeshauptmann, der vor lauter Kraft fast nicht mehr gehen kann.

Vor lauter Stärke findet sich in all den werbepsychologisch durchgestylten Kraftsprüchen nicht der kleinste Hauch eines Wahlprogramms oder einer Vorstellung von der Zukunft dieses ach so starken Landes.

Und: Man liest kaum etwas davon, dass wir eine starke Verkehrsbelastung ertragen müssen, starke Gruppen unsere Umwelt zerstören, dass landwirtschaftliche Monokulturen und monopolistische Vermarktungsstrukturen unsere Bauern in eine starke Abhängigkeit treiben. Es wird auch nicht geschrieben, dass die Südtiroler im Durchschnitt stark verschuldet sind, stärker als andere durch Selbstmord gefährdet sind und dass 14 Prozent der Familien nicht stark genug sind und unter der Armutsgrenze leben müssen.

Angesichts dieser ganzen ostentativ zur Schau getragenen Stärke ist dies starker Tobak!

Markus Lobis
Brixen


PRESSESCHAU

1.120 Tiroler Ärzte warnen vor gesundheitlichen Folgen des Transits

Unterschriftenaktion "gegen die zunehmende gesundheitliche Belastung".

Innsbruck (APA) - Vor den gesundheitlichen Folgen des Transitverkehrs haben am Donnerstag insgesamt 1.120 Tiroler Ärzte gewarnt. Mit einer Unterschriftenaktion sprachen sich die Mediziner "gegen die zunehmende gesundheitliche Belastung der Bevölkerung an den Transitrouten Tirols" aus.

"Alle bisherigen Vorschläge der EU-Länder für eine zukünftige akzeptable Transitlösung in Tirol führen zu einer wesentlichen Verschlechterung der jetzt schon nicht mehr tragbaren Verkehrssituation", hieß es in der Resolution. Das Grundprinzip der WHO, wonach jedem Menschen das Recht auf körperliches und seelisches Wohlbefinden zustehe, werde damit "gröblichst verletzt". Es decke sich auch nicht mit den "Versprechungen", die vor dem EU-Beitritt hinsichtlich des Transits gemacht worden seien. Besonders die Ärzte Tirols, die für die Gesundheit und das Wohlergehen der Tiroler Bevölkerung eine "große Verantwortung" tragen würden, würden dieses Prinzip als gefährdet ansehen. "Das Grundrecht des Menschen auf Gesundheit und Lebensqualität soll dem Recht auf freien Warenverkehr rücksichtslos geopfert werden", hieß es weiter.

Die Betroffenen würden nicht im Flachland sondern in engen Gebirgstälern leben, wo sie durch die Schadstoffemissionen, den Lärm, die Staubentwicklung und den transitbedingten Stau infolge der besonderen geographischen Gegebenheiten einem "ständigen Stress und krankmachenden NOxen" (Stickoxide, Anm.) vermehrt ausgesetzt seien.

Wissenschaftliche Untersuchungen hätten ausreichend belegt, dass die Gesundheit der Bevölkerung Tirols stark gefährdet sei. Vergleiche mit Umweltbelastungen in anderen Ballungszentren Europas seien nach Angaben der Ärzte nicht stichhaltig. "Unser Gebirgsland lässt keine Ausweichmöglichkeiten zu. Damit würden der eigenen Bevölkerung und Menschen aus anderen Ländern der Erholungsraum genommen. "Für die hier lebenden Bewohner ist es auch unverständlich, dass sie die Lasten des europäischen Transits ohne wirtschaftlichen Nutzen für unser Land ertragen müssen".

Auf Grund dieser "Fakten" appellierten die Mediziner "mit allem Nachdruck" an die zuständigen Stellen in der EU, "jene Entscheidungen zu treffen, die geeignet sind, die Schädigungen der Bevölkerung entlang dieser Transitrouten und die Zerstörung unseres Landes abzuwenden".

Die Unterschriftenaktion wurde vom emeritierten Vorstand der Innsbrucker Klinik für plastische Chirurgie, Univ.-Prof. Hans Anderl, initiiert und zusammen mit der Ärztekammer für Tirol in die Wege geleitet.

Tiroler Tageszeitung
2003-07-03


PRESSESCHAU

Antworten an den Pustertaler Landtagskandidaten Manfred Jud

Zu "Meine Meinung" vom 11. September 2003: Sollte es dem SVP-Bezirksjugendreferenten des Pustertals und SVP-Ortsobmann von Innichen wirklich gelingen, bei den nächsten Landtagswahlen ins Landhaus einzuziehen und seine Ideen durchzusetzen, so hätten wir in Zukunft meiner Meinung nach folgende Zustände: Wir hätten ein Landschaftsbild wie in Las Vegas oder Tourismushochburgen, die es schon zu genüge gibt. Unser schönes grünes Tal würde von einer Schnellstraße oder sogar einer Autobahn durchquert. Die jungen Eltern würden ihre Kinder fast nicht mehr zu sehen bekommen, weil sie ja bei den Großeltern sind und sie würden die schönste Zeit in der Erziehung versäumen, Oma und Opa würden die Kinder so erziehen, dass sie mit den Erziehungsmethoden der jungen Eltern nicht mehr zusammen passen würden. Durch das Wohnen unter einem Dach würden sich viele jungen Frauen nicht wohl fühlen, weil sie wahrscheinlich dem Frieden zuliebe gegenüber der Schwiegermutter oder Eltern oft still sein müssten und das würde wahrscheinlich im jungen Eheleben Auswirkungen haben (schlechte Launen oder sogar Scheidungen). Es gibt genügend Beispiele, wo gerade beim Wohnen unter einem Dach die Großeltern schlecht behandelt werden. Ich hoffe, dass nicht alle von der jungen Generation so denken, auf einige Vergnügungen verzichten können und das Familienleben so viel wie möglich unter Mutter, Vater und Kinder genießen können.

Andreas Brugger
Innichen

Mit Staunen habe ich in der "Dolomiten"-Zeitung vom 11. September 2003 unter der Rubrik "meine Meinung" gelesen, wie der SVP-Landtagskandidat Manfred Jud allein durch die Erhöhung der Baudichte gleich sämtliche Probleme vom Tische fegt. Er hat aber nicht berücksichtigt, dass eine höhere Baudichte nicht nur der einheimischen Bevölkerung zugute käme, sondern auch den Immobilienspekulanten und letzte und letztere werden es ihm danken! Auf diese Weise könnten noch mehr Zweitwohnungen errichtet werden.

Weiters schreibt Herr Jud, dass ihm der rücksichtsvolle Umgang mit landwirtschaftlichem Kulturland ein großes Anliegen sei. Er muss wohl daran erinnert werden, dass es allen voran er selbst war, welcher im Innichner Gemeinderat durchgesetzt hat, den Grund, welcher eigentlich für den geförderten Wohnbau vorgesehen war, für eine eventuelle Erweiterung des gerade einmal drei Jahre alten Hallenbades zu reservieren. Es musste eine Alternative für die neue Wohnbauzone gesucht werden und man hat diese nun, durch ehrgeiziges Mitwirken des Herrn Jud, im Bereich Außer-Fraus gefunden. Auch wenn noch kein Druchführungsprojekt vorliegt, so zeichnet sich doch bereits im Vorfeld ab, dass aufgrund der Form des Grundstückes ca. 1300 m² landwirtschaftliches Grün verplempert werden müssen, nur um die Zufahrt zu gewährleisten. Es sei dahingestellt, inwieweit man hier von rücksichtsvollem Umgang mit Kulturgrund sprechen kann!

Margith Bachmann
Innichen

Zu LB, PZ, 31.07.03:Schnelle Straßen

Wenn ich die Äußerungen meines Gemeinderatskollegen Jud Manfred in den Medien verfolge, stehen mir die Haare zu Berge. In seinen Augen sind alle humanistisch gebildeten Menschen überflüssig, „die braucht’s nicht mehr". Vielleicht sollte auch das Denken abgeschafft werden. Die Ausbildung der jungen Leute soll ja in „Trendbüros" geplant werden. Und die Zukunft, so sein Credo, liege in der Wirtschaft. In treuer Ergebenheit seinem Bezirksparteivizevorsitzendem Franz Pircher gegenüber wiederholt Jud den nie bewiesenen Satz, die Wirtschaft brauche eine schnelle Straße im Pustertal. Die Ortsumfahrungen genügen plötzlich nicht mehr, es brauche Überholspuren, eine Stunde Fahrzeit bis Brixen sei untragbar. ...

Inzwischen sollte jedem Kind klar sein, dass „schnelle" Straßen mehr Verkehr bewirken mit allen negativen Auswirkungen auf die Gesundheit der Bürger und auf die Umwelt. Es genügt nicht, über die Bahn zu schimpfen, sie muss die Achse des öffentlichen Verkehrs und des überregionalen Güterverkehrs im Pustertal werden. Wären die Bemühungen unserer Politiker um das öffentliche Verkehrssystem und um die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene nur annähernd so intensiv wie die um das Straßennetz, wir wären ein Musterland im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs.

Dass sich Jud auch mit den anderen Problematiken, über die er spricht, kaum auseinandergesetzt haben kann, wird im TZ-Interview vom 11.7. augenscheinlich. Oder übersteigt die Komplexität der Themen seinen „gesunden Hausverstand"?

Dr. Gottfried Kühebacher
Innichen

„Zeitgemäße Straßen"

In Wahlzeiten bekommt man von bestimmten Kandidaten einiges zu lesen. Ich glaube, dass ein normaler Ausbau der Pustertaler Straße mit Umfahrungen der Dörfer und einigen Begradigungen genügt. Jud Manfred spricht folglich richtig vom „Grünen Tal".

Ich bin der Meinung, dass die Dorfumfahrungen und einige Begradigungen bei der Pustertaler Straße völlig ausreichen. Wir brauchen keine Schnellstraße oder sogar eine Autobahn. Ob man von Brixen bis Innichen 55 oder 70 Minuten braucht, wird wohl keine Rolle mehr spielen. Jung und dynamisch zu sein und zu versuchen, nach vorne zu schauen, ist schon richtig. Dadurch aber unserer schönen Landschaft irreparable Schäden zuzufügen, das wäre fehl am Platz. Es stimmt, dass die Autos immer besser und schneller werden. Aber was hilft das alles, wenn die Radarkontrollen immer schärfer werden? Es hat den Anschein, dass man sich in der SVP auch nicht ganz einig darüber ist, was die Pustertaler Straße betrifft. Vielleicht interessiert es den Herrn Jud auch nur deshalb, die Straße auszubauen, damit er bei einem eventuellen Einzug in den Landtag nach den nächsten Wahlen schneller in Bozen ist. Es gibt aber auch da eine gute Lösung. Mit dem ersten oder zweiten Zug in der Früh kommt Herr Jud auch pünktlich zu den Landtagssitzungen und kann sich nebenbei während der Fahrt noch ausruhen bzw. sich auf die Sitzungen vorbereiten. Es wäre jammerschade, wenn man das schöne grüne Tal nur aus (partei)politischen Interessen ruinieren würde. Wenn es einmal versaut worden ist, gibt es kein Zurück mehr. Es wäre gut, wenn wir unser schönes Land nicht zugunsten zweifelhafter Interessen, die nur einigen wenigen dienen, ruinieren würden. Das wäre wohl das Ende vom schönen grünen Tal.

Brugger Andreas
Gemeinderat der Freiheitlichen
Innichen

Unzeitgemäßes:Entgegnung auf M. Jud „Zeitgemäße Straßen"

Es ist beeindruckend, welch seltsame Blüten der Machbarkeitswahn in den Köpfen manch angehender Politiker treibt, die auch noch vorgeben, die Interessen der „Jungen Generation" zu vertreten. „Die Effizienz der Bahn lasse zu wünschen übrig, folglich gelte es Straßen zu bauen: bessere, breitere, schnellere", lautet das unumstößliche und fast schon zum Dogma erhobene Credo. Die negativen Aspekte einer derartigen Politik werden geflissentlich verschwiegen. Wäre es nicht höchst an der Zeit, statt ein resigniertes Lamento über die fehlende Funktionstüchtigkeit der öffentlichen Verkehrmittel anzustimmen, die Bahn in den Vordergrund der politischen Bemühungen zu stellen: Fahrpläne attraktiver gestalten, Tarifsysteme harmonisieren, Bahnhofsgebäude aufwerten etc. etc ... Es gäbe viel zu tun: Jungpolitiker, packs doch an!

Dr. W. Strobl
Toblach


PRESSESCHAU

Bausünden auch in Südtirol legalisiert

Rom beglückt uns scheinbar wieder mit Starfnachlässen für Steuer- und Bausünden. zu diesem Thema sind Südtirolweit viele Aussendungen erfolgt. Der allgemeine Tenor derselben wurde in den „Dolomiten" mit folgendem Satz wiedergegeben: „Gott sei dank gibt es das bei uns nicht!" Leider muss ich widersprechen.

1. Es stimmt, dass Südtirol in der Baugesetzgebung primäre Zuständigkeiten hat. Aber laut Autonomiestatut müssen grundlegende Reformen des Staates auch in Südtirol berücksichtigt werden. Das heißt, dass auch in Südtirol das Gesetz überprüft und angewandt werden muss. Die Haltung der zukünftigen Landesregierung kann ebenfalls nicht vorprogrammiert werden. Man kann also jetzt noch nicht sagen, dass der „condono2 bei uns nicht angewandt wird.

2. Die weitere Aussage, dass es in Südtirol in der Vergangenheit keinen „condono" gegeben hat, stimmt leider auch nicht. Wahrscheinlich war hier der Wunsch der Vater des Gedankens. Es hat nämlich 1987 und 1995 auch bei uns den Strafnachlass für Bausünden gegeben. Er wurde zwar strenger angewandt und beschränkt, aber Tausende von Bausünden wurden dadurch trotzdem saniert. Den Gemeindeverwaltungen sind dadurch viele Unannehmlichkeiten entstanden, und so mancher Bürgermeister ist in arge Erklärungsnot geraten. Ein Beispiel: In freier Landschaft, auf einem Aussichtspunkt, der mit Bauverbot belegt war, stand plötzlich ein Wohnwagen. Nach dem „condono" 1995 wurde über die Gemeinde hinweg eine Luxusvilla errichtet. Der Bauherr durfte seinen Wohnwagen auf 850 m3 erweitern!

Helga von Aufschnaiter
SVP-Landtagskandidatin
Meine Meinung / Dolomiten
071003


PRESSESCHAU

Brennerbasistunnel ausschließlich für Personentransport?

Josef Kusstatscher von der Transitinitiative Südtirol hat in jüngster Zeit mehrere Referate über den Brennerbasis-Tunnel gehalten. Seine Aussage, dass der BBT für den Personentransport geplant wird, hat die Bürger aufgeschreckt.

Tageszeitung: Herr Kusstatscher, einige Aussagen haben bei Ihren jüngsten Referaten über den Brennerbasistunnel bei den Bürgern für große Aufregung gesorgt. Sie haben darauf hingewiesen, dass der Brennerbasistunnel für den Personenverkehr gebaut wird.

Josef Kusstatscher: Die Techniker haben den Auftrag, die neue Eisenbahntransversale München-Verona mit dem Brenner-Basistunnel für den Personenverkehr zu planen. Natürlich könnten dort auch Güterzüge fahren. Jedoch, auf allen europäischen Hochleistungsstrecken, wo Personen-Schnellzüge fahren, darf aus Sicherheitsgründen kein Güterverkehr abgewickelt werden. Wenn jetzt diese teuere Lösung für Personenzüge gebaut wird, dann besteht die berechtigte Befürchtung, dass durch den Brenner-Basistunnel vorwiegend oder ausschließlich Personenzüge fahren werden. Und heroben werden dann all die alten und klapprigen Lastenzüge fahren.

Soll der Brenner-Basistunnel nicht für den Güterverkehr gebaut werden?

Das wäre, wenn schon, die Logik. Und das wird den Leuten auch immer vorgemacht. Dann müsste aber dringend die alte Bahnstrecke verbessert werden. Auf der derzeitigen Eisenbahnschiene läuft derzeit aber nichts, sondern sie verschlampt und verlottert immer mehr.

Inzwischen spricht man von Güter- und Personenverkehr, der durch den Brenner-Basistunnel führen soll.

Gestern (vorgestern Anm.d.Red.) war eine Versammlung in der Bezirksgemeinschaft Eisacktal. Dort hat Dr. Comin von der italienischen Eisenbahn gesagt, dass es ein Witz wäre, wenn man den Brenner-Basistunnel nur für den Güterverkehr planen würde. Wenn unten ein Lastenzug fährt, müsse sowieso ein Lockführer und eine Begleitperson mit dabei sein. Die großen Querschnitte würden sowieso aufgrund der Lastenzüge mit den hohen Aufbauten benötigt. Man würde sich nichts ersparen, wenn man nur für Güterverkehr planen würde.

Wieso befürchten Sie dann, dass der Brennerbasistunnel ausschließlich für Personenzüge gedacht ist?

Natürlich können dort, wo Personen fahren, auch Güter transportiert werden. Es ist aber, wie schon gesagt, eine Tatsache, dass auf den europäischen Hochleistungsstrecken kein Mischverkehr abgewickelt wird. Europaweit werden nirgends durch lange Tunnels langsame Güterzüge und Personen-Hochgeschwindigkeitszüge gleichzeitig durchgelassen. Die einzige Ausnahme ist der Eurotunnel am Ärmelkanal. Dort dürfen in wenigen extra gebauten Waggons nicht brennbare und nicht explosive Sondergüter wie beispielsweise Nahrungsmittel transportiert werden. Aber kein normaler Lastenzug darf durch den Eurotunnel durch. Daher ist diese Befürchtung gerechtfertigt.

Diese Aussage widerspricht sich aber vollkommen mit den Informationen der Landesregierung beziehungsweise mit der allgemeinen Meinung der Bevölkerung. Vermittelt die Landesregierung falsche Informationen?

Den Leuten wird vermittelt, dass der Brennerbasistunnel den Güterverkehr aufnehmen wird. Aber das Ausführungsprojekt für den Brenner-Basistunnel und für die Zulaufstrecken wird für den Personenverkehr geplant.

Wenn das zutrifft, wäre der Tunnel ja vollkommen sinnlos. Wieso treibt Landeshauptmann Luis Durnwalder dann ein derart teures Vorhaben voran?

Ich verstehe unseren Landeshauptmann in dieser Hinsicht überhaupt nicht. Ich habe vor kurzem mit einem hohen Funktionär der CSU gesprochen. Auch die Bayern verstehen nicht, wieso unser Landeshauptmann dafür ist. Wir können kein Interesse an diesem Bau haben.

Was könnte dann Ihres Erachtens die Lösung sein?

Bei einer Konferenz am vorigen Mittwoch mit dem Verkehrsminister Stolpe haben die Deutschen entschieden, die Strecke München-Memmingen-Mainau hin zum St. Gotthard auszubauen und zu potenzieren. Die Deutschen bauen zudem ohnehin die Strecke vom Ruhrgebiet bis herunter nach Basel in die Schweiz aus. Sie warten nicht auf den Brenner-Basistunnel und wollen an diesem auch nicht mitzahlen. In den letzten Tagen haben zudem die Handelskammern von Nordost-Italien eine kürzere Eisenbahn-Verbindung von Venedig nach München mit einem Durchstich durch die Zillertaler Alpen verlangt. Osttirol hat Interesse bekundet. Hier bei uns auf der Brenner-Achse gibt es bereits mehr Transitverkehr als irgendwo sonst. Wieso soll genau hier zusätzlich eine neue Verkehrsachse durchgezogen werden? Und übrigens: würde man mit einem Prozentsatz an Geldmitteln, die derzeit für die Planung des Brenner-Basistunnels hinausgeworfen werden, für Studien zur Verkehrsvermeidung und –reduzierung ausgeben, dann würde sich herausstellen, dass im stagnierenden Wirtschaftsraum Mitteleuropa ohnehin schon mehr Verkehr fließt als die Bevölkerung braucht.

Wenn den Bürgern reiner Wein eingeschenkt würde, würden diese sich gegen den Brenner-Basistunnel entscheiden?

Wir von der Transitinitiative Südtirol verlangen eine Volksabstimmung. Die Leute sollen vorher gründlich informiert werden. Wenn die Leute wissen, was auf sie zukommt, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie dafür sind.

Sepp Kusstatscher
Neue Südtiroler Tageszeitung
Interview: Erna Egger


PRESSESCHAU

Biotop Rienzau bekommt Weiher

Niederdorf (LPA) - Das Biotop Rienzau in Niederdorf ist um einen Teich reicher geworden. Das Landesamt für Landschaftsökologie hat vor kurzem die entsprechenden Arbeiten abgeschlossen.

"Zeitgemäße Naturschutzarbeit beschränkt sich nicht mehr nur darauf, Bestehendes zu schützen und zu erhalten, sondern schafft auch Neues von naturkundlichem Wert", sagt Maria Luise Kiem, Mitarbeiterin im Landesamt für Landschaftsökologie und Verantwortliche für den Biotopschutz in Südtirol.

Die für den Teich nötige Fläche gehört der Fraktion Niederdorf, die mit der geplanten Aufwertung des Biotops von Anfang an einverstanden war.

Wo vorher ein ökologisch wenig wertvoller Fichtenwald stand, befindet sich jetzt ein interessanter Teich mit geschwungenen Uferlinien und flachen Böschungen.

Um die Südtiroler Bürger, die Gäste und vor allem Schulklassen für die Erhaltung der Naturlandschaft zu sensibilisieren, wird die ebenfalls neu errichtete Beobachtungsplattform noch mit Informationstafeln zum Lebensraum Teich und Auwald ausgestattet werden. "Solche Plattformen sind sehr beliebt, und der Blick von oben hilft, unbedachtes Betreten von so sensiblen Lebensräumen, wie es Feuchtgebiete nun mal sind, zu vermeiden", sagt Maria Luise Kiem.

Die Kosten für dieses Naturschutzprojekt betragen rund 9000 Euro und wurden von der Landesabteilung Natur und Landschaft getragen.

Das fast 20 Hektar große Biotop Rienzau ist einer der wenigen noch erhaltenen Auwaldreste im Hochpustertal.

Dolomiten/LPA7
23.06.03


PRESSESCHAU

Blind durch den Tunnel?

Das Essay von Markus Lobis von der Transitinitiative Südtirol hat mir nicht nur zu denken gegeben, sondern mich in höchstem Maße betroffen gemacht. Wie ist es möglich, dass die Landesregierung das gravierende Transitproblem jahrelang de facto vor sich hergeschoben hat, ohne eine klare Entscheidung zu treffen? Der Brennerbasistunnel soll jetzt plötzlich als das Patentrezept oder die Zauberformel herhalten, um den WählerInnen eine Lösung vorzugaukeln. Die Transitinitiative Südtirol und andere Fachleute (siehe Fritz Gurgiser in seinem Leserbrief) haben aber nachgewiesen, dass das Riesenprojekt in dieser Form eine NICHTLÖSUNG ist, die bereits in der Planungsphase sehr viel Geld gekostet hat (man spricht von ca. 250 Mio Euro); weitere 200 Mio sollen folgen(!). Es braucht nicht sehr viel Phantasie, um sich auszurechnen, dass der Großteil dieser Summen letzten Endes von uns Steuerzahlern getragen wird. Sollte das Projekt in dieser Form verwirklicht werden, so würde der Bau dieser Nichtlösung Unsummen verschlingen und die betroffene Bevölkerung und die Umwelt 10-15 Jahre einer enormen Belastung aussetzen, mit dem Ergebnis, dass mehr oder weniger alles beim Alten bleibt...Die Landesregierung muss noch rechtzeitig vor den Landtagswahlen Farbe bekennen und den WählerInnen reinen Wein einschenken! Entweder sie zieht die Konsequenzen und stoppt das vorliegende Projekt oder sie übernimmt sonst die volle Verantwortung dafür, dass sie der Bevölkerung wissentlich die Folgen dieser ungeheuerlichen Fehlinvestition zumutet.

Roland Girardi
Vize-Sprecher DPS
aus ff 31/03
Gastkommentar von Markus Lobis zum Brennerbasistunnel


PRESSESCHAU

Die Ärzte in Südtirol schlagen Alarm

Ärztekammer: Mehr Augenmerk auf Gesundheit - Luft und Lärm: Belastung zu hoch

Bozen (hof) - Luft- und Lärmbelastung haben vor allem an den Transitstrecken in Südtirol ein bedenkliches Ausmaß erreicht: Auch die Ärzte- und Zahnärztekammer schlägt jetzt Alarm und fordert, dass bei der Verkehrsplanung ein besonderes Augenmerk auf die Gesundheit gelegt werden soll.

"Wir unterstützen die Forderungen unserer Ärzte aus dem Eisacktal und aus anderen Tälern nach vorrangiger Einbeziehung gesundheitlicher Aspekte bei der Verkehrsplanung", heißt es in einer Mitteilung von Ärztekammerpräsident Dr. Giulio Donazzan.

Die Ärztekammer vertritt landesweit 2200 Mitglieder.

Es ist laut dem Vizepräsidenten Dr. Klaus Widmann (im Bild) das erste Mal, dass die Kammer zum Thema Verkehr öffentlich Stellung nimmt. Jedoch mit gutem Grund: Immer mehr Studien belegen, dass zwischen vielen Krankheiten und der zunehmenden Luft- und Lärmbelastung statistische Zusammenhänge bestehen: Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Atemwegsinfekte, chronischer Husten und - Krebs. Auch wenn die Zusammenhänge nicht immer hundertprozentig erwiesen sind, so sieht es die Ärztekammer laut Widmann doch als ihre Aufgabe, frühzeitig zu warnen, und fordert - vor allem die Politik - zum Handeln auf. Allein die Wahrscheinlichkeit, dass bestimmte Krankheiten durch Abgase und Lärm häufiger auftreten, reiche aus, um eine Warnung zu rechtfertigen.

Anstoß zum Aufruf gaben nicht zuletzt auch die Diskussionen um den Bau des Brennerbasistunnels und der Zulaufstrecken sowie der mögliche Bau einer dritten Autobahnspur. Eisacktaler Ärzte forderten die Ärztekammer dazu auf, Stellung zum Thema Verkehr zu nehmen - so wie dies auch bereits die Vinschger Ärzte vor einiger Zeit gefordert hatten.

Gesundheit sollte bei der Verkehrsplanung eine zentrale Rolle spielen - deutlich mehr als bisher, meint Widmann. "Die Belastungen und Schäden werden immer größer. Auch wenn die gesundheitlichen Schäden nur langsam und spät sichtbar werden, so sind sie deshalb doch nicht weniger schlimm", erklärt der Vizepräsident der Ärztekammer.

Dolomiten


PRESSESCHAU

Die Warnung der Ärzte

Die Hochpustertaler Basis- und Krankenhausärzte schließen sich den Eisacktaler Kollegen an. Vor allem Krankheiten der Atemwege nehmen zu, bedingt durch das steigende Verkehrsauskommen. Die Gesundheit der Bevölkerung müsse Vorrang haben vor den Strategien der internationalen Wirtschaftslobbys.

17 Ärzte des Hochpustertales schlagen Alarm. "Die derzeitige Verkehrsentwicklung fördert Krankheit", befinden sie. Zunehmende Ozonbelastung im Sommer und zunehmende Feinstaubbelastung im Winter würden maßgeblich dazu beitragen, dass immer mehr Menschen an Asthma, chronischer Bronchitis und Lungenkrebs erkranken. Herz-Kreislauferkrankungen und Todesfälle steigen. Die Krankenhaus- und Basisärzte müssen es wissen, schließlich kämpfen sie tagtäglich gegen die Krankheiten an, "und die statistischen Daten sprechen eine eindeutige Sprache", so der Innichner Arzt Gottfried Kühebacher. Das Land Südtirol ist auf Grund seiner geografischen Verhältnisse mit engen Tälern, hoher Verkehrsdichte und Inversionswetterlagen von den gesundheitsrelevanten Verkehrsbelastungen besonders betroffen. "Im Gebiet der Alpen sind die Belastungen viel höher als etwa in der Ebene", erklärt Kühebacher, "unseres ist ein hoch sensibles Gebiet". Vergangene Woche hatten sich die Hochpustertaler Ärzte zu einer Versammlung getroffen, dabei beschlossen sie sich dem Protest und den Warnungen der Eisacktaler Basisärzte anzuschließen. Diese hatten darauf aufmerksam gemacht, dass Lärm und Luftverschmutzung unaufhaltsam steigen würden, unter anderem durch den Bau des Brennerbasistunnels. Vor allem die Basisärzte des Hochpustertales taten bei der Sitzung der vergangenen Woche ihr Interesse für die Problematik kund. Die Aussagen der Ärzte sollen nicht als Panikmache zu verstehen sein, sie beruhen auf Studien, unter anderem auf jenen, die das Land Südtirol selbst in Auftrag gegeben hat. "Um so unverständlicher", so die Pustertaler Ärzte, "dass die Ergebnisse von mehreren Landespolitikern verharmlost, wenn nicht totgeschwiegen werden". Das Recht der Bevölkerung auf ein gesundheitsverträgliches Umfeld müsse den größeren Stellenwert haben als das Recht der internationalen Wirtschaftslobbys, Waren kreuz und quer durch das Land zu kutschieren. "Wir brauchen dringend wirksame Strategien, die Luft- und Umweltbelastung durch den Straßenverkehr reduzieren", fordern die Ärzte, "einige zaghafte politische Schritte in die richtige Richtung sind in den letzten Wochen gesetzt worden. Es ist aber noch ein weiter Weg zu gehen, bis wir aufatmen können". Gottfried Kühebacher: "Es ist aber noch ein weiter Weg zu gehen, bis wir aufatmen können.Politiker schweigen eigene Studien tot".

Die warnenden Ärzte:

Christof Abram, Hartmann Aichner, Marzia Angelo, Jakob Engl, German Gasser, Gottfried Kühebacher, Wolfgang Lunz, Annemarie Matzohl, Karl Mayr, Cristiano Mazzi, Dagmar Meraner, Gregor Moroder, Barbara Oberhammer, Peter Paal, Walter Pörnbacher, Ingeborg Sapelza und Hansjörg Zwick

Neue Südtiroler Tageszeitung
230903
Von Silke Hinterwaldner


PRESSESCHAU

Globalisierung: Ausverkauf

Dein Land ist mein Privateigentum, könnte das Großkapital bald sagen, wenn wir weiter abverkaufen ohne triftigen Grund und nur um dem verheerenden Globalisierungstrend zu folgen. Michael Moore hat diesen Vorgang im Buch "Stupid white man" dargestellt. Dumm deshalb, weil er nicht merkt, dass all das, was die Dritte Welt bereits überrollt hat, jetzt auf ihn/uns zukommt. Im Sinne des Neoliberalismus will man auf der gesamten Erde einen gemeinsamen, natürlich USA-gesteuerten, freien Markt einrichten. Auf diesem Wege soll alles überall frei verkäuflich und verhandelbar werden. Dadurch sollen nicht nur öffentliche Einrichtungen wie Wasser- und Stromversorgung, sondern auch Dienstleistungen wie Bildung, Gesundheit, Sozialdienste in die Hände des Großkapitals kommen und von diesem zeitweilig zurückgeleast werden können.

Der "New International"- Journalist Wayne Ellwod hat dies "Diebstahl im großen Stil" genannt.

Der Standardweg soll über die Privatisierung zur Globalisierung gehen. Dadurch soll zuerst für den Verbraucher alles teurer werden, was man auch in Südtirol schon zu spüren bekommt, und dann soll der eigenen öffentlichen Hand nichts mehr gehören. Diese ideologisierte, gerne unausweichlich hingestellte Dummheit sollten und könnten wir vermeiden. Deshalb muss eine weitsichtige Politik ihren Vorrang vor der globalisierenden Wirtschaft behalten und allenfalls zurückgewinnen. Cave, Ausverkauf der Heimat, nicht nur im kulturellen Bereich.

Dr. Bruno Frick
Bozen
Leserbrief
Dolomiten


PRESSESCHAU

Fernwärme: Im Brunecker Werk soll 45 Mal mehr Gas als Biomasse verfeuert werden

Der Streit um die Gasleitung durch die Ahrauen bei Bruneck (ff35/2003) brachte die Diskussion erst in Gang: Braucht das Pustertal wirklich soviel Gas? Würde statt einer Mitteldruckleitung nicht auch eine Niederdruckleitung genügen? Als die kritischen Stimmen immer lauter wurden, sahen sich Bürgermeister Christian Tschurtschenthaler und die Bosse der Stadtwerke am Donnerstag vergangener Woche genötigt, eine Pressekonferenz einzuberufen. „Alles in bester Ordnung", lautete die frohe Botschaft, die sie verkündeten. „wir brauchen die volle Leistung vor allem für die Abdeckung der Spitzenzeiten und damit Bruneck bei Ausfall der Biomassekessel nicht ohne Strom bleibt", rechtfertigte Präsident Hermann Lehmann die Gasleitung in dieser Größe.

Die Zahlen sind beängstigend: während das Heizwerk in seiner Endausbauphase im Jahr 2005 mit jährlich 130.000 Kubikmetern Biomasse befeuert wird, sollen es 6.000.000 Kubikmeter Gas sein- das 45-fache! Damit werden insgesamt 136 Millionen Kilowattstunden Wärme erzeugt, 70 Prozent mit Biomasse, 30 Prozent mit Gas. Norbert Lantschner, Direktor im Amt für Luft und Lärm, schüttelt ungläubig den Kopf: „Normalerweise braucht man für die Abdeckung der Spitzenverbrauchszeiten weniger als zehn Prozent Gas." Zumindest dann, wenn es sich um ein umweltfreundliches Hackschnitzelwerk handeln soll.

ff 36, 2003


PRESSESCHAU

Kandidaturverzicht Walter Harpf SJ

-Christian Bersani: Herr Harpf, Sie haben jetzt etwas überraschend entschieden, dass Sie sich von Ihrer Kandidatur auf der SVP- Landtagsliste zurückziehen werden. Was sind die Gründe dafür?-

-Walter Harpf: Die Gründe sind hauptsächlich persönlicher, beruflicher und familiärer Natur. Es ist aber politisch nicht so, dass ich außer für den Landtag zu kandidieren nichts mache; ich bin Fraktionsvorsteher, aktives Mitglied der PPP und der TIS und nicht zuletzt Gemeinderat; ich möchte nicht alle diese Aktivitäten zurückstellen für einen Wahlkampf mit einem aus unterschiedlichen Gründen ungewissen Ausgang. Das ist es mir nicht wert.-

-CB: Nun fragen sich viele, warum Sie sich das nicht vorher überlegt haben; sie mussten doch wissen, was auf Sie zukommt!-

-WH: Ja gut. Man ist ja nachher immer schlauer als vorher. Ich habe jedenfalls in der Zwischenzeit viel dazugelernt. Eine wichtige Erkenntnis, die ich leider haben musste, betrifft den finanziellen Aspekt dieses Wahlkampfes: wenn da einzelne Kandidaten mit 500, oder 200, oder, wie man hört mit 150 Millionen Lit. als Minimum, unterstützt werden, möchte ich das, ohne polemisch werden zu wollen, was sich aber wohl doch nicht ganz vermeiden lässt, als „Prostitution", unter Anführungszeichen, bezeichnen: Das heißt nichts anderes als dass die Leute gekauft werden und dafür nach der Wahl eine bestimmte Leistung zu bringen haben.

Lassen wir Südtirol vorerst beiseite und nehmen ein großes Land, die USA. Präsident Bush wurde durch den gleichen Mechanismus und enorme Geldmittel der großen Konzerne, der Erdöl- Autoindustrie- und Waffenlobbys an die Macht gekauft. Dafür hat die Welt mit den Gats- Verhandlungen zu bezahlen, die de facto jeden Erdenbürger zur „Melkkuh" degradieren; das Kyoto-Abkommen ist so gut wie paralisiert; wir mussten den Irak-Krieg miterleben, usw. Dies alles geschah, weil Herr Bush die Rechnung mit denjenigen begleichen musste, die ihm die Wahl ermöglicht haben.

Im Kleinen scheint sich so was auch bei uns abzuspielen, wobei die Realisierung der E66 durchs Pustertal beispielsweise ein Teil des Preises sein könnte, den gewisse Kandidaten für ihre Wahlunterstützung zu zahlen haben werden! Diese Machenschaften geschehen im Interesse der internationalen Transitlobby, der Beton- und Erdöllobby, die überall Verbündete zu finden und zu erkaufen wissen, wobei es offensichtlich keine Rolle spielt, wenn alles auf Kosten der betroffenen Bevölkerung geht! Oder will man behaupten, die gesamte Pustertaler Bevölkerung sei dumm genug, sich die Eisack- und Wipptaler Verhältnisse durch die Fertigstellung der E66- Ost/West Transitachse zwischen der Ukraine und Süd/Westeuropa herbeizuwünschen!?-

-CB: Das heißt mit anderen Worten, wenn ich das jetzt kurz zusammenfasse, der Umweltschutz im Pustertal im engeren Sinn hat keine Lobby bei der SVP?-

-WH: So ist es leider; im Gegenteil! Ich geh auch noch weiter indem ich auch den Landeshauptmann oder dessen Freunde anspreche: Wir haben es gerade gestern wieder gesehen bei der Pressekonferenz der so genannten SVP-„Verkehrskommission"- die wirklich keine Legitimierung hat, außer der eines Wirtschaftsclans, der seine Interessen durchzuboxen versucht: Aber vom Verkehrsthema her ist diese Kommission durch die Rücktritte der in dieser Sache wesentlichen Leute eindeutig delegitimiert. Und trotzdem steigt der Vorsitzende dieser Rumpf/Kommission, Herr Pircher zum wiederholten Male aufs hohe Ross und redet, im Gleichklang mit meinem Ex- Mitkandidaten aus Innichen, als ob es die Verkehrs- Versammlungen in St. Lorenzen, Brixen, Bruneck (+ Niederdorf!), die Aufklärungsarbeit der PPP und die eindeutigen Stellungnahmen aus allen Teilen der Bevölkerung nie gegeben hätte, weiterhin von einer notwendigen Neutrassierung und davon, dass man moderate Ortsumfahrungen „vergessen" muss: Er redet weiterhin davon, dass andere immer nur kritisieren und nichts tun, wobei „etwas tun" die sehnlichst erwünschte Betonierung des Pustertales wäre, usw.

Wer gestern (12.06.03) die Fernsehbilder dieses „Verkehrskommission" Auftrittes gesehen hat, fand alle Beton-Lobbyisten des Tales vereinigt vor! Wir sahen den ausführenden Planer, Vertreter der Baulobbys, Tourismusvertreter aus dem Pusterer Haupttal (sic!!!), die ärgsten Bekämpfer der PPP, usw. einträchtig an einem Tisch vereinigt. Alle erfreuen sich übrigens bester und freundschaftlicher Bande zu unserem Landeshauptmann, was ihnen per se allerdings niemand zum Vorwurf machen kann! Jedenfalls hätte ein Einzelkämpfer wie ich gegen eine solche Konstellation wenig Chancen gehabt, vor allem weil mir immer wieder das Beispiel Niederdorf einfällt, wo man sieht, was einflussreiche Teile der Partei machen können, wenn eine Bewegung, ein Kandidat oder sonst ein Bürger missliebig ist, und das würde auf mich ja trotz der Nominierung als Kandidat weiterhin zutreffen: Ich hätte also einen sehr schweren Stand. Meine Erfahrungen als Bürgermeisterkandidat in Bruneck, wo ich besonders von den Parteifreunden nicht nur im Regen stehen gelassen, sondern massiv bekämpft wurde, geben mir in diesen Tagen ebenfalls zu denken. Eine derartige konzertierte Kampagne gegen mich wäre auch im Landtagswahlkampf nicht auszuschließen gewesen, ohne jemanden etwas unterstellen zu wollen. Die dadurch drohende Delegitimierung der gesamten Umweltbewegung im Pustertal kann nicht riskiert werden!-

-CB: Nun ist es ja so, dass nach Ihrem Rücktritt, bzw. Ihrem Rückzug der Kandidatur Annelise Breitenberger als erste Nichtnominierte vermutlich Ihren Platz einnehmen dürfte: das entscheidet dann wahrscheinlich am Montag der Parteiausschuss. Nun ist das ja keine Umweltschützerin. Sind Sie nun trotzdem zufrieden oder sagen sie: ich habe mich zurückgezogen; das sind jetzt nicht mehr meine Angelegenheiten.-

-WH: Eindeutig Antwort zwei: Aber was ich vorher zu erwähnen vergaß: Es gibt in der SVP sehr wohl auch ehrliche Leute, die sich auch für den Umweltschutz stark machen. Dafür haben wir im Pustertal gute Beispiele! Ich hoffe jedenfalls, dass diese Wahl nicht zum Putsch einer so genannten Wirtschaft verkommt, die nichts als Privatinteressen vertritt, auf Kosten der Lebensqualität, der Gesundheit und der Umwelt.-

-CB: Abschließende Frage, Herr Harpf: Sie sind ja auch im Gemeinderat von Bruneck etwas umstritten, weil sie ja eigentlich als Oppositioneller kurz vor den letzten Gemeinderatswahlen noch schnell Seite gewechselt haben und für die SVP kandidiert haben und dadurch dann auch den Sprung in den Gemeinderat geschafft haben. Jetzt passierte etwas ähnliches: Sie haben sich etwas überraschend für eine Kandidatur auf der SVP- Landtagsliste entschlossen, dann wieder ein Rückzug. Bleiben Sie noch im Gemeinderat, oder überlegen Sie sich doch eine andere Tätigkeit, vielleicht auch innerhalb der SVP anzunehmen?-

-WH: Möglicherweise. Ich kann mich nur noch auf nichts festlegen. Ich bin aber in den letzten Jahren zur Erkenntnis gekommen, dass es in der SVP sehr wohl auch so genannte, und das ist jetzt mein Ausdruck, „vernünftige Leute" gibt, die das Allgemeininteresse im Blick haben, mit denen ich gerne auch weiterhin zusammenarbeiten möchte. Aber wie das aussieht, kann ich ihnen jetzt noch nicht sagen. Auf jeden Fall werde ich aber die Aktivitäten außerhalb verstärken, denn dort sind mir nämlich die Verbündeten sicher: in der Transitinitiative Südtirol, dem Transitforum Austria, der Plattform Pro Pustertal und in den Bürgerinitiativen Bruneck/Pustertal, sowie in großen Teilen der schweigenden, aber leider bisher nicht ausreichend aktiven und konsequenten Mehrheit. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden!

Es gibt jedenfalls für alle Bürger durch offene Meinungsäußerung ausreichend Möglichkeiten, den Wahlkampf und dessen Ausgang aktiv zu beeinflussen; dazu muss man nicht unbedingt selber kandidieren!-

-CB: Vielen Dank, Herr Harpf.-

-WH: Ich bedanke mich ebenfalls.-

Südtirol Journal
Radio-Interview 13.06.03


PRESSESCHAU

Kandidaturverzicht RAI

-Peter Malferteiner: Herr Harpf, Sie haben sich entschlossen, nicht zu den Landtagswahlen anzutreten. Warum?-

-Walter Harpf: In erster Linie sind es berufliche, familiäre, also persönliche Gründe und im Übrigen bin ich ja auch sonst nicht ohne politische Beschäftigung: Z.B. bin ich auch Fraktionsvorsteher, aktives Mitglied der PPP, der Transitinitiative Südtirol und nicht zuletzt auch Gemeinderat sowie in verschiedenen Kommissionen. Ich bekam das beklemmende Gefühl, mir mit der Kandidatur angesichts widriger Umstände doch zu viel aufgeladen zu haben: dass ich das alles nicht gleichzeitig- und so gut wie alleine- schaffen kann ist der primäre Grund für meinen Rückzug.-

-PM: Gab es des Weiteren auch politische Gründe?-

-WH: Es gab gestern (siehe Dolomiten & Tageszeitung 14.06.03) rein zufällig die Pressekonferenz der sogenannten Pustertaler- SVP- Verkehrskommission.

Ich hatte keine Kenntnis davon; diese gestrige Pressekonferenz hat also mit meinem gestrigen Rückzug nichts zu tun: Und doch sieht man daran halt immer wieder, dass es innerhalb der Sammelpartei sehr starke Kräfte gibt, die es einfach darauf anlegen, unser Tal zu betonieren! Wer diesen Auftritt sah, musste den Eindruck gewinnen, dass es die Verkehrs- Versammlungen von St. Lorenzen, Brixen, Bruneck und Niederdorf sowie die Aufklärungsarbeit der PPP und die eindeutigen Stellungnahmen aus allen Schichten der Bevölkerung, wo klipp und klar zum Ausdruck kam, dass wir unser Tal nicht betoniert haben wollen, nie gegeben! Wir hörten dabei zum X-ten Mal dieselben lächerlichen Scheinargumente: jedenfalls wurde dadurch definitiv klar, dass diese Kreise ihr Ansinnen, die E66 zu realisieren, nicht aufgeben! Somit würde ich trotz bester Absichten, diplomatisch zu bleiben, früher oder später mit Sicherheit mit dem Ehrenkodex, der mir Auseinandersetzungen mit Parteifreunden untersagt in Kollision kommen. Das ist der wesentliche Grund für meinen Verzicht.-

-PM: Inwiefern?-

-WH: Ich kann nicht anders, wenn ich meinen Prinzipien treu bleibe, als die meiner Meinung nach Verantwortlichen für die fortschreitende Betonierung und Entwertung unseres Tales und Landes beim Namen zu nennen.

-PM: Können Sie das jetzt tun?-

-WH: Diese Freiheit habe ich jetzt wohl zurückerlangt.-

-PM: Welche Kräfte sind es, denen Sie vorwerfen, das Land zuzubetonieren?-

-WH: Wer den erwähnten jüngsten Auftritt des völlig ungerechtfertigterweise „SVP-Verkehrskommisssion Pustertal" genannten Restgremiums im Fernsehen gesehen hat, sah den Herrn Pircher, den Vertreter der Neutrassierungs-Planer, Herrn Vizebürgermeister Griessmair, Vertreter der einheimischen Bau-Lobbys, und, man höre und staune, Vertreter des Pusterer-Haupttal- Tourismus, in Eintracht mit den rabiatesten PPP- Bekämpfern! Es fehlte gerade noch ein Bauernbundvertreter, dem die Enteignung der benötigten Landwirtschaftsflächen ein Anliegen ist! Alle diese Herren einigen enge freundschaftliche Bande zum Landeshauptmann, sodass dies eine sehr, sehr mächtige Gruppe ist, die es, wie gesagt, einfach darauf anlegt, unser Tal ganz im Sinne der Anhänger der „grandi opere" zu opfern! Jetzt ist man plötzlich sogar mit den jeweils 4 bis 5 km langen wunderbaren, E 66-tauglichen „Umfahrungen", wie in Mühlbach, Bruneck, Welsberg und Niederdorf nicht mehr zufrieden. Angeblich tut es jetzt nur mehr eine de facto –Autobahn! Das deckt sich auch mit den einzigen bisher bekannten öffentlichen Äußerungen meines Ex- Mitkandidaten Jud aus Innichen! Er meint, wir sollten die Pustertaler Straße doch gleich so ausbauen, als ob es die Alemagna schon gäbe!! Diese Herren wollen uns also allen Ernstes im Sinne der Konzerne und der Globalisierung, die unsere Arbeitsplätze vernichten werden, und auf Kosten unserer Umwelt, Lebensqualität und Gesundheit eine gratis Transitachse zwischen der Ukraine und Süd/Westeuropa bescheren! Wir hörten aus dem Munde des „Kommissionssprechers" Pircher zum wiederholten Mal die alten Floskeln, was die Bahn betrifft; von neuem Rollmaterial, höheren Standards, usw. Das sind alles Dinge, die wir schon längst haben müssten! Wir können und wollen uns einfach nicht mehr mit derartigen Lippenbekenntnissen und Versprechungen abgeben, was die Bahn betrifft. Sie ist bekanntlich das einzige langfristige Mittel gegen den Verkehrsinfarkt. Die gängige Verkehrspolitik ist schlicht verantwortungslos, eine Beleidigung der Intelligenz der Bevölkerung und ein groß angelegter Verrat derselben!-

-Letzte Frage: Könnten Sie Ihre Anliegen und Interessen nicht besser vertreten, wenn Sie im Landtag wären?-

-Ja, schon, aber es gibt da leider ein großes Risiko: ich erinnere mich in den letzten Tagen immer wieder an den Wahlkampf als Bürgermeisterkandidat in Bruneck, wo man mich nicht nur alleine ließ, sondern massiv bekämpft hat, sowie an die Anti-Transit- Veranstaltung in Niederdorf. Dort wurde klar, was die vorher angesprochenen Zirkel erreichen können, wenn ihnen etwas nicht ins Konzept passt: wir standen in Niederdorf trotz gleicher Thematik wie bei den vorausgehenden Veranstaltungen in St. Lorenzen, Brixen und Bruneck und trotz bester Referenten praktisch vor leeren Rängen und einsam auf weiter Flur!

Ich möchte niemandem derartige Absichten unterstellen; aber sollte mir eine derartige konzertierte Aktion auch im Landtagswahlkampf zuteil werden, dann wäre das der beste Weg zur Delegitimation sowohl meiner Person als auch der gesamten Umweltbewegung im Pustertal. Die enormen Geldmittel, die den Beton-Lobbyisten zur Verfügung stehen, würden solche Ansinnen zusätzlich erleichtern.

Jedenfalls hat jeder Mitbürger ausreichend Möglichkeiten des Einflusses auf die Politik im Lande.

Dazu muss man nicht unbedingt kandidieren. Die mutige und offene Meinungsäußerung vieler Bürger bewirkt Wunder!

-Herr Harpf, recht schönen Dank!-

-Danke vielmals, wiederhören!-

RAI/BZ
Interview Mittagsmagazin
13.06.03


PRESSESCHAU

Naturerlebnispfad am Antholzer See

Das Landesamt für Naturparke eröffnet heute am Antholzer See einen weiteren Naturerlebnispfad.

Nach dem Lärchensteig oberhalb von St. Kassian und der "WaldWunderWelt" in Toblach ist der Naturerlebnispfad Antholzer See eine weitere, neue Naturerlebnismöglichkeit, die das Landesamt für Naturparke anbietet. 16 Stationen informieren über naturkundliche Besonderheiten rund um den See, über Tierwelt, Pflanzenwelt und die Geologie des Gebietes."Wir haben uns bemüht, die Informationen leicht verständlich und interaktiv aufzubereiten und auch den Menschen und sein Leben mit dem See und seinen Naturgütern nicht zu vergessen", erklärt Josef Hackhofer, Mitarbeiter im Landesamt für Naturparke. Der Naturerlebnispfad startet beim Parkplatz Antholzer See und ist in ungefähr eineinhalb Stunden bequem zu begehen.

Angelegt wurde der Pfad in Zusammenarbeit mit dem Forstinspektorat Welsberg.

Heute wird der Naturerlebnispfad am Antholzer See eröffnet. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Karl Messner und Umweltlandesrat Michl Laimer und einer Einführung von Direktor des Landesamtes für Naturparke, Artur Kammerer, wird der verantwortliche Mitarbeiter im Landesamt für Naturparke, Josef Hackhofer, den Erlebnispfad bei einer Führung vorstellen.

Aus Dolomiten


Presseaussendung der Hausärzte Sprengel Klausen zur Verkehrsbelastung

Die Gesetzgeber, Politiker, betroffene Gemeinden und Medien insbes. aber die Bevölkerung verlangt von uns Ärzten eine dichotome ( ja – nein ) Antwort, wenn es um die Frage geht, ob nun eine Substanz oder ein bestimmter Lärmpegel eine krankmachende Bedeutung hat. Internationale Studien haben in den letzten Jahren eindeutig belegt, dass Luftschadstoffe und erhöhte Lärmbelastung krankmachend wirken; dies zwar nicht für Einzelpersonen wohl aber für die Bevölkerung in ihrer Gesamtheit.

Wenn es also um primäre Gesundheitsvorsorge geht, wie dies bei den Verkehrsfragen der Fall ist, wollen wir Hausärzte heraus aus den wissenschaftlichen „Käfigen". Wir fühlen es als unsere Aufgabe, gerade für jene Mitglieder unserer von Produktion, Transport und Profit manipulierten Gesellschaft einzutreten, welche selbst nur eine schwache Stimme haben (Kinder, ältere und chron. kranke Menschen, Schwangere).

Gesundheit ist von der politischen Entscheidung nicht zu trennen. Gerade bei der Problematik Verkehr im allgemeinen und Transitverkehr im besonderen wird dieser Zusammenhang ganz deutlich.

Wenn die politischen Verantwortungsträger auch in unserem Lande sich der fast wahnhaften Vorstellung vom steten Wachstum hingeben und aus dieser Vorstellung heraus verkehrspolitische Entscheidungen treffen, welche den Wirtschaftslobbys nicht aber dem einzelnen Bürger nützen, muss ihnen klar sein, dass sie der Gesundheit und dem Wohlbefinden der Bürger wissentlich Schaden zufügen. An diese Verantwortung sollte bei allen Entscheidungen im Rahmen der Planung des Brennerbasistunnels gedacht werden.

Die Hausärztinnen und Hausärzte des Sprengels Klausen- Umgebung
Dr. Karl Lintner, Dr. Klaus Rabensteiner, Dr. Edmund Mussner, Dr. Inge Müller, Dr. Josef Mulser, Dr. Gottfried Braun, Dr. Aurelia Vogl


PRESSESCHAU

Südtiroler aus Gier blind

Nach dem Zweiten Weltkrieg haben die Deutschen, die Balten und andere Völker auch die historischen Zentren in Köln, Frankfurt, Dresden, Riga usw. in neuem Glanz erstehen lassen. Sicher nicht aus Laune, sondern weil sie erkannt haben, dass das Erbe der Väter ein Schatz ist, den es zu erhalten gilt. Was sich in Südtirol abspielt, geht genau in die andere Richtung. Man denke an das Gericht in Welsberg, die Villen in Meran und den Ansitz Neuhaus in Brixen. Der Schuldige in Welsberg ist bekannt, in Brixen streitet man sich, wer den "schwarzen Peter" kriegen soll. Wird wohl ein "Herr Niemand" sein! Dass auch in Südtirol die Zeit nicht stehen bleibt, darf aber nicht ausarten, indem man in Dorf und Stadt die historischen Zentren zerstört. Da hilft der Blick "Zurück in die Zukunft" - der Millionen teure - herzlich wenig. Wir marschieren in die falsche Richtung! Man wird mit dem Namen "Südtirol" bald kein Kapital mehr schlagen können, denn die Natur wird unter Asphalt und Beton begraben. Die Totengräber sind die Südtiroler selbst. Nicht alle, aber die Mehrheit, die aus Gier nach Macht und Wohlstand blind geworden ist. Dass dabei die Kultur, die Sitten, die Zufriedenheit, die Freundschaft und vieles mehr verloren geht, scheint die Menschen nicht zu bedrücken.

Mag. Sieglinde Oberbacher
Welsberg
Leserbrief Dolomiten
24.06.03


PRESSESCHAU

Wahlwerbung Kindergeld

Hallo, ihr jungen Paare! Bis zum zweiten Lebensjahr eurer zukünftigen Kinder bekommt ihr jetzt von der Landesregierung Geburten- und Erziehungsgeld sowie Kinderzulagen. Nach dem zweiten Lebensjahr kosten Kinder ja nichts mehr... Falls doch, könnt ihr sie beim Landhaus abgeben. Wozu überhaupt Kindergeld? Wer sich Kinder heutzutage noch leisten kann (eigentlich nur die Oberschicht), soll sie sich ruhig anschaffen. Diese Kinder finanzieren dann durch ihre Arbeit die Minirenten der kinderlosen Unterschicht. Und das nur für eine Generation, denn dann sind die kinderlosen Mittellosen ja ausgestorben.

Bernhard Leitner
Bruneck
Leserbrief Dolomiten
021003


PRESSESCHAU

Wir brauchen keine neue Straße

Interessante Stellungnahmen aus allgemeinmedizinischer und notfallmedizinischer Sicht

Bruneck - Über viele Aspekte einer Neutrassierung der Pustertaler Straße ist diskutiert worden. Zu einigen Aussagen der Verfechter einer neuen Straße nehmen Hermann Brugger, Allgemeinarzt und Präsident der Internationalen Kommission für Alpine Notfallmedizin ICAR Medcom, und Werner Beikircher, leitender Notarzt der Sanitätseinheit Ost, wie folgt Stellung.

"Der Vorwand, dass mit einer Neutrassierung die Pusterer Straße sicherer würde, ist falsch. Im heutigen Verlauf weist die Straße zwischen Mühlbach und St. Lorenzen die geringste Sterblichkeitsrate auf, da in diesem Abschnitt die einigermaßen sichere Fahrgeschwindigkeit von 80-90 Stundenkilometern kaum überschritten werden kann.

Es ist bezeichnend, dass sich seit der Entschärfung des Kniepasses die schwersten Unfälle auf den ausgebauten Teilstrecken bei Mühlbach und auf der Brunecker Umfahrung ereignen, da diese Abschnitte zu überhöhter Geschwindigkeit verleiten. Zudem wäre die neue Trasse großteils auf der Schattenseite des Tales vorgesehen, was mit höherer Feuchtigkeit des Straßenbelags im Sommer und Eisbildung im Winter mit entsprechend erhöhtem Risiko verbunden wäre.

Auch ist zu sagen, dass eine neue Trasse auf eine höhere Geschwindigkeit ausgelegt würde. Höhere Geschwindigkeiten führen zwangsläufig zu mehr Lärmbelastung und höherem Schadstoffausstoß. Es ist voraussehbar, dass der Pkw- Verkehr mit der Streckenbeschleunigung zunehmen würde, da die Skigebiete durch die kürzere Anbindungszeit an die Autobahn für Tagestouristen aus Bayern und Norditalien attraktiver, sprich leichter erreichbar, sein würden.

Auch wenn die Promotoren bestreiten, dass eine beschleunigte Streckenführung den Lkw-Transit anziehen würde, so ist auch dies wahrscheinlich. Der Ausstoß von krebserregendem Feinstaub aus einem Lkw entspricht dem Ausstoß von 250 Pkw.

Genau zum Zeitpunkt, wo das Pustertal durch den Bau von Fernwärmewerken dabei ist, zum ökologischen Musterbeispiel Europas zu werden, würde eine auch nur geringe Zunahme der Schwerverkehrs diesen Vorteil mit einem Schlag wieder zunichte machen.

Fraglich ist auch die wirtschaftliche Berechtigung einer Neutrassierung. Es ist schwer verständlich, wenn auf der einen Seite Tickets für sanitäre Leistungen verlangt werden, auf der anderen Seite Gelder für eine neue Straße verwendet werden, deren Notwendigkeit nicht erwiesen ist und deren negative gesundheitliche Auswirkungen vorhersehbar sind.

Wir brauchen keine neue Straße, sondern einen verbesserten Schutz der Bevölkerung vor Unfall, Lärm und Schadstoffausstoß. Wir sagen deshalb ja zum raschen Ausbau kleinräumiger Ortsumfahrungen mit entsprechendem Lärmschutz, nein zur Neutrassierung der Pustertaler Straße."

Dolomiten
120702


UMWELT

Erklärungsnot

Ist der Großteil der Menschheit blind und taub oder einfach zu dumm, um den Ernst der Lage zu erkennen?

Jeder nur halbwegs vernünftig denkende Mensch müsste doch im Stande sein, die immer häufigeren und länger andauernden Wetterextreme dahingehend zu deuten, dass der von einigen Wissenschaftlern seit langem vorausgesagte globale Klimawandel längst zur Realität geworden ist.

Weit gefehlt! Da wird in alten Wetteraufzeichnungen verzweifelt nach Anhaltspunkten ähnlicher Wetterkapriolen gesucht und diese anscheinend auch gefunden. Gelingt dies nicht oder nur mit geringem Erfolg, werden die seit der letzten Eiszeit angeblich immer wieder auftretenden Klimaschwankungen als Erklärungsversuche angeführt. Der Normalbürger hilft sich schon mal mit der Standardformel "Die Hitze gehört zum Sommer. Bei uns sind ja sonst acht Monate Winter." Gerät dann doch einmal jemand in Erklärungsnot, so wird die Machtlosigkeit des Einzelnen und die Schuld der Politiker ins Treffen geführt. Dabei wird jedoch vergessen, dass sich die Politik, aus Gründen der Machterhaltung fast immer an den Bedürfnissen und Wünschen der Mehrheit orientiert. Uneingeschränkte Mobilität und ungezügelter Konsum, verbunden mit ständigem Profitdenken, stehen in der Wunschliste an oberster Stelle.

Fast niemand ist hier zu Einschränkungen bereit. Auch dann nicht wenn die Konsequenzen eines solchen Lebensstils jedem klar vor Augen geführt werden.

Harald Mair
Kiens


UMWELT

Fortschritt?

Eine Radreise hat mich kürzlich durch die Donau-Auen bei Hainburg geführt. Dort macht die Fremdenverkehrswirtschaft heute Werbung mit dieser "unberührten Landschaft". Vor 20 Jahren mussten sich idealistische Jugendliche buchstäblich vor die Bagger werfen und sich von der Polizei verprügeln lassen, um den geplanten Kraftwerksbau zu verhindern und die "unberührte Landschaft" zu retten. Insofern bleibt nur zu hoffen, dass an der Ahr die Vernunft siegt. Wer wissen möchte, was nach einer Aulandschaft kommt, möge von der Meraner Lazag in Richtung Passeier wandern oder radeln, die kanalisierte Passer entlang, vorbei an flussnahen Handwerkerzonen, Schottergruben und einer "Apfellandschaft", die nur noch die Uferböschung verschont hat.

Robert Asam
Meran


VERANSTLTUNGSKALENDER

Ars Ara Tobl: Konzert

Hallo,

hier ein Hinweis auf ein interessantes Projekt zum "int. Jahr des Wassers" an dem wir, ars cantandi, Acanthis, Kunstmyst, seit einem Jahr arbeiten - und das am Sa. 25.10.2003 um 20 Uhr stattfindet: Es handelt sich um eine musikalisch - künstlerische Prozession durch die unterirdische Anlage des Klärwerks ARA TOBL in Pflaurenz / St. Lorenzen. Mehr unter:

http://www.aratobl.com/ (unter news)
http://users.south-tyrolean.net/arscantandi/

Luzia


VERKEHR

Zu LH Durnwalder Pressekonferenz in Pfalzen, am 130803

Ausbau der Pustertaler Straße

Gletscher schmelzen, Hitze- und Ozon-Rekorde: Doch das hindert den Südtiroler SVP-Landeshauptmann Luis Durnwalder nicht, sich in Pfalzen im Pustertal zur gleichen Zeit trotzdem für den verkehrs- und damit treibhaus- und ozonanheizenden Ausbau der Pustertaler Straße einzusetzen: ''Ich hoffe, dass wir bis zum Jahr 2005 mit dem Ausbau der Pustertaler Straße beginnen können''

Landeshauptmann Luis Durnwalder am 01.08.2002 anlässlich der Präsentation der Ausbau-Studie in Bruneck:

''Wir müssen die Pustertaler Straße ausbauen, darüber besteht kein Zweifel. Die Frage ist: Welche Straße brauchen wir? ... Allerdings sollen die Umfahrungsstraßen so gebaut werden, dass sie problemlos genutzt werden können, falls in 20 oder 30 Jahren doch eine Neutrassierung der gesamten Pustertaler Straße notwendig werden sollte. ....''

(Quelle: Pustertaler Zeitung PZ Nr.18-300/02 . Freitag, 09. August 2002)

Leider deckt sich Durnwalders Verkehrspolitik für das Pustertal mit jener van Staas und Jörg Haiders für das Drau- und Pustertal, nämlich der Schaffung einer leistungsfähigen Ost-West-Verbindung (E66) zwischen den Nord-Süd-Transitachsen Brenner- und Tauern-Autobahn(''Hosenträgerfunktion''), damit den nationalen und internationalen Groß-Frächtern auf dem Weg nach Osten bzw. Westen, in den Norden bzw. in den Süden (über die Tauern-Autobahn) eine leistungsfähige, schnell befahrbare Ausweichstrecke für den Brenner zur Verfügung gestellt wird (und das - im Bereich des Drau- und Pustertales - auch noch mautfrei).

Die Schwüre gegen die Alemagna wirken unglaubwürdig, wenn man die Straße im Drau- und Pustertal leistungsfähig ausbaut und den Alemagna- Betreibern damit eine leistungsfähige Anschlussstrecke für die Alemagna zur Verfügung stellt.

siehe auch folgendes Wordprotokoll des Südtiroler Landtages vom 06.11.2001:DURNWALDER (Landeshauptmann - SVP): ''Sehr verehrter Herr Präsident, verehrte Damen und Herren! Die Straße Franzensfeste - Innichen ist als internationale Verkehrsader aus dem Plan gestrichen worden. Sie scheint also nicht mehr als internationale Verkehrslinie auf.

Es ist klar, dass die Pustertaler Straße unbedingt ausgebaut werden muss. Jeder, der sie befahren muss, vor allem zu gewissen Zeiten - während der Sommer- oder Wintermonate -, muss zugeben, dass es so einfach nicht mehr weitergehen kann. Deshalb muss ein Ausbau erfolgen! Nun haben wir vorgesehen, dass entsprechende Ortsumfahrungen gemacht werden müssen, von denen einige bereits im Gange sind. Die Umfahrung von Mühlbach ist bereits fertig gestellt, wobei die Einfahrt nach Mühlbach noch zu machen ist. Die entsprechenden Arbeiten werden sicher in nächster Zukunft in Angriff genommen. Auch das Teilstück von der Mühlbacher-Klause Richtung Vintl wird ausgebaut werden. Auch die Arbeiten für die Umfahrung von Welsberg sind bereits im Gange. Diese Arbeiten werden Ende 2002 fertig gestellt sein. Die Arbeiten für die Umfahrung von Niederdorf werden im Frühjahr 2002 ausgeschrieben und werden Ende 2004 fertig gestellt sein. Bezüglich der Umfahrung von Kiens liegen bereits Projekte vor. Auch was Vintl anbelangt, muss eine entsprechende Umfahrung garantiert werden. Beim Land liegt noch kein Antrag auf Errichtung einer Schnell- bzw. Zusatzstraße vor. Sollte ein diesbezüglicher Antrag gestellt werden, so werden wir selbstverständlich alles überprüfen. In der Zwischenzeit ist nur von Ortsumfahrungen die Rede. Die Projektierungen sind in Auftrag gegeben worden und dann werden wir sehen, wie diese Umfahrungen intern verbunden werden müssen. Ich glaube, dass es auch richtig wäre, wenn wir aufgrund der verschiedenen Projekte, die immer nur Ortsumfahrungen betreffen, jemanden mit der Verbindung dieser Umfahrungen durch Teilstücke beauftragen würden, damit man sehen kann, was das kosten würde und welche technischen Lösungen sich anbieten würden.''

Arge Stop Transit
Bereich Kärnten, Ost- und Südtirol


VERKEHR

Ausbau Pustertaler Straße wie ehemals Brennerautobahn

Man versuche sich vorzustellen, wie vor mehr als zwanzig Jahren den Wipp-und Eisacktalern der Bau der Brennerautobahn schmackhaft gemacht worden sein dürfte. Wir sind sicher, dass es dieselben Schlagworte waren, die man uns heute im Pustertal vorkaut: Verringerung von Stau’s, wirtschaftliche Notwendigkeiten, zeitgemäße, schnelle Verbindungen, auch in die angrenzenden Täler, Belebung der eigenen Wirtschaft, oder gar Umweltargumente! usw.

Die Beschreibung der Ist- Situation im Wipp-und Eisacktal überlassen wir anderen, können uns aber nicht vorstellen, dass man dort nach den gemachten Erfahrungen einem ähnlichen Projekt noch einmal zustimmen würde. Dabei hatte man damals keine Ahnung, was auf die Bewohner zukommen würde. Anders als heute im Pustertal: jeder weiß von der beabsichtigten EU- Osterweiterung. Jeder, der eine Landkarte lesen kann, sieht, dass jene durch das Pustertal die kürzeste (& Gratis!-)Verbindung zwischen (mindestens!) Budapest und, sagen wir Franzensfeste, darstellt; bei Vorhandensein von Alternativrouten in weniger sensiblen Gebieten und der bekannten Schnellbahn-Alternative für unseren eigenen Regionalverkehr. Jeder kann sich den dadurch zwangsweise eintretenden Transitzuwachs errechnen und vorstellen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass diese untragbare Entwicklung in unseren Nachbartälern fast dreißig Jahre dauerte; nach dem Bau der Pustertaler de facto- Schnellstraße werden wir die gleiche Situation in einigen wenigen Jahren haben! Dann wäre es aber leider zu spät für’s Erwachen! Daraus folgt für uns: Entweder unsere Politiker und deren „Promotoren" und Planer haben „die Weisheit nicht mit Löffeln gegessen", oder, wir können es nur wiederholen: wir sind im Begriff, verraten und verkauft zu werden! In servilem Gehorsam gegenüber den ausführenden Baukonzernen und der Internationalen Transit- Auto- und Erdöllobby.

PS: Die Eisack- und Wipptaler würden sich über den neuen E66- Verkehr aus dem halben Ex- Ostblock zweifellos mitfreuen!?

Walter Harpf
Dr. Karl Obwegs


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Bahnzustände im Pustertal

Liebe Landespolitiker,

angesichts der Bahnzustände im Pustertal ist es mir ein Anliegen mich folgendermaßen in aller Deutlichkeit zu äußern.

Was Ihr Politiker trotz aller offensichtlichen Missstände weiterhin und gerade vor Wahlen als Verkehrspolitik zu verkaufen wagt, grenzt an Frotzelei!

Solltet Ihr vor den Wahlen unfähig oder nicht Willens sein, einschneidende Verbesserungen im Schienenverkehr durchzusetzen, bzw. zumindest verbindliche Termine für diese Verbesserungen zu präsentieren (schließlich habt Ihr die Kompetenz dafür!), und solltet ihr der Bevölkerung weiterhin keinen reinen Wein über den beabsichtigten Ausbau der Pustertaler Straße einschenken, rechnet besser nicht mit den Stimmen jener, denen eine gesunde Umwelt ein wesentliches Anliegen ist! Ihr werdet verstehen, dass man jahrelange Lügen nicht auch noch mit Wahlzustimmung honoriert! Dieses Thema ist zu wichtig für bloße Parteipolitikkriterien!

Von Wortspenden und Schuldzuweisungen alleine wird weder unsere Luft noch unsere Lebensqualität besser; wir sind zu oft enttäuscht worden, um noch darauf zu hoffen, dass sich im Landtag eine Mehrheit für eine nachhaltige Verkehrspolitik finden lässt. Es sei denn, man belehrt uns in den kommenden Wochen eines Besseren.

Solltet Ihr nicht reagieren, haben wir zumindest versucht, das in die Waagschale zu werfen, was wir als Verantwortungswahrnehmung für unsere Täler empfinden.

Im Übrigen vertreten wir die Meinung, dass die Mehrheit der Wähler keineswegs die Standpunkte der überhandnehmenden Betonierer teilt!

Walter Harpf
Vize-Sprecher der Plattform Pro Pustertal
Offener Brief


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Brennerbasistunnel

Wir leben und arbeiten im engen Eisacktal in und um Waidbruck und möchten auch weiterhin hier unser Auskommen finden. Wir atmen täglich die mit Schwermetallen und Feinstäuben verunreinigte Luft und wissen, dass die Schadstoffgrenzwerte oft überschritten werden. Wir schalten das Radio und den Fernseher lauter, wenn Güterzüge vorbeipoltern oder unterbrechen ein Gespräch. Wir sind mit der optischen Wirkung der zwar notwendigen, aber das Dorfbild verschandelnden Lärmschutzbauten in Waidbruck nicht glücklich. Wir erleben die ständig wachsenden Verkehrsströme auf Straße und Schiene bei Tag und Nacht hautnah mit. Wir sind beunruhigt, weil wir die schädlichen Auswirkungen des ausufernden Verkehrs auf Umwelt und Gesundheit kennen. Kurz und gut, wir leiden unter dem freien Personen- und Güterverkehr und glauben weder an den BBT als Allheilmittel noch möchten wir, dass das enge Eisacktal weiteren Straßen- und Eisenbahngroßbauprojekten geopfert wird. Aus Sorge um unser Wohlbefinden und weil wir nicht zusätzlich den Belastungen einer voraussichtlich 15jährigen Bauzeit ausgesetzt sein möchten, lehnen wir das Projekt des BBT und der südlichen Zulaufstrecke im Abschnitt Franzensfeste- Waidbruck ab, nicht zuletzt auch deshalb, weil die neue Brennerbahn laut Vorprojekt in Waidbruck oberirdisch verläuft und nach ihrer Fertigstellung lediglich die bis dahin prognostizierten Verkehrszuwächse aufnehmen wird. Wir fordern unsere Volksvertreter auf, in der Verkehrspolitik nicht den allgemeinen schädlichen und scheinbar unvermeidlichen Trends zu folgen, sondern sich mit der betroffenen Bevölkerung zu solidarisieren und sich mit mutigen Alternativen gegen die eingeschlagenen Irrwege des freien Güterverkehrs zu stellen, denn das Eisacktal würde sich für eine nachhaltige Verkehrspolitik bestens eignen.

Thomas Torggler
Barbian, Für die Bürgerinitiative "Schönau-Waidbruck und Umgebung"


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Busverbindung Prags / Plätzwiese

Die Plätzwiese bei Prags gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen des Hochpustertals. Eine endlose Blechlawine "ziert" deshalb jetzt sowohl auf dem Almparkplatz als auch vor der Auffahrt in Brückele den Naturpark Fanes-Sennes- Prags.

Die einzige (!) für Ausflüge brauchbare Busverbindung vom Pusterer Haupttal auf die Plätzwiese startet um 9.35 Uhr in Toblach. Wer von Sexten/Innichen kommt, erreicht Toblach aber genau eine Minute später. Vier Minuten später trifft sogar noch ein zweiter Bus aus Innichen in Toblach ein. Praktisch gleichzeitig mit den beiden Bussen fährt überdies noch ein Zug von Innichen ab. Vergeblicher Versuch. Genau fünf Minuten vor Ankunft des Zuges in Niederdorf braust der Pragser Bus auch hier davon. Bei einem derart unkoordinierten Einsatz der öffentlichen Verkehrsmittel ist es nicht zu verwundern, dass sie hohe Defizite einfahren. Wegen ein paar läppischer Minuten muss man nämlich bereits um 8.30 in Innichen starten und, nach zehn Minuten Busfahrt, in Toblach 55 Minuten auf den Anschluss nach Prags warten.

Bereits vor genau einem Jahr habe ich Tourismusverein, Busunternehmen und Transportassessorat auf diese unverständliche (Fahr)planlosigkeit aufmerksam gemacht. Ergebnis? Null!

Dr. Martin Schweiggl
St. Jakob/Bozen, dzt. Innichen


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Misere Eisenbahn Pustertal

Will man dem Personentransport per Bahn auf der Pustertaler Strecke den Hahn abdrehen? Seit Anfang September werden willkürlich Züge durch Privatbusse (Pizzinini) ersetzt. Informationen darüber gibt es nur direkt am Schalter! Grund dafür, laut Zugpersonal, sei Personalmangel und ein Protest gegen unbezahlte Überstunden. Dies passiert jedoch nicht aus finanziellen Schwierigkeiten der FS, denn auch die Ersatzbusse müssen bezahlt werden und zusätzlich zahlt die FS für jeden entfallenen Zug Strafen an das Land! Folgen dieser Misere sind ungewisse Abfahrts- und Ankunftszeiten, die eben gerade auch durch die Straße selbst bedingt sind! Wird eigentlich nicht immer für den Zug geworben? Umweltfreundliches Fahren usw.? Die Bevölkerung ist sehr schlecht bis überhaupt nicht über die Vorfälle informiert, und die Lage ist auch keinem richtig bewusst. Wenn es so weitergeht, wird sich die Frage Bus oder Bahn stellen. Wie lang wird noch zugeschaut und wohin soll das führen? In Zeiten, in denen die Vinschger Bahn wieder ins Leben gerufen wird, strebt man im Pustertal das Gegenteilige an?

Ilse Pallua
Bruneck/ Dietenheim


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Freigabe eines weiteren Teilstückes der E66: Obergottesfeld - Kleblach:

An allen Ecken und Enden des Drau- und Pustertales wird die Ost-West-Transitroute E66 (''Hauptstraße des internationalen Verkehrs'' laut Definition im AGR-Abkommen Genf 1975) in einem abgekarteten Spiel zwischen den Häuptlingen von Kärnten, Tirol und Südtirol ausgebaut.

Gleichzeitig wird versucht, der Bevölkerung weiszumachen, dass diese Ausbauten nur zu ihrer Entlastung vom bestehenden Verkehr - oder neuerdings zur regionalen Wirtschaftsentwicklung - dienten und man sei grundsätzlich gegen den Transit. Für wie dumm halten manche ''Volksvertreter'' (?) eigentlich die Bevölkerung und für wie dumm lässt sich die betroffene Bevölkerung verkaufen ?

 

E66 - S7 Fürstenfelder Schnellstraße

Die ASFINAG plant einen weiteren Ausbau der E66 in Österreich : Die S7 Fürstenfelder Schnellstraße. Das Teilstück liegt zwischen der bereits bestehenden Südautobahn A2 und der ungarischen Grenze. Das Ziel des Projekts ist eine "höchstrangige Straßenverbindung" . "Dieser vierstreifige Ausbau .. soll .. einen wichtigen Ost-West Korridor erschließen. Das Bestreben der Aufnahme der Verbindung Klagenfurt/Graz (A2, S7) - Budapest (M8) in das TEN- bzw. TINA-Netz soll diesen Umstand verdeutlichen." "Einen wesentlichen Kernpunkt der Arbeiten stellt die Adaptierung der teilweise bestehenden Planungen .., die vor allem in Form von lokalen Ortsumfahrungen vorliegen, zu einer durchgehenden höchstrangigen Straßenverbindung .. dar." Damit wäre die E66 in Österreich von der ungarischen Grenze über Graz und Klagenfurt bis Spittal durchgehend 4-spurig befahrbar. Bis zur Brennerautobahn fehlen dann nur noch das Drau- und Pustertal. Über die gesamte Projektplanung mit Karten kann man sich bei der ASFINAG informieren: S7 Fürstenfelder Schnellstraße und Bürgerinformation "S7 aktuell"

Arge Stop Transit
Lienz


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Güterverkehr auf die Schiene

Korrespondenz Walter Harpf, Ferdinand Willeit, Martin Teissl

Sehr geehrter Herr Dr. Willeit!

Ich habe gehört, dass Sie vor Wochen sinngemäß festgestellt haben sollen, dass bei entsprechendem politischen Willen schon jetzt der gesamte Schwerverkehr- oder ein Großteil davon- an der Brenner-Achse auf das bestehende Schienennetz verlagerbar wäre!?

Möglicherweise war das auch eine Fehlinformation?

Wenn nicht, nehme ich an, dass es gegebenenfalls eine entsprechende Presseaussendung gibt, um deren Zusendung ich Sie hiermit bitte!

Für eventuelle und erwünschte weitere Kontakte untenstehend einige Daten:

mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Antwort:

Walter Harpf,Gemeinderat Bruneck,PPP

Sehr geehrter Herr Walter Harpf !

Aufgrund Ihrer eindringlichen Bitte, die Sie mit 2 E-mails vorgelegt haben, teile ich Ihnen folgendes mit:

Bei einer Großtagung in Verona am 17. 6. d. J. habe ich die Problematik der Brennerachse vorgestellt und darauf hingewiesen, dass es auf der Brennerautobahn keine dritte Spur braucht.

Der Verkehr über den Brenner und insbesondere der Schwerverkehr können in den nächsten 20 Jahren auch mit den bestehenden Infrastrukturen bewältigt werden. Neben der Kapazität auf der Straße, besteht eine gewaltige noch freie Kapazität auf der Schiene und zwar zwischen 80 und 120 Züge täglich. Das Nadelöhr besteht also nicht auf Südtiroler Seite, sondern auf Nordtiroler Seite zwischen Innsbruck und Kufstein. Dort muss der Ausbau der bestehenden Linie zügig vorangetrieben werden (2007 ??).

Sofort wäre allerdings die rollende Landstraße Manching – Brennersee abzuschaffen und durch nicht begleiteten kombinierten Eisenbahnverkehr zwischen München und Verona zu ersetzen. Damit würden in einem Schlag auf unserer Seite rund 600 große LKW’s von der Straße genommen.

Im Zuge meiner Ausführungen habe ich dann die theoretische Rechnung aufgemacht und zwar 80 Züge/Tag sind rund 4000 LKW’s; dies ist heute die Gesamtanzahl der LKW’s mit fünf oder mehr Achsen, die den Brenner in beiden Richtungen überqueren.

Gänzlich abwegig erscheint mir, aus wirtschaftlichen und umweltschützerischen Überlegungen, der Ausbau einer rollenden Landstraße und die Unterstützung derselben durch die Öffentliche Hand.

Die Güter sollen auf die Schiene und zwar möglichst für längere Strecken, wobei München – Verona bereits eine Kurzstrecke ist, aber wirtschaftlich geführt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen.

Dr. Ferdinand Willeit
Präsident der Brennerautobahn

Presseaussendung Martin Teissl

Die Ausführungen von Dr. Ferdinand Willeit (Präsident der Brennerautobahn) belegen klipp und klar, dass es bereits heute eine Eisenbahnstrecke gibt, die bei weitem nicht ausgelastet ist. Neben diese nicht ausgelastete Eisenbahnstrecke will die "Politik" also nun eine zweite Bahnstrecke inklusive "Brennerloch" - genannt Brenner-Basis-Tunnel - bauen. Als das Projekt am 21. Jänner 2003 in Innsbruck im großen Hörsaal der Baufakultät unter dem Titel "Brennerbasistunnel - Aktueller Stand der Planungen" präsentiert wurde, wurde von den Projektbetreibern betont, dass die "Schienenmaut" - also der so genannte "Trassenpreis" - durch das Brennerloch um ein Vielfaches höher sein wird, als der Trassenpreis auf der alten, bestehenden Eisenbahnstrecke. Sollten sich also irgendwann in der Zukunft doch zusätzliche Güterzüge auf die Schienen verirren, werden diese wohl den billigeren Weg über die alte Strecke nehmen. Denn laut Dr. Willeit sind dort ja genügend Kapazitäten frei. Angesichts dieser Fakten macht es wirtschaftlich kaum Sinn, einen Güterzug unter Bezahlung hoher Trassenpreise durch ein Loch zu schicken, wenn er oben drüber viel billiger fahren kann! Wer's nicht glauben will, kann sich ja mal erkundigen, wie sauteuer die Schienenmaut für eine Fahrt durch den Kanaltunnel nach England ist. Darum fahren "oben drüber" immer noch viele Schiffe. Auch nach England ist es oben drüber billiger, als unten durch das Loch. Die Kanaltunnelbetreibergesellschaft kann darüber ein wirtschaftlich unerfreuliches Lied singen. Aber vielleicht kommt die "Politik" bei uns doch noch in letzter Sekunde zur Besinnung und verzichtet auf das Brennerloch in der derzeit geplanten Form.

Martin Teißl
Tiroler Landessprecher von Fahrgast Österreich


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Kommentar zu Südtiroler „Wortspenden"

Bessere Ausstattung der Bahn ?

Nach Niederdorf wurden nun angeblich in zwei weiteren Bahnhöfen Geleise weggerissen, Verladebahnhöfe aufgelassen, Bahn-Reisende beklagen sich über schlechter werdende Verbindungen ins Pustertal und über geschlossene Bahnhofsschalter, Bahnhofsgebäude werden an Gemeinden oder auch an Private verscherbelt(angeblich ohne

Funktionsbindung)

 

Streichung der E 66 ?

LH Durnwalder hatte schon 2001 fälschlicherweise in einer Landtagssitzung (laut Wortprotokoll) behauptet, dass die E66 bereits gestrichen worden sei.

Es ist unglaubwürdig, gegen die E66 zu sein, wenn gleichzeitig die Pustertaler Straße so ausgebaut wird, dass sie die Normen einer Europastraße erfüllt oder sogar übererfüllt.

Eindämmung des Transitverkehrs ?

Es sind nirgends Anzeichen erkennbar, dass von den politisch Verantwortlichen Maßnahmen gegen den Transitverkehr ergriffen würden (Ausnahme: gegen Alemagna). Vielmehr beeilte sich LH Durnwalder, im Interesse der Frächter bei seinem Nordtiroler Kollegen van Staa gegen das geplante sektorale LKW-Fahrverbot im Unterinntal zu intervenieren. Es ist auch unglaubwürdig, gegen die Alemagna zu sein, wenn man sich gleichzeitig für den Bau einer leistungsfähigen Anschluss-Straße für die Alemagna im Pustertal einsetzt.

Die Pustertaler Straße wird schnellstraßenartig ausgebaut und wird damit für den Transitverkehr immer attraktiver. Die Strecke ist derzeit schon für viele Destinationen (z.B. Salzburg-Venedig) die kostengünstigste Strecke und wird durch das geplante road-pricing auf den österreichischen Autobahnen für den LKW-Ausweichverkehr immer attraktiver. Durch den Ausbau der Straße wird auch der bestehende Zeitnachteil der Strecke immer mehr verringert und die Strecke auch dadurch für den Ausweichverkehr immer attraktiver. Der junge Pustertaler SVP-Politiker und Landtagskandidat Manfred Jud spricht sich ungeniert und von der Parteiführung und von den Pustertaler Bürgermeistern unwidersprochen für den transitfördernden Ausbau der Pustertaler Straße sogar mit Überholspuren aus.

Wo ist der aktive Widerstand der Bürgermeister des Pustertals gegen den Abbau der Bahn und gegen den schnellstraßenartigen Ausbau der Pustertaler Straße geblieben?

Man sollte sich an den Bibelspruch halten: "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen !"

Arge Stop Transit
Bereich Osttirol, Südtirol, Kärnten


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Korridorzüge

Auf telefonische Anfrage von FAHRGAST ließ das Büro des Nordtiroler Landeshauptmannes Ende 2002 mitteilen, dass die zum Fahrplanwechsel 2002 gestrichenen, zwischen Innsbruck und Lienz umsteigefrei durchfahrenden ÖBB-Züge, die auch Bahnhöfe in Südtirol bedient haben, beim nächsten Fahrplanwechsel (also im Dezember 2003) wieder eingeführt werden. Es seien nur noch einige Tariffragen zu klären. FAHRGAST hat nun neuerlich im genannten Büro nachgefragt und die Auskunft erhalten, dass auf Grund immer noch ungeklärter Tariffragen aus der Wiedereinführung nichts wird. Im Vereinten Europa scheitert die längst überfällige Wiedereinführung von Zügen, die auch die Straße entlasten könnten, also schlicht und einfach an der "Tarifbürokratie". Verhandelt wird, heraus kommt allerdings nichts. Die BefürworterInnen der E 66 wird es freuen. Denn wenn schon auf der Schiene nichts geht, dann kann man ja nach einer gut ausgebauten Straße schreien. Eine Frage bleibt allerdings: Wie lange lässt sich die betroffene Bevölkerung diese Verkehr(t)politik eigentlich noch gefallen? Wochen, Monate, Jahre ... ??? Demnächst sind Landtagswahlen. Also nicht vergessen: Wahltag ist Zahltag!

Martin Teißl
Tiroler Landessprecher von Fahrgast Österreich
> http://www.fahrgast.at/


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An die Südtiroler Medien

An die Empfänger der TIS-News

Minister Lunardi zeigt sein wahres Gesicht

In einem Interview, das der Alto Adige in seiner Ausgabe vom 9. September veröffentlicht hat, stellt Oberbetonierer Lunardi die auch von Seiten der Südtiroler Landesregierung so intensiv herbei gewünschte Verlängerung der Konzession der Brenner-Autobahn in Aussicht, verknüpft damit aber knallharte Forderungen, die sich samt und sonders zum Nachteil der Südtiroler Bevölkerung auswirken werden.

So will sich Lunardi nach eigenen Aussagen den Bau der dritten Fahrspur der Brenner-Autobahn genauso einhandeln, wie die Zweckbestimmung der Einnahmen aus dem Autobahnbetrieb zu Gunsten einer zu gründenden Gesellschaft, die den Brenner-Basistunnel innerhalb 2015 errichten und führen soll.

Lunardi lässt in dem zitierten Interview keine Fragen offen und erklärt den Korridor 1, die Strecke Palermo-Berlin, die mitten durch Südtirol verläuft, kurzerhand zur wichtigsten Verbindung für den Gütertransport zwischen Nord- und Südeuropa, die dringend für den freien Warenverkehr ausgebaut werden müsse und zwar auf Schiene und Straße.

 

Die Querfinanzierung – ein Taschenspielertrick

Die so hoch gepriesene und von der SVP im laufenden Wahlkampf als besonderer Erfolg dargestellte „Querfinanzierung" ist ein Rohrkrepierer und nichts anderes als ein billiger Taschenspieltrick der Regierung, die damit die Einnahmen aus dem Autobahnbetrieb abzieht. Die Landesregierung hat sich in dieser Frage systematisch über den Tisch ziehen lassen und vergessen, dass die Einnahmen aus dem Autobahnbetrieb der Gemeinschaft der Steuerzahler gehören und sofort für wichtige Sanierungsmaßnahmen und die Linderung der unakzeptablen Belastungen der Menschen an den Transitrouten eingesetzt werden müssten.

 

Landesregierung verfällt in Duldungsstarre

Wohl in Hinblick auf die bevorstehende Landtagswahl verfällt die Südtiroler Landesregierung in Duldungsstarre und reagiert in keinster Weise auf die enormen Bedrohungsszenarien, die auf unser Land zukommen und die alle geschichtlichen Bedrohungen von Land und Leuten in den Schatten stellen.

 

Was hat Durnwalder mit Lunardi ausgehandelt?

Die Südtiroler Bevölkerung hat ein Recht darauf, zu erfahren, warum Landeshauptmann Durnwalder den Brenner-Basistunnel kritiklos und uneingeschränkt befürwortet und welche Vereinbarungen und wechselseitigen Zusagen hinter dieser Einstellung stecken. Die Haltung der Landesregierung zur Fehlplanung Brenner-Basistunnel und Zulaufstrecken ist nicht nur taktisch unklug, sondern geradezu fatal: Die verantwortlichen Politiker unseres Landes sind zu willfährigen Handlangern gewissenloser Wirtschaftslobbyisten und Betonierer geworden und verraten die Zukunft unserer Landes für ein paar lausige Silberlinge.

 

Alpenkonvention wird ad absurdum geführt

Am 13. September soll in Bozen in feierlicher Form der Sitz des Sekretariats der Alpenkonvention an der Europäischen Akademie offiziell eröffnet werden.

Minister und Landespolitiker – letztere in großer Zahl -werden sich in ihrer Freude ob dieser „wichtigen" Einrichtung überbieten und dabei geflissentlich übersehen, dass die italienische Regierung dabei ist, die Alpenkonvention systematisch abzuwürgen. Das Verkehrsprotokoll, das zu den wichtigsten und am längsten diskutierten Inhalten der Alpenkonvention zählt, wurde bisher nicht nur nicht ratifiziert, sondern wird durch die ständig wiederkehrenden Aussagen von Minister Lunardi und die Auslieferung des gesamten Staates an profitgierige Planer und Betonierer (zu denen Lunardi bekanntlich auch gehört) regelrecht ins Gegenteil verkehrt.

Markus Lobis
Sprecher der Transitinitiative Südtirol.


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Mehr Geld Für Den BBT

Sehr geehrte Damen und Herren!

Mit Bezug auf den Artikel "Mehr Geld für den Basistunnel" in der Tiroler Tageszeitung online vom 01.10.2003 darf angemerkt werden, dass es wesentlich gescheiter wäre, wenn der Landeshauptmann von Tirol, DDr. Herwig von Staa, nicht andauernd mit möglicherweise unfinanzierbaren Großprojekten von sich reden machen würde, sondern ENDLICH dafür sorgen würde, dass die 2002 gestrichenen umsteigfrei zwischen Lienz und Innsbruck verkehrenden "Korridorzüge" SOFORT wieder eingeführt werden. Mit dieser Maßnahme könnte die E 66 SOFORT entlastet werden. Oder soll die betroffene Bevölkerung bis zur Fertigstellung des Brennerlochs im Jahr 2015 warten, um dann erneut feststellen zu müssen, dass das Land Tirol immer noch kein Geld hat, um die angesprochenen Züge zu finanzieren? Mag sein, dass die Italienischen Staatsbahnen für die Durchfahrt der "Korridorzüge" eine unverhältnismäßig hohe "Schienenmaut" (Trassenpreis) kassieren wollen. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass im Gruber-De Gasperi-Abkommen aus dem Jahr 1946 (auch "Pariser Verträge" genannt) die Durchfahrtserlaubnis über italienisches Staatsgebiet für die "Korridorzüge" festgeschrieben ist. Unter Bezugnahme auf dieses Abkommen wird - notfalls unter Vermittlung der Österreichischen Außenministerin - mit den Italienischen Staatsbahnen ein fairer Trassenpreis auszuverhandeln sein. Das ist nur eine Frage des Wollens! Immer nur vom Brennerloch zu reden, ohne anstehende Probleme der betroffenen Bevölkerung zu lösen, ist zu wenig!

Mit freundlichen Grüßen

MMag. Martin Teißl
Tiroler Landessprecher von Fahrgast Österreich


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An die Südtiroler Medien

An die Empfänger der TIS-News

PM-10-Werte überschreiten Grenzwerte: keine Reaktion

Am 23. und 24. September haben die gemessenen Feinstäube vom Typ PM 10 an mehreren Messstellen in Südtirol den Grenzwert von 60 Mikrogramm pro Kubikmeter Atemluft überschritten. Damit wurde Südtirol wieder in die herbstliche Realität zurückgeholt, nach den erhöhten Ozon-Werten im Sommer kommen nun wieder die erhöhten Feinstaubwerte auf uns zu.

Da im heurigen Jahr bereits an mehr als 35 Tagen die Grenzwerte beim Feinstaub überschritten wurden, sind die zuständigen Behörden gesetzlich gefordert, Maßnahmen zur Reduktion der Feinstaubbelastung zu erlassen.

Doch von Seiten der Südtiroler Behörden ist bisher nichts Erkennbares geschehen.

Die Transitinitiative Südtirol-Sudtirolo fordert die Landesregierung und die betroffenen Gemeinden dazu auf, die Bürgerinnen und Bürger über die geplanten Maßnahmen zu informieren und dafür zu sorgen, dass die Grenzwerte eingehalten werden.

Künftige EU-Grenzwerte auf diese Art nicht erreichbar.

Die Europäische Union schreibt für die kommenden Jahre eine drastische Absenkung der Grenzwerte bei den Feinstäuben vor, im Jahr 2010 wird der Grenzwert für die Schadstoffbelastung bei 20 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft liegen.

Diese Werte können in Südtirol nur durch einschneidende Maßnahmen erreicht werden. Legt man den Grenzwert von 2010 zu Grunde, wären die neuen Grenzwerte beispielsweise in Brixen allein im September an x Tagen überschritten worden.

Die Landesregierung und die Gemeindeverwaltungen tun so, als ob die Luftverschmutzung und die daraus resultierenden Gesundheitsbelastungen nicht existierten und haben keine Strategie um die Qualität der Luft entscheidend zu verbessern. Sie beschränken sich bei Eintreten überschrittener Grenzwerte auf das Herbeiwünschen günstigerer Wetterbedingungen.

Südtirol ist ein lufthygienisches Sanierungsgebiet.

In diesem Kontext muss davon ausgegangen werden, dass weite Teile Südtirols, in denen ein Großteil der Bevölkerung lebt, lufthygienische Sanierungs-, bzw. Notstandsgebiete sind. Da in nächster Zeit die EU- Immissionsrichtlinie umgesetzt werden muss, kann dies gravierende Auswirkungen auf die Entwicklung des Landes haben, da auf Grund der starken Belastungen durch den Transitverkehr keine weiteren emittieren den Tätigkeiten mehr genehmigt werden dürfen.

Von einer ökosensiblen Zone zu sprechen ist eine unzulässige Schönfärberei, die der Dramatik der Situation nicht gerecht wird.

TIS fordert drastische Maßnahmen und Fahrverbote für LKW Die Transitinitiative fordert mit Hinblick auf die nun anbrechende „Feinstaub-Saison" und Inversionswetterlagen, dass schon bei Erreichen von sog. Warnschwellen (z.B.: bei 40 Mikrogramm PM 10/m3) drastische Maßnahmen erlassen werden. Eine dieser Maßnahmen ist eine erhebliche Reduzierung der Fahrgeschwindig- keiten auf Südtirols Straßen und Autobahnen auf max. 80 Stundenkilometerwenn die Schwellenwerte erreicht werden.

Bei Überschreitung der Grenzwerte und bei Inversionswetterlagen muss es im Sinne der Gesundheit der Bevölkerung zu Verkehrsanhaltungen kommen und zwar auf allen Straßen einschließlich der Autobahnen, beginnend bei den Hauptverursachern der Feinstaubbelastung, den Lastkraftwagen.

Markus Lobis
Sprecher Transitinitiative Südtirol


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PPP . PLATTFORM PRO PUSTERTAL

PPP-Brief und Antworten der Pustertaler LT-Kandidat/-inn/-en

aller Parteien für die Landtagswahl 2003

Bruneck, 29. August 2003.

Sehr geehrte/r Kandidat/in,

Sie haben sich mit Ihrer Kandidatur für die anstehenden Wahlen um einen Sitz im Südtiroler Landtag beworben. Wir sind überzeugt, dass Sie - im Falle einer erfolgreichen Wahl- die Interessen der Pustertaler nach bestem Wissen und Gewissen zu vertreten beabsichtigen und Ihr politisches Tun und Wollen ganz in den Dienst der hiesigen Bevölkerung zu stellen trachten.

Wie allgemein bekannt stellt das Thema "Verkehr im Pustertal" ein heißes, viel diskutiertes und längst nicht adäquat gelöstes Problem dar. Mit Ihrer Kandidatur signalisieren Sie, dass Sie auch diesbezüglich im Sinne des Gemeinwohls zu handeln und entscheiden gedenken.

Wir möchten Sie daher ersuchen, der PPP Ihre Ideen/Ansichten/Absichten, etc. zukommen zu lassen, damit der Wähler auch zu diesem Thema mit klaren Aussagen und Perspektiven konfrontiert werden kann.

Wir bitten darum, von floskelhaften Formulierungen à la "Es gilt die öffentlichen Verkehrsmittel zu fördern", "Wir brauchen eine moderne Straße" oder "Dies oder jenes geht nicht an..." abzusehen und vielmehr in geraffter Form konkrete, kurz- mittel- und langfristige Lösungsvorschläge zu präsentieren.

Wir erwarten Ihre Rückantwort bis 14. September 2003 und werden entsprechende positive Vorschläge gerne unterstützen.

PS.: Wir weisen darauf hin, dass Ihre Aussagen gesammelt und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Wir danken Ihnen für Ihre Mitarbeit und verbleiben

mit freundlichen Grüßen.

Die Plattform Pro Pustertal - PPP

Dr. Christine Baumgartner, Sprecherin

Dr. Christine Baumgartner
PPP – Sprecherin
39031 Bruneck, Hermann- Delago- Str. 4

E. mail: christine.baumgartner@giglserver.de – Tel & Fax: 0474/410466

 

Die Antworten im vollen Wortlaut

Neben den Antworten der Pustertaler LT-Kandidaten gingen auch persönliche Stellungnahmen von Pius Leitner, Sepp Kusstatscher und Herbert Denicolo (zusätzlich zur SVP-Sammelantwort) ein.

Die Kommentare zu den Stellungnahmen der Freiheitlichen, der Grünen und der Union für Südtirol schrieb Frau Dr. Christine Baumgartner, PPP-Sprecherin.

Kommentar zur Antwort der SVP-Kandidaten: Walter Harpf

Die Freiheitliche Partei

Sehr geehrte PPP.

In Beantwortung auf Ihr Schreiben möchte ich folgendes sagen:

1) Förderung öffentlicher Verkehrsmittel!

Finde ich in Ordnung. Es sollte aber alles besser organisiert sein. Das erste Problem gibt es schon am Bahnhof wenn man die Fahrkarte selber am Automat lösen muss. Ich bin 54 Jahre und habe auch Erfahrung mit Computer und ähnlichem, also mit einigen Schwierigkeiten gelingt es mir auch die Fahrkarte zu lösen. Für ältere Menschen ist das meiner Ansicht nach r fast wenn nicht ganz unmöglich. Meiner Meinung nach müsste das Fahrkartenlösen unbedingt   vereinfacht werden.

Auch ich fahre gelegentlich mit dem Zug nach Bozen, sei es bei der Hinfahrt oder bei der Rückfahrt muss man immer beängstigt sein in Franzensfeste den Anschluss nach Bozen oder ins Pustertal zu versäumen. Es sind manchmal nur wenige Minuten Zeit. Fährt man mit der Familie (2Erwachsene+2Kinder) wird die ganze Sache finanziell nicht mehr interessant sodass man lieber und günstiger mit dem Auto fährt.  Familien sollten stark begünstig werden.

Mit dem Bus ist die Pünktlichkeit nicht immer in Ordnung.

2) Brauchen wir Strassen?

Das Pustertal soll nicht durch eine Schnellstrasse oder sogar einer Autobahn versaut werden. Meiner Meinung nach genügen die Umfahrungen der Dörfer und einige wenige Begradigungen. Man sollte unbedingt verhindern dass die Autobahn über di Provinz Belluno durch den Cavallinotunell oder über Cortina zu uns gelangt.

Ich finde es aber für sehr wichtig dass man nach den Wahlen für das weiter kämpft was man vorher gesagt hat und nicht nachher alles wieder vergisst.

Brugger Andreas
Gemeinderat in Innichen undKandidat der Landtagswahlen der Freiheitlichen Innichen

Sehr geehrte Frau Dr. Baumgartner,

ich habe mich über Ihren Brief sehr gefreut, um so mehr freut es mich, dass auch Ihre Initiativgruppe sich bemüht die Meinungen aller Kandidaten/innen einzuholen.

Das Thema "Verkehr" im Pustertal ist ein sehr heikles Thema. Ich bin aber der Überzeugung, dass wir sicher keine Schnellstrasse brauchen, denn wir müssen unser Naturgut erhalten und dies im Interesse der Bürger und unserer Kinder, wobei dies mit einer sehr großen Verantwortung verbunden ist. Die Pustertaler Strasse gehört sicher an einigen Punkten entschärft bzw. verbreitert. Kleinere Ortsumfahrungen, welche zur Verkehrsberuhigung in den Dörfern durch das Pustertal, beitragen (wie z.B. in Percha oder Niederdorf) sind unumgänglich, aber auch nur dann, wenn sie mit der Natur vereinbar sind. Die Umfahrung Welsberg ist ein gutes Beispiel dazu.

Natürlich muss man versuchen und die Unternehmen dazu überzeugen können den Schwerverkehr auf die Schiene zu verlegen, was zu einer allgemeinen Entlastung der Pustertalerstrasse beitragen würde.

Aufgabe der neuen Landesregierung wird es sein eine baldige Lösung zu finden und diese auch umzusetzen. Wir als Oppositionspartei werden uns sicher bemühen, dass dies mit rechten Dingen verläuft und im Sinne der Natur und der Pusterer gehandelt wird.

In der Hoffnung mit dieser kurzen Stellungnahme einen kleinen Beitrag geleisten zu haben verbleibt mit freundlichen Grüßen

Gerd Staffler
Landtagskandidat der Freiheitlichen

An die Sprecherin der PPP Frau Dr. Baumgartner

Da ich anlässlich der bevorstehenden Landtagswahlen für die Freiheitlichen kandidiere, übermittle ich Ihnen gerne meine Stellungnahme zum Dauerbrenner "Verkehr im Pustertal".

Das Pustertal stöhnt seit Jahren unter dem zunehmenden Verkehrsaufkommen. Oftmals gleicht die Straße zwischen Bruneck und Vahrn eher einem langgezogenen Parkplatz als einer Verkehrsader. Wer beruflich mit dem Auto unterwegs sein muss, wird immer wieder auf eine harte Probe gestellt. Terminverspätungen, Lieferverspätungen und Nervenverschleiss sind keine Seltenheit. Was dies für die Wirtschaft aber auch für Private bedeutet, muss wohl nicht näher erläutert werden. Um es in der Sprache meines Berufes auszudrücken: „Wegen des Verkehrsstaus kommen zu mir Leute in den Friseursalon, denen regelrecht die Haare zu Berge stehen!"

Die Mobilität gehört zu den modernen Errungenschaften, stößt aber an ihre Grenzen. Wo die Gesundheit der Menschen auf dem Spiel steht, muss eine Einschränkung her.

Da das Land viele Jahre nur "gewurstelt" hat und tatenlos zugesehen hat, wie das Pustertal im Verkehr erstickt, darf keine Zeit mehr verloren werden. Man muss den Menschen, erst recht vor Wahlen, die Wahrheit sagen. Das Pustertal braucht eine Straße, die durchgehend befahrbar ist. Dabei soll nicht Stück für Stück geplant werden, sondern eine Gesamtlösung präsentiert werden. Eine solche steht für das untere Pustertal immer noch aus. Man kann nicht bis Mühlbach und von Innichen bis Bruneck die Straße ausbauen und Ortsumfahrungen machen und glauben, dass die bestehende Strasse fürs untere Pustertal ausreicht. Die Situation in Vintl ist besonders schlimm. Man möge einmal die Aus- und Zufahrten zur bestehenden Strasse zählen!

Leute, die von Straßenbau und Verkehrsplanung etwas verstehen, kritisieren beispielsweise das Rondell westlich von Welsberg. Dadurch wird der Verkehrsfluss nicht sicherer sondern er wird gehemmt. Alles andere als ein zügiger Ausbau der gesamten Pustertaler Strasse ist eine Zumutung für Einheimische und Gäste. Es braucht keine Schnellstraße und keine E66.

Was den Zug anbelangt, so glaube ich erst daran, wenn zumindest eine der vielen Ankündigungen endlich angegangen wird. Bisher wurden sie nicht einmal im Ansatz umgesetzt. Der Zustand der Bahnhöfe spricht für sich. Wie soll der Zug auch funktionieren, wenn nicht einmal genügend Lokführer zur Verfügung stellen?

Mit freundlichen Grüßen

Rudy Huber
Freiheitliche

Sehr geehrte Frau Dr. Baumgartner, sehr geehrte Damen und Herren der PPP,

anbei meine Stellungnahme zum Thema "Verkehr im Pustertal".

Seit Jahren wird über die unbefriedigende Verkehrssituation im Pustertal geklagt. Gegen die "Alemagna" hat sich eine geschlossene Abwehrfront gebildet, die aber hin und wieder zu bröckeln droht. Angesichts der Tatsache, dass die Staus auf der Pustertaler Strasse zum gewohnten Alltag gehören und dass die Dienste bei der Bahn abgebaut werden, erscheint die Lage trostlos. Zu lange haben die Verantwortlichen in der Vergangenheit weggeschaut bzw. halbherzig nach Lösungen gesucht. Zu allen Vorschlägen nur NEIN zu sagen, reicht nicht aus. Das Land hat erst heuer den längst fälligen Landesverkehrsplan erstellt und der ist das Papier nicht wert, auf dem er geschrieben wurde - es gibt keine verpflichtenden Aussagen.

Mit einem Beschlussantrag wollte ich den Südtiroler Landtag auffordern, sich gegen die Errichtung einer zusätzlichen Schnellstrasse durch das Pustertal auszusprechen. Die Landesregierung forderte ich auf, alle notwendigen Vorkehrungen zu treffen, damit durch das Pustertal keine internationale Verkehrsstruktur (E66) errichtet wird. Die Mehrheit, allen voran die SVP, stimmte dagegen. Die Pustertaler Strasse muss durchgehend zu einer Strasse ausgebaut werden, die sicher und verkehrstauglich ist. Ortsumfahrungen, so umweltschonend wie möglich,  sind auch für das untere Pustertal notwendig, man denke an den immer bedenklicher werdenden Flaschenhals in Vintl. An einigen Stellen sind Überholspuren vorzusehen, wie wir sie aus Osttirol kennen. Die Mühlbacher Umfahrung ist ehestens fertigzustellen, damit die Gefahrenquelle der Osteinfahrt beseitigt wird. Gleichzeitig muss die Politik entscheiden, ob sie die Bahn will oder nicht. Sie wurde vor Jahren zwar elektrifiziert, dann aber immer mehr vernachlässigt. Der Zustand der Bahnhöfe ist teilweise erbärmlich. Letzthin droht sogar die Einstellung einiger Züge, weil die Lokführer nicht ausreichen. In unzähligen Anfragen und Beschlussanträgen habe ich im Landtag gefordert, der Betreuung des Bahnpersonals mehr Beachtung zu schenken und es zu unterstützen. Tatsache ist, dass die Südtiroler Bediensteten in vielen Bereichen benachteiligt werden und teilweise aus Frust den Dienst quittieren. Wer glaubt, die Bahn aufzuwerten, ohne gleichzeitig ins Personal zu investieren, lügt sich selber in den Sack.

Die Pustertaler Bahn hat dann einen Sinn, wenn die Dienste mit Osttirol koordiniert werden und wenn sie in Form einer S-Bahn mit einer regelmäßigen Verkehrsfrequenz (Stundentakt) fährt. Vielleicht wird in die Pustertaler Bahn erst dann investiert, wenn die Vinschger Bahn wieder eingestellt wird?

Mit freundlichen Grüßen:

L. Abg. Pius Leitner

PPP-Kommentar zu den Stellungnahmen der Freiheitlichen

Die Stellungnahmen der Freiheitlichen Südtirols gehen stark auseinander; es treten erhebliche Widersprüche zutage. So ist die angeregte Auflösung von 2 Bahnhöfen absolut nicht im Sinne einer Verbesserung des Bahndienstes. Im Gegenteil; wir meinen dass im Rahmen eines Schnellbahnkonzeptes weitere kleine Haltestellen einzurichten wären! Ebenso muss bezweifelt werden, dass Überholspuren im Sinne der Verkehrssicherheit sind, da erhöhte Fahrgeschwindigkeit mit erhöhtem Unfallrisiko einhergeht und zudem mehr Verkehr anzieht! Dass die Bahnfahrt zu teuer für Familien ist kann so nicht gesagt werden, denn nur wer selten und nur mit einer Einzelfahrtkarte fährt, bezahlt mehr. Es wird richtig angemerkt, dass die Informationsarbeit (Fahrkartenautomaten) zu wünschen lässt. Der allgemeine Abbau der Bahndienste und der fehlende politische Willen zur Verbesserung derselben wird richtigerweise angeprangert. Die Forderung einer zeitgemäßen Schnellbahn deckt sich mit unseren Ansichten. Ebenso die Ablehnung der E66, in welcher Form und unter welchem Namen auch immer. Diese Einschätzungen kommen von jenem Teil der Freiheitlichen Kandidaten, die sich nicht mit oberflächlichen und in den Konsequenzen nicht einmal ansatzweise durchdachten Unmutsäußerungen über den derzeitigen Straßenzustand begnügen. Über letztgenannte Ellebogen-Macher wird sich Herr Berlusconi mitsamt allen Betonierern des Landes herzlich freuen!

Die Grünen

Zur Verkehrsproblematik im Pustertal

Bahn, Personenverkehr: Trotz in den letzten Jahren gestiegener Fahrgastzahlen ist die Situation alles andere als befriedigend. Die Bahn muss zum Rückgrat der Mobilität im Pustertal werden:

- Kurzfristig Verdichtung des Fahrplans zum vollständigen Stundentakt mit Verstärkungen zu den Stoßzeiten (von heute 13 auf mindestens 18 Zugpaare im Regionalverkehr), Angebotsausweitung auch am Abend und an den Wochenenden, Instandsetzung der Bahnhöfe (Bahnsteige, Beschilderung, Wartebereiche), vollständige Vernetzung mit dem regionalen Busverkehr (bessere Abstimmung der Taktzeiten), Ausbau der Direktverbindungen Lienz-Innsbruck auf mindestens 4 täglich.

- Mittelfristig Bau einer Anbindung an die Brennerbahn in Südrichtung mit dem Ziel, die Fahrtzeit Bruneck-Bozen auf unter eine Stunde zu bringen, bessere Zugänglichkeit der Bahn durch neue Haltestellen bzw. bessere Positionierung von bestehenden Haltestellen (z. B. St. Lorenzen, Kiens-Ehrenburg, Bruneck Krankenhaus, Bruneck Ost). Einrichtung eines grenzüberschreitenden Regionalverkehrs Südtirol-Osttirol.

Bahn, Güterverkehr: Eine von beiden Ländern eingesetzte Arbeitsgruppe soll tatsächliche Verlagerungspotenziale definieren und definitiv den "organisatorischen Schwierigkeiten" auf den Grund gehen, die einer verstärkten Nutzung der Pustertalbahn im Güterverkehr entgegenstehen. Dem Zuwachs des Schwerverkehrs auf der Straße ist mit verstärkten Kontrollen und einem Nachtfahrverbot zu begegenen.

Pustertaler Straße: Die bisher verwirklichten Umfahrungen sind eindeutig überdimensioniert, erhöhen den Verkehrsdruck und schaffen damit mehr Probleme als sie lösen. Die verbliebenen Problemstellen an der Pustertaler Straße betreffen nur jeweils sehr kurze Abschnitte, es sind daher nur noch punktuelle Eingriffe zu rechtfertigen, die einzig der Entlastung der Wohngebiete und der Verkehrssicherheit dienen, auf keinen Fall aber noch weitere kilometerlange Neutrassierungen, die als "Ortsumfahrungen" ausgegeben werden. Im Unterpustertal darf das Gebiet südlich der Rienz nicht angetastet werden, in Vintl darf keine Großumfahrung (Nieder- und Obervintl zusammen) verwirklicht werden.

Verkehr in den Ortschaften: Die Lebens- und Aufenthaltsqualität in den Ortschaften darf nicht weiter dem Autoverkehr geopfert werden. Vorrang muss die Sicherung der Mobilität von Fußgängern, Radfahrern und Nutzern öffentlicher Verkehrsmittel haben, die vom Autoverkehr besetzten Flächen in den Ortschaften sind drastisch zu reduzieren. Ohne Beschränkungen für den Autoverkehr in den Ortskernen ist das Verkehrsproblem insgesamt nicht zu bewältigen.

Die Pustertaler Kandidaten der Grünen (Verdi-Grüne-Vërc/DPS)

Hans Peter Niederkofler
Toni Taschler

Liebe PPP, liebe Christine,

ich will hier keine schnellen und schönen Formulierungen im Vorfeld der Landtagswahlen niederschreiben.

Als Beispiele schicke ich euch zwei Dokumente, die ich in letzter Zeit für die Verkehrskommission der Bezirksgemeinschaften des Eisack- und Wipptales formuliert habe. Anlalog kann meine Einstellung auf Pusterer Verkehrprobleme übertragen werden.

1. zum Brenner-Basistunnel und Zulaufstrecken (diese Stellungnahme ist zwar nicht übernommen worden, weil der Vizepräsident eine "schönere" Stellungnahme vorgelegt hatte)

2. eine Diskussionsunterlage für einen Besuch, den ich am kommenden Freitag beim neuen

Eisenbahndirektor haben werde.

Liebe Grüße von

Sepp Kusstatscher

Stellungnahme zum Projekt der südlichen Zulaufstrecke

zum Brenner-Basistunnel (BBT)

(Beschluss der Landesregierung vom 16. Juni 2003, Nr. 2075)

Die Verkehrskommission der Bezirksgemeinschaften des Eisack- und Wipptales gibt zu den vorgelegten Studien zum Bau der neuen Eisenbahntransversale München-Verona mit dem Brenner-Basistunnel und im Besonderen zum Bau der südlichen Zulaufstrecke (Abschnitt von Franzensfeste bis Bozen) folgende Stellungnahme ab.

Vorausgeschickt

wird, dass die durch den Verkehr verursachten Belastungen im Eisack- und Wipptal für Mensch und Natur Ausmaße angenommen haben, die nicht hingenommen werden können. Kein Tal der Alpen hat so viel Transitverkehr wie jene südlich und nördlich des Brenners.

Grundsätzlich

werden die Anstrengungen zur Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene befürwortet, besonders die Absicht, den Transport der Güter weitestgehend unterirdisch abzuwickeln.

Festgestellt

werden muss jedoch, dass das zur Zeit vorliegende Konzept von zweifelhaften Prognosen der Güterverkehrssteigerung ausgeht und nicht akzeptierbare Lösungen vorschlägt:

Die derzeit über den Brenner transportierte Gütermenge auf Straße und Schiene beträgt rund 38 Millionen Tonnen pro Jahr. 2020 sollen es 78 Millionen Tonnen sein, das sind mehr als doppelt so viel. Aufgrund der Planvorgaben für die neue Eisenbahn-Transversale sollen bloß 20 Millionen Tonnen Güter von der neuen unterirdischen Bahn übernommen werden, das heißt, es sollen nach dem Bau des BBT mit Zulaufstrecken 58 Millionen Tonnen an Gütern auf der A22 und auf der alten Bahntrasse durch unser Land rollen, also 20 Mio. Tonnen mehr als heute.

Angemerkt werden muss,

dass Verkehrswachstum kein Naturereignis ist, sondern eine Entwicklung, die von den politischen Vertretern gesteuert werden kann und muss (besonders über das Prinzip der Kostenwahrheit aller Transporte!). Es ist unverständlich, dass bei stagnierender Bevölkerung in Europa und bei dieser Wirtschaftslage (keine unterversorgten Gebiete, viel eher Probleme mit der Überproduktion in vielen Bereichen...) so überzogene Wachstumsraten den Studien zu Grunde gelegt werden.

Das Konzept und die vorgelegten Projektstudien werden daher entschieden abgelehnt.

Vorschläge unsererseits:

Die europäische Verkehrspolitik muss massiv beeinflusst werden. Es kann nicht sein, dass das Prinzip der Freiheit des Verkehrs über dem Recht auf Gesundheit der Bürger steht. Die Kostenwahrheit als Wirtschaftsprinzip ist schrittweise einzuführen.

Der Bau einer neuen unterirdischen Eisenbahn für den Güterverkehr wird akzeptiert, jedoch nur unter folgenden Vorgaben:

Es ist schon in der Planungsphase Vorsorge zu treffen, dass bei einer solchen Rieseninvestition und nach so gewaltigen Eingriffen in die Landschaft die Lebensqualität der Anrainer nachhaltig verbessert wird. Entsprechende Garantien sind schon vorher zu erwirken.

Vorrangig ist die Modernisierung und eine attraktive Gestaltung der bestehenden Eisenbahn sowie eine effizientere Bahnverwaltung, damit die Bahn eine echte Konkurrenz zum Individualverkehr auf der Straße wird (die Schweiz könnte als Vorbild dienen).

Vor allem ist wirksamer Lärmschutz auf der derzeitigen Trasse zu gewährleisten (rollendes Material und Schienenstränge laut besten technischen Standards, ausreichend Lärmschutzwände und - wo notwendig - Einhausungen, vor allem in engen Talabschnitten und durch Wohngebiete...).

Bei der Planung und Ausführung ist die betroffene Bevölkerung über die Anrainer-gemeinden einzubinden.

Grundbesitzer und Anrainer sind angemessen und rechtzeitig zu entschädigen; auch die Wertminderungen von Liegenschaften in der Umgebung sind zu berücksichtigen.

 

Kritische Anmerkungen und Forderungen an die Eisenbahndirektion Bozen

 

Die lokale Eisenbahn als Dienstleistungsunternehmen

Der Erfolg eines Unternehmens hängt in erster Linie von der Begeisterung und vom Einsatz der Mitarbeiter/innen ab. Die für die Personalentwicklung der Eisenbahn Verantwortlichen müssen sich mehr einsetzen, um Motivation, Engagement und Kundenfreundlichkeit zu steigern. Die Eisenbahn als Dienstleistungsbetrieb muss den Dienst am Kunden als erste Aufgabe sehen.

Tarife und Fahrkarten

Die Tarife sind günstig, besonders jene für Pendler. Der Kauf der Fahrkarte ist aber für solche, die selten fahren, vor allem für Ausländer, schwierig. An den kleineren Bahnhöfen gibt es weder Auskünfte noch Hilfestellungen beim Einlösen der Fahrkarten. Auch auf größeren Bahnhöfen steht in den Nachtstunden kein Auskunftsdienst zur Verfügung. Die grünen Geräte des „Kartenentwerters", dessen Sinn vor allem Ausländer bei Einzelfahrten nicht erkennen können, sind nicht identisch mit dem Bild auf den Plakaten, mit welchen auf die Notwendigkeit des Abstempelns hingewiesen wird.

Es ist nicht einzusehen, warum neue Abonnements nur in Bozen erhältlich sind und warum die Wertkarten für Abonnenten nur an Hauptorten gekauft werden können. Jemand, der beispielsweise täglich von Sterzing nach Klausen pendelt, kriegt weder am Abfahrts- noch am Zielort eine Wertkarte.

Gruppenfahrkarten sind nur in Brixen und Bozen erhältlich. Wenn z.B. eine Lehrerin aus Klausen einen Ausflug mit einer Schulklasse nach Bozen machen möchte, muss sie mit einer Namensliste eigens nach Bozen oder Brixen fahren, um eine ermäßigte Gruppenfahrkarte kaufen zu können. Wenn dann am Tag der Lehrfahrt oder des Ausfluges Schüler fehlen sollten oder beispielsweise die Fahrt aus Witterungs-gründen verschoben werden muss, ist es sehr umständlich, den einbezahlten Betrag wieder zu bekommen.

Überfüllte Pendlerzüge

Die wichtigsten Pendlerzüge sind regelmäßig überfüllt, vor allem an Schultagen in der Früh auf der Strecke zwischen Klausen und Bozen. Es müsste doch möglich sein, aus den Erfahrungen zu lernen. Es gibt Zeiten, wo regelmäßig mindestens ein oder zwei Waggons mehr angehängt werden müssten, und andere, wo die Hälfte der Waggons auch ausreichten.

Auskunftsdienste

An kleineren Bahnhöfen braucht das Personal keine Auskünfte an Reisende erteilen. Ja, es dürfen gar keine Fahrkarten durch das Personal ausgegeben werden. Sehr selten werden Ankünfte, Abfahrten, eventuelle Verspätungen usw. auf diesen Bahnhöfen angekündigt, und wenn, dann öfters bloß einsprachig. Vielfach werden die Durchsagen kaum verstanden, was teilweise an der Qualität der Lautsprecher liegen mag, zum Teil aber auch an der Sprachkompetenz der Bediensteten. Die Beschilderungen in den Warteräumen sind z.T. nur italienisch und, wenn sie auch auf Deutsch verfasst sind, sind diese sprachlich oft sehr mangelhaft.

Wenn ein Zug auf der Strecke stehen bleibt, wird den Fahrgästen nie eine Auskunft über die Ursache und die Dauer der Fahrtunterbrechung erteilt. Es wäre wohl nicht zu viel verlangt, dass ein Zugführer eine Mitteilung macht, sich eventuell bei den Fahrgästen entschuldigt und um Verständnis ersucht.

Warteräume und Bahnhofsareal

Die Bahnhöfe selbst (Warteräume, Toiletten...) und das Areal rund herum sind vielfach verschlampt und schmutzig, jedenfalls sind sie alles eher als einladend. Die FS-Verantwortlichen sollten einmal zum Vergleich Bahnhöfe in der Schweiz besuchen.

Aufgelassene Bahnhöfe und nicht mehr genutzte Bahntrassen

Die Gebäude und das Areal aufgelassener Bahnhöfe sind die schlimmste Visitenkarte der Bahnverwaltung. Dass diese unbeaufsichtigten Areale und leerstehenden Häuser oft auch illegal benutzt werden und vielfach für gefährliche und bedenkliche Zwecke missbraucht werden, ist den Verantwortlichen der Bahn sicher bekannt.

Es ist glattweg ein Ärgernis, wie die alte Eisenbahnstrecke zwischen Pflersch und Gossensass nach dem Bau des neuen Tunnels hinterlassen worden ist und wie sie jetzt nach Jahren immer noch ausschaut.

Parkplätze an den Bahnhöfen

Obwohl die Eisenbahnverwaltung zumeist viel Gelände in unmittelbarer Nähe der Bahnhöfe besitzt, wird dem Bahnbenutzer an manchen Orten kein oder nur sehr wenig Parkplatz angeboten. Brixen ist das eklatanteste Beispiel im Eisacktal, wo Autofahrer, die auf die Bahn umsteigen, untertags in der Nähe des Bahnhofs nirgends ihren PKW abstellen können. Sogar jene, die eine nicht unbeachtliche Parkgebühr pro Monat an die Bahnverwaltung bezahlen, finden oft keinen freien Parkplatz, wenn sie nicht schon in aller Früh da sind.

Wartezonen und Bahnsteige

Die Bahnbenutzer finden außer in Bozen fast keine überdachten Bahnsteige vor, wo sie bei Regenwetter einen Unterstand finden können. Die Warteräume sind zu klein und alles eher als zum Verweilen einladend.

In anderen Ländern scheint es technisch möglich zu sein, dass die Bahnsteige das Niveau der Zugeingänge haben. Alte Leute, Kinder, Behinderte und Mütter mit Kinderwagen brauchen bei uns vielfach fremde Hilfe, um überhaupt in die Züge hinein und heraus zu kommen.

Zugänge und Ausgänge am Bahnhof in Bozen

Es braucht wohl keinen Experten um festzustellen, dass die Mindest-Sicherheits-Standards am Bahnhof in Bozen nicht eingehalten werden. Die Ausgänge sind eng und verwinkelt und könnten bei Panik katastrophale Auswirkungen haben. Dort möge einmal um 7.30 oder 8 Uhr in der Früh eine Zivilschutzübung durchgeführt werden. Die Toiletten, nicht nur in der Unterführung von Bozen, sind eine Zumutung für jeden Bahnreisenden.

Fahrpläne

Die Fahrpläne zielen vielfach auf die Bedienung der Landeshauptstadt Bozen ab. Wer in der Früh nach Bozen zur Arbeit und am Abend zurück fahren will, hat relativ günstige Fahrpläne. Dass manche Züge regelmäßig übervoll sind (z.B. jener, der um 6.58 Uhr von Brixen abfährt), müsste der Eisenbahndirektion wohl bekannt sein. Warum werden nicht mehr Waggons angehängt? – Als bis vor

wenigen Jahren noch ein weiterer Zug zwischen 7 und 8 Uhr nach Bozen fuhr, war es besser. Dieser wurde aber gestrichen, obwohl alle Züge in der Früh sehr gut ausgelastet waren.

Untertags und bei Nacht gibt öfters oft lange Intervalle ohne öffentliche Verkehrs-mittel, besonders für die Gebiete von Sterzing-Gossensass und Klausen-Waidruck, wo keine Eilzüge anhalten.

Klausen als Beispiel für mangelhafte Angebote hergenommen werden.

* in Richtung Bozen: werktags fährt zwischen 8.20 bis 12.16 Uhr kein Zug; in der Nacht gibt es keinen Zug zwischen 20.07 und 6.36 Uhr; sonntags halten überhaupt nur sechs Züge in 24 Stunden: 6.36, 8.20, 14.07, 16.07, 18.07 und 20.07 Uhr;

* in umgekehrter Richtung von Bozen ins Eisacktal ist es nicht besser; dass werktags der letzte Lokalzug von Bozen um 21.31 Uhr abfährt, bedingt, dass alle, die in Bozen eine Abendveranstaltung besuchen wollen, auf ihr Auto angewiesen sind; der erste Zug in der Früh startet um 6.00 Uhr, sonntags erst um 9.31 Uhr (sic!).

 

 

Züge aus dem Eisacktal und Anschluss zur Industriezone Bozen bzw. nach

Meran:

als Beispiel, dass die Fahrpläne schlecht bzw. überhaupt nicht aufeinander abgestimmt sind, sollen hier die Anschlüsse werktags in der Früh angeführt werden. Vier Minuten, bevor der erste Zug aus dem Eisacktal in Bozen ankommt (7.00 Uhr), fährt der Meraner Zug ab (6.56 Uhr). Diese Nichtabstimmung der Fahrpläne ist grobe Fahrlässigkeit! oder Boshaftigkeit?

Zwischen Brenner und Innsbruck

gibt es bedeutend mehr Lokalzüge als auf der Südtiroler Seite. Die wenigen Züge von Bozen zum Brenner sind nicht mit den Fahrplänen der Nordtiroler Lokalzüge abgestimmt. Es ist fast unmöglich, mit dem Zug von Sterzing nach Innsbruck (bloß 50 km!) zu pendeln. - Es ergibt auch wenig Sinn, dass die Lokalzüge von Innsbruck bloß bis zum Brenner fahren, wo so wenig Leute wohnen und wo es kaum einen Anschluss gibt.

Noch ein Beispiel: Wer in Bozen in den Morgenstunden kurz etwas zu erledigen hat und bald wieder in das Eisacktal zurückfahren möchte, hat von 10.00 bis 12.45 Uhr überhaupt keine Möglichkeit, nach Waidbruck, Klausen oder Sterzing zu fahren. Zudem muss vermerkt werden, dass der Zug um 10 Uhr nur montags bis freitags fährt und außerdem zwischen 9. und 17. Februar sowie am 20. Mai ganz entfällt.

Abstimmung der Zug- und Busfahrten

Der Bus sollte vor allem jene Orte bedienen, die von der Eisenbahn nicht erreicht werden. Fahrten von Bus und Bahn parallel und in Konkurrenz können dem Steuerzahler gegenüber nicht gerechtfertigt werden. Dass die Fahrpläne der öffentlichen Verkehrsmittel aufeinander abgestimmt werden sollten und dass der Bus als „Zulieferer" für die Bahn

eingesetzt werden sollte, müsste eine Selbstverständlichkeit sein. Es könnte beispielsweise ein beträchtlicher Teil der vielen Busse, die zwischen 7.00 und 7.45 Uhr von Klausen nach Brixen fahren, eingespart werden, wenn diese mit der Eisenbahn abgestimmt wären. In unmittelbarer Nähe aller Bahnhöfe sollten daher Busparkplätze geschaffen werden. Diese Forderung wird vor allem in Sterzing erhoben.

Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit

Wir sind nicht verwöhnt und wissen, dass es Zeiten gab, wo es noch schlimmer war als heute. Die Lokalzüge sind zur Zeit relativ pünktlich. Ärgerlich ist, wenn Anschlusszüge auf Züge, die auch nur sehr wenig verspätet ankommen, oft nicht warten. - Schlimm sind die relativ häufigen Verspätungen bei nationalen und internationalen Zügen.

Zuverlässigkeit ist wichtiger als Geschwindigkeit.

Das soll vor allem jenen gesagt werden, die das Allheilmittel im Bau einer neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke durch den Brenner-Basistunnel sehen. In diesem Zusammenhang müssen auch die Streiks erwähnt werden, die öfters überhaupt nicht angekündigt werden. Die Verkehrsmelde-zentrale der Landes wird darüber oft nicht informiert.

Das Warten am Brenner

Bevor Hochgeschwindigkeitsbahnen gebaut werden, sollte man anfangen, durch logistische, organisatorische und technische Maßnahmen die Geschwindigkeit der Züge zu erhöhen. Die langen Wartezeiten am Brenner sind anachronistisch. Es müssen ausreichend Mehrstrom-Loks eingesetzt werden. Die Strecke von München bis Verona wäre heute schon laut Auskunft von Eisenbahnexperten in rund drei Stunden mit der Bahn bewältigbar.

Wagenmaterial: Sicherheit und Sauberkeit

Das im Nahverkehr eingesetzte Wagenmaterial ist großteils veraltet und schlecht gewartet. Die interregionalen Züge, vor allem jene aus dem Süden, sind oft arg verschmutzt und stickig. Der Zigarettenqualm aus den Raucherabteilen zieht auch in jene der Nichtraucher. In Folge fehlender oder defekter Klimatisierung müssen oft Fenster geöffnet werden, was Zugluft verursacht. Es kommt öfters vor, dass Waggons überheizt und andere nicht beheizt sind.

Oft sind Ausgangstüren schadhaft und sogar versperrt, was wohl ein grober Sicherheitsmangel ist. Die Abteiltüren gehen nach innen auf, entgegen der allgemeinen Vorschrift, dass Türen bei öffentlichen Lokalen aus Sicherheitsgründen nach außen aufgehen müssten.

Lärmschutz

Seit Jahren wird von Anrainern auf dieses Problem hingewiesen. Wenn die Strecke stärker befahren werden soll, vor allem, wenn die Anzahl der Güterzüge erhöht werden soll, ist vorher unbedingt der Lärmschutz zu verbessern. In vielen Fällen genügt nicht eine Wand, weil damit nur der Lärm auf die andere Seite reflektiert wird. Im Eisack- und Wipptal, vor allem dort, wo das Tal eng ist und die Hänge beidseitig besiedelt sind, ist wahrscheinlich nur mit Einhausungen ein effizienter Lärmschutz zu erreichen. Die üblichen Lärmschutzwände wirken oft wie Trichter, die den Lärm nur weiter nach oben tragen. Wenn der Güterverkehr auf der Schiene zunehmen soll (und das muss er wohl, wenn die LKWs auf der Autobahn reduziert werden sollen), dann muss auch das Rollmaterial verbessert werden. Die alten klapprigen Lastenzüge sind die größten Lärmverursacher in unseren engen Tälern.

Lärmschutzmaßnahmen müssen dort, wo die Autobahn und die Eisenbahn nebeneinander verlaufen, mit der Verwaltung der A 22 abgesprochen werden.

Zugsicherungssystem veraltet

Der Abschnitt zwischen Franzensfeste und Vahrn ist ein „Flaschenhals". Wegen eines veralteten Zugsicherungssystems müssen dort zwei Züge derselben Fahrtrichtung einen Abstand von mindestens zehn Minuten einhalten. Güterzüge müssen daher immer wieder gestoppt werden, was häufig zu Rückstaus führt.

Schranken an Bahnübergängen

Es werden zwar immer mehr Bahnübergänge durch Unter- oder Überführungen eliminiert. Die immer noch mit Schranken bedienten Bahnübergänge sind technisch veraltet. Im Ausland ist es üblich, dass automatisch funktionierende Schranken unmittelbar vor der Zugdurchfahrt schließen und sofort danach wieder öffnen und dass der Straßenverkehr wegen eines durchfahrenden Zuges nur ganz kurz angehalten werden muss. - Wenn alte Bestimmungen unsinnige Wartezeiten bedingen, wie oft behauptet wird, dann sind halt diese Bestimmungen an die heutige Zeit, wo es neue technische Möglichkeiten gäbe, anzupassen.

Wartung der Tunnels

Der Schlerntunnel wird anscheinend täglich am späten Vormittag inspiziert und gewartet. Das bedeutet, dass zu einer wichtigen Tageszeit keine oder fast keine Züge verkehren dürfen. Wieso wird ein Tunnel nicht in der Nacht gewartet, etwa zwischen 2 und 5 Uhr? Die Anrainer wären sicher dankbar, wenn somit die Nächte etwas ruhiger würden.

Güterverkehr

Um den Güterverkehr auf der Autobahn zu reduzieren, sollten zunächst zumindest jene Züge, die hinter dem Brenner verladen bzw. entladen werden, auch durch Südtirol fahren dürfen.

Früher wurden fast auf jedem Bahnhof Güter auf- und abgeladen. Dass wir heute in Südtirol sozusagen keinen, jedenfalls keinen mit moderner Verladetechnik ausgestatteten Güterbahnhof mehr haben, ist ein Beweis für eine verkehrte Verkehrspolitik. Allerdings: es muss nochmals darauf hingewiesen werden, dass vor einer Intensivierung des Güterverkehrs auf der Schiene an Lärmschutzmaßnahmen zu denken ist.

Gegen die Verlegung des Bahnhofs Bozen

Es ist höchste Zeit, dass der Bahnhof Bozen modernisiert und attraktiver gestaltet wird. Es ist auch dringend notwendig, dass der Güterverkehr an Bozen vorbei und unter den Kohlerer Berg durchgeleitet wird. Dass dann das frei werdende Areal für die Stadterweiterung von Bozen intensiv genutzt werden soll, ist verständlich. Jedoch nicht einverstanden sind all die Zugfahrer, wenn der Bahnhof von Bozen um rund 600 m nach Osten verschoben wird. Der Bahnhof von Bozen hat eine ideale Lage, die erhalten werden muss.

Trassenverlegung bei Aicha

Die Gemeinde Natz-Schabs fordert die Verlegung der Bahntrasse in den Berg. In Aicha und in Schabs ist die Bahn nicht nur eine Lärmquelle für Wohngebiete. Die Geleise teilen dort Wohn- und Wirtschaftsräume. Die Pusterer Eisenbahn soll durch den Bau einer neuen Schleife direkt auf die Brennerlinie geführt werden, um den Umweg über Franzensfeste zu vermeiden und die Fahrtzeit von Bruneck nach Brixen bzw. Bozen deutlich zu verkürzen.

Abschließend zwei zentrale Forderungen:

Attraktivität: Daran ist vor allem zu arbeiten. Die Eisenbahn muss insgesamt einladender, sauberer und attraktiver werden. Die Bahnverwaltung muss wie ein unternehmerisch denkender Reiseanbieter immer mehr Autofahrer dazu „verführen", dass sie vom Auto auf den Zug umsteigen, bzw. den Transportunternehmern seriöse Angebote machen, solche, die vorteilhafter sein müssen als das Transportieren mit LKWs auf der Straße, und zwar in Bezug auf Sicherheit, Verlässlichkeit, Kosten...

Ausbau der Angebote: Es braucht mehr und bessere Angebote. Zwischen Innsbruck und Bozen muss in beide Richtungen ein Lokalzug mindestens im Stundentakt fahren, in den Morgenstunden im Halbstundentakt, ebenso zu Mittag und am Abend. Auch muss es bis Mitternacht Angebote mit öffentlichen Verkehrsmitteln geben.

Und: Wenn festgestellt wird, dass Züge zu bestimmten Zeiten häufig überfüllt sind, müssen mehr Waggons angehängt oder zusätzliche Züge zwischendurch auf die Strecke geschickt werden.

Verfasser: Sepp Kusstatscher

Sie wissen, dass sich die Grünen intensiv mit der Verkehrsproblematik beschäftigen. Die Grünen müsen sich nicht einer Wirtschaftspolitik unterwerfen, die nur auf Profitmaximiereung aus ist: mehr, schneller...

Die Grünen wollen nicht nur ein "starkes Südtirol", in dem für Schwache, für Langsame... kein Platz mehr ist. Die von der großen Partei geheiligten "starken Menschen" sind nur relativ stark, müssen immer "stärker" werden, d.h. auch immer  schneller; also auch größere Autos, bessere Präsentierbahnen, mehr Handel, mehr Tourismus... Ob das alles auch mehr Glück bedeutet, bezweifle ich stark an...

Weniger ist mehr... Langsam ist schön...

Die konkreten Lösingsvorschläge hat schon Hanspeter Niederkofler geliefert. Er ist unser Fachmann in dem Bereich.

Hoffentlich werden wir nicht von den Starken  überrollt.

Mit freundlichen, verkehrsberuhigenden Grüßen

Toni Taschler

PPP- Kommentar zu den Stellungnahmen der Grünen

Die Grünen haben die konkretesten Vorschläge in den Bereichen Personenverkehr und Gütertransport mit der Bahn vorgelegt; mit einem Stundentakt auch in den Abendstunden und Anbindung an die Brennerbahn sowie nach Osttirol. Zur Pustertaler Straße empfehlen sie nur punktuelle Eingriffe sowie Beschränkungen für den Autoverkehr in den Ortschaften im Sinne einer zu steigernden Lebensqualität. Als einzige fordern sie richtigerweise das LKW- Nachtfahrverbot. Wir finden, dass so viel ernsthafte Detailarbeit und das Aufzeigen von durchaus realisierbaren Lösungsvorschlägen Anerkennung verdienen!

 

SVP

Die Pustertaler SVP-Verkehrskommission hat ein umweltverträgliches und umfassendes Konzept für die Lösung der Verkehrsproblematik im Tale vorgelegt.

Allgemein muss in erster Linie darauf geachtet werden, dass der nicht vermeidbare Verkehr die Lebensqualität der Bevölkerung nicht vermindert und die Erfordernisse des Natur- und Umweltschutzes beachtet. Es ist deshalb die Voraussetzung, dass ein umweltverträglicher Ausbau der Pustertaler Straße erfolgt, wobei die heutige Trasse für die Verbesserung des Verkehrsnetzes hergenommen wird in einer Gesamtbreite von 11 m und einer Fahrbahnbreite von 7.5 m.

Erforderlich ist eine zeitgemäße Umfahrung der einzelnen Dörfer, wobei insbesondere sichere Ein- und Ausfahrten verwirklicht werden müssen. Neben diesem moderaten Ausbau der Straße welcher die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer verbessert, die Dorfzentren beruhig und die Umweltbelastung reduziert, muss eine Qualitative Verbesserung des öffentliches Verkehrs (Bahn, auch Warentransport, Verkürzung der Fahrzeiten, Busdienste auch in neuen Wohnbauzonen und zu den großen Betriebsstätten, Liberalisierung der Dienste usw,) erfolgen. Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang eine zeitgemäße Anbindung mit Osttirol und dementsprechend die dringende Verbesserung der Verkehrsschleife in Franzensfeste und dadurch auch die Beschleunigung des Durchzugsverkehrs.

Die Nutzung der Bahnhöfe soll durch eine eigene Organisation in Angriff genommen und unbürokratisch abgewickelt werden. Ein besonderes Augenmerk ist dem Mobilitätszentrum in Bruneck und dem Bahnhofsareal in Innichen zu schenken, zwei Objekte, die eine überregionale Bedeutung haben. Die vorhandenen Bahnhofsgebäude sind zeitgemäß auszubauen und sollen nach Möglichkeit von den einzelnen Gemeinden geführt werden. Das Land soll die Verträge so schnell wie möglich in Bezug auf den Lokalverkehr mit den staatlichen stellen verhandeln und regeln und die Möglichkeit nutzen, beim Ausbau und bei der Führung der Bahn mitzureden.

Die Verbesserung der Fahrpläne wird bereits durchgeführt.

Für die Freizeitgestaltung und für den Tourismus ist der Abschluss des Fahrradweges von Mühlbach bis Innichen von besonderem Interesse. Nachdem die Versicherungsfrage gelöst ist, müssen die einheitliche Beschilderung, die Mehrfachnutzung der Fahrradwege und vor allem die Halte- und Raststätten ausgebaut und neu errichtet werden. Auch aus Sicherheitsgründen ist ganz besonders eine einheitliche, ausreichende und vollständige Beschilderung erforderlich und vor allem soll durch die Lösung eines koordinierten Transportes der Fahrräder durch die Bahn das Fahrradwegenetz attraktiver und funktioneller gestaltet werden. Der Ausbau des Fahrradwegenetzes ist in den Seitentälern ebenso zu fördern wie ein vernünftiger Ausbau der Straße zwischen Bruneck und Innichen in jeden Abschnitten, die nicht schon saniert sind. Ebenso ist der weitere Ausbau der Gadertaler Straße, die Einfahrt der Pustertaler Straße ins Gadertal und die Verbesserung der Ahrntaler Straße (vor allem die Anbindung an die Pustertaler Straße) anzustreben.

Von übergemeindlicher Bedeutung muss auch die Schließung des Nordringes in Bruneck angesehen werden, die in der nächsten Legislatur realisiert wird.

Die SVP Kandidaten/innen des Pustertales für die Landtagswahlen am 26. Oktober 2003

gez. Luis Durnwalder, Florian Mussner, Hans Berger, Herbert Denicoló, Cristina Gianotti, Manfred Jud, Franz Pahl, Martha Stocker
Bruneck, 08. September 2003

Vom PPP-Gründer Herbert Denicolo zur Veröffentlichung zugesandt:

A)

Plattform „PRO PUSTERTAL"

Die Plattform „Pro Pustertal" hat sich gebildet, um eine umfassende und gleichzeitig sehr konkrete Wertediskussion darüber zu führen, welche Zukunft unserem Tale und seiner Bevölkerung gegeben werden soll.

Unmittelbarer Anlass dazu ist die Auseinandersetzung rund um den Verkehr, um die Frage des Straßenzustandes, um Erweiterung, Umfahrung, Ausbau bzw. Neutrassierung, um die verantwortliche und zukunftsfähige Gestaltung des Verkehrs auf der Schiene, um den Stellenwert von Auto-Mobilität, um die Standortdiskussion in wirtschaftlichen Fragen, um die Vernetzung des Pustertales mit seinen Nachbarn in Ost und West, im Norden und im Süden. Es geht schließlich um die Frage, was internationale Verträge und Konventionen wert sind, es geht um Schadensbegrenzung inmitten der Alpen.

„Pro Pustertal" will Wissen, Einsichten und Wertorientierung in diesen Fragen vermitteln, einseitig und dialogisch, fachkompetent und engagiert, Partei ergreifend für offene und offen gelegte Diskussion rund um Studien, Bauleitpläne, Landesleitlinien, Leitbildentwicklungen und Projekte, die weit über das Tal hinaus Bedeutung haben, wie zum Beispiel die Vorbereitung auf den Bau des Brennerbasistunnels mit seinen Zulaufstrecken.

„Pro Pustertal" will durch Information und Gegenüberstellung Bürgerbeteiligung mobilisieren, eine offene und sachlich-argumentierende Auseinandersetzung zwischen verschiedenen Interessensgruppen organisieren, damit nicht „über die Köpfe hinweg" entschieden wird.

„Pro Pustertal" will eigene Vorstellungen und Überlegungen in den Entscheidungsprozeß einführen und gleichzeitig eine Lanze für den raschen und wirksamen Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs auf Straße und Schiene brechen.

„Pro Pustertal" stellt selbstverständlich auch die Frage nach der wirtschaftlichen Zukunft des Tales, weil sie die Existenz sichert. Deshalb ist nachhaltig, sozial ausgleichend und umweltverträglich zu entwickeln. Die Plattform ergreift Partei für sofortige und wirksame Investitionen in eine menschen- und umweltverträgliche Mobilität im Pustertal.

Bruneck, am 17. April 2002

B)

Stellungnahme zur Verkehrssituation im Pustertal

Die Bevölkerung jener Pusterer Gemeinden und Ortschaften, deren Dorfzentren von der Hauptstraße durchzogen werden sowie alle Personen, die auf Mobilität aus verschiedensten Gründen aktiv oder passiv angewiesen sind, spüren zunehmende verkehrsbedingte Belastungen und sind somit dem Verlust an Lebensqualität (Gefährdung von Gesundheit, Sicherheit, Wohlstand, Natur und Umwelt) ausgesetzt.

Deshalb werden alle politischen Verantwortungsträger auf Gemeinde-, Bezirks-, Landes-, Staats- und Europaebene aufgefordert, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, damit ein Gesamtkonzept zwecks Verbesserung der Verkehrslage auf Straße und Schiene – beide Verkehrsadern sind gleichrangig zu behandeln - erstellt und in den Landestransportplan (LTP) aufgenommen wird.

Ausdrücklich wird in diesem Zusammenhang die Initiative des Landeshauptmannes begrüßt, alle vorliegenden, auf die Straße bezogenen Ausbau- und Umfahrungsprojekte prüfen und in kürzest möglicher Zeit in Absprache mit Bezirksgemeinschaft und Gemeinden zu einem entscheidungsreifen Gesamtvorschlag von Mühlbach bis Winnebach verarbeiten zu lassen. Den räumlichen, wirtschaftlichen, sozialen und umweltrelevanten Wirkungen auf den Pustertaler Lebensraum ist in der Planungsphase nachhaltig Rechnung zu tragen. Eine Streckenführung, die die technischen Merkmale und somit den Charakter einer Schnellstraße trägt, wird abgelehnt, weil zusätzlicher Verkehr, insbesondere Durchzugs- und Fernverkehr, angezogen wird und somit der Ablehnung der Alemagna und den Bemühungen um Streichung der E-66 zuwider gehandelt wird.

Schließlich wird die Landesregierung ersucht, in Zusammenarbeit mit der Bezirks-gemeinschaft und den Bahnhof-Gemeinden alles zu tun, damit der Warenverkehr auf der Schiene entscheidend verbessert wird, der öffentliche Nahverkehr auf Straße und Schiene endlich so aufeinander abgestimmt und verbessert wird, dass die Nutzung desselben attraktiv, bequem, zuverlässig und preisgünstig gestaltet wird, dass die Voraussetzungen geschaffen werden, damit Bahnhöfe und dazugehörende Areale in die Landesselbst-verwaltung aufgenommen werden können sowie eine Machbarkeitsstudie für die Bahn-schleife von Aicha nach Vahrn erstellt wird, damit die Fahrzeit von Innichen nach Bozen wesentlich verkürzt werden kann.

In Zusammenarbeit mit dem Bundesland Tirol soll die Bahnverbindung Lienz–Innsbruck - auch mit Unterstützung europäischer Förderungsprogramme wie z.B. INTERREG - nicht nur erhalten, sondern entsprechend ausgebaut werden.

Der SVP-Bezirkssozialausschuss des Pustertales

Bruneck, 16. Juli 2002

Kommentar zu den SVP- Stellungnahmen

Als Regierungspartei muss sich die Sammelpartei natürlich von allen um das Wohl des Tales besorgten Bürgern besonders genau auf die Finger schauen lassen und verstehen, dass man mangels klarer Aussagen auch zwischen den Zeilen liest!

Einleitend sei die Frage nach der Legitimierung der sogenannten „Pustertaler Verkehrskommission" erlaubt, deren Einschätzungen die unterzeichnenden Kandidaten zu übernehmen scheinen.

Jene Kommissionsmitglieder, die dafür bekannt sind, sich tiefere Gedanken über die Verkehrs- Szenarien und Risiken im Pustertal zu machen, sind ausgetreten. Übrig blieben die Befürworter des sogenannten „vernünftigen Straßenausbaues", die eine besondere Nähe zu den ausführenden Baufirmen und angeblich Schnellstraßenabhängigen Wirtschaftskreisen nicht leugnen können!

Wir sind jedenfalls erstaunt darüber, dass sich die 8 Kandidaten der Sammelpartei in Verkehrsfragen mit einer nicht gewohnten Einmütigkeit geäußert haben. Bisher gab es bekanntlich extrem divergierende Meinungen, die von der Forderung nach Schnellstraßenausbau bis zur Priorität für die zeitgemäße Bahnnutzung reichten. Siehe (oben) die Stellungnahme des Bezirkssozialausschusses vom 16.07.02 zur Verkehrssituation im Pustertal. Sie stimmt mit den PPP- Prinzipien überein.

Die Tatsache, dass neue und schnellere Straßen immer neuen Verkehr anziehen widerlegt die Behauptung, der großzügige Ausbau diene der Natur, der Umwelt, der Lebensqualität oder gar der Volksgesundheit, deren Bedrohung durch zügellosen Verkehr ausreichend belegt ist.

Man behauptet ein umfassendes Verkehrskonzept vorzulegen. Für die Bahn gibt es allerdings weiterhin nur die hinlänglich bekannten Wortspenden. Also sollten wir uns realistischerweise stattdessen wohl eher eine umfassende Betonierung und Asphaltierung erwarten! Warum man dem Brunecker Mobilitätszentrum (inklusive Abriss des Denkmalgeschützen Bahnhofes) angesichts des Stellenwertes, den man der Bahn offensichtlich noch einräumt, „ein besonderes Augenmerk schenken" sollte, ist nicht nachvollziehbar. Welche „überregionale Bedeutung" dem Innichner Bahnhof zukommen sollte ist ebenfalls unverständlich, zumal man sich gerade dort alle Mühe gibt, keine Warentransportfunktion mehr zu erfüllen, bzw. nur bestrebt ist, der Wirtschaft auch dort neue Areale zukommen zu lassen!

Die Pusterer SVP-Kandidaten möchten Verkehr vermeiden: Nun, 80% unseres Straßenverkehrs sind (bisher) hausgemacht. Ein beachtlicher Teil davon wäre mit einem zeitgemäßen (siehe z.B. Regionalzüge in Deutschland) Schnellbahndienst mit zusätzlichen Haltestellen, usw. sehr wohl vermeidbar! Viele benutzen das Auto derzeit nur, weil man sie durch Alternativlosigkeit dazu zwingt!

Mit den geforderten „sicheren Ein- und Ausfahrten" in die neue Straße meint man hoffentlich Kreisverkehrsinseln? Oder müssen wir uns im ganzen Tal Autobahntaugliche Ein- und Ausfahrtsschleifen wie in St. Lorenzen erwarten?

Zudem weisen wir darauf hin, dass keine der bisher realisierten jeweils 4 bis 5 km landen „Umfahrungen" mit den häufig verwendeten Worten "vernünftig", „moderat", „sicher"„Umwelt- oder Landschafts schonend" und glücklicherweise auch nicht als „zeitgemäß" zu bezeichnen sind. Eher erinnern sie an Teilstücke jener E66, die man nicht zu wollen vorgibt!

Trotz unserer Bitte, von unverbindlichen Formulierungen zugunsten von Sachargumenten abzusehen, enthält die SVP- Stellungnahme eine Reihe von nichtssagenden Adjektiven und kaum verbindliche Vorschläge, z.B. die Alpenkonvention, die E66, die Alemagna oder auch die Brunecker Südausfahrt betreffend. Man erwähnt immer wieder die Notwendigkeit von Dorfumfahrungen; dabei rennt man damit offene Türen ein; die will nämlich jeder, die Frage ist nur die der Dimensionen!

Angesichts der gerade erlebten Chaoszustände im Oberpustertal, wo Schüler und Pendler statt mit dem vorgesehenen Zug auf Busse verlegt wurden, klingt der Satz: „die Verbesserung der Fahrpläne wird bereits durchgeführt" sehr gewagt.

Was gedenken die Kandidaten zu unternehmen, um den Verfall der Bahn und deren Strukturen zu stoppen?

Auch gibt es noch keine feste Zusage, dass mit dem neuen Winterfahrplan die gestrichenen Korridorzüge wiedereingesetzt werden, bzw. dass diese nicht vollständig entfallen werden.

Es fehlt die wesentliche Forderung eines effektiven Mitspracherechtes oder, besser noch, der Übernahme des Verkehrs- Assessorates durch die SVP.

Löblich ist die Forderung der Eisenbahn- Verbindungsbrücke von Schabs nach Vahrn, der „Riggertal- Schleife"; wann wird sie gebaut (verbindlich!)?

Die Schleife wird aber in einen falschen Zusammenhang gebracht: Nicht die Verbesserung des Durchzugsverkehrs sollte Priorität haben, sondern die Verbesserung des Personennahverkehrs und eine bessere Vertaktungsmöglichkeit des Fahrplans.

Wir begrüßen den Ausbau des Fahrrad- Wegenetzes, allerdings könnten wir hier schon weiter sein: Osttirol exerziert es uns seit Jahren vor! Im Übrigen müssten in den Ortschaften selbst noch viel mehr fahrradsichere Korridore ausgeschildert werden.

Zusammenfassend muss aus PPP-Sicht gesagt werden, dass nicht notwendigerweise alle Pusterer

SVP- Kandidaten, mit Sicherheit aber diese Verkehrskommission die Zeichen der Zeit bedrohlich falsch deutet.

Man redet einer Vogel Strauß-Politik das Wort, die vor der ungebremsten Zunahme des Verkehrs ausgeht.

Dabei verschließt man (abgesehen von Lippenbekenntnissen) vor Alternativen ebenso die Augen wie vor den absehbar schlimmen Konsequenzen eines möglicherweise zu großzügigen Straßenausbaues. Das Pustertal riskiert, sich dadurch einen Ost-West-Transit-Verkehr einzuhandeln, der uns bald Eisack- und Wipptaler Verhältnisse befürchten lässt. Selbstverständlich führt die Öffnung dieser Schleusen in wenigen Jahren zur Vollendung der Alemagna; es ist nämlich belanglos, ob man erst das Monstrum und dann die Zulaufstraßen baut, oder umgekehrt!

Daraus folgt: Die SVP sollte sich ehestens dazu durchringen den Pusterern noch vor den Wahlen die Angst vor solchen Aussichten zu nehmen, bzw. das vorliegende und möglicherweise beruhigende Zwischenergebnis des Ideenwettbewerbes zu veröffentlichen!

Alleine die Aussagen der Pustertaler SVP-Verkehrskommission reichen nicht aus, in diesen für unser Tal entscheidenden Fragen für Klarheit zu sorgen.

Angesichts solcher Unwägbarkeiten könnten viele davor zurückschrecken, „die Katze im Sack" zu kaufen, bzw. zu wählen!

PS: die ebenfalls eingegangene und in Sachen Straßenausbau wesentlich detailiertere, aber nicht freigegebene Stellungnahme von Bautenlandesrat Dr. Florian Mussner hätte eher für Klarheit gesorgt!

 

Union für Südtirol

Sehr geehrte PPP, Frau Dr. Christine Baumgartner,

hiermit möchte ich Ihnen meine Vorschläge zum Thema Verkehr und Transit präsentieren.

Lkw von der Straße auf die Schiene!

Die Konsumenten auf den Kauf inländischer Produkte hinweisen, somit überflüssige Transporte von Gütern durch ganz Europa zu vermeiden!

Das gesamte Gebiet der Alpen als sensiblen Lebensraum zu erklären!

Die Bahn mehr zu bewerben, z.B. im Tourismussektor!

Auf privater Ebene Fahrgemeinschaften bilden und somit auch den Privatverkehr reduzieren!

Zubringerdienste anbieten z.B. für Urlauber vom Bahnhof zum Urlaubsziel!

Neue und bessere Straßen bringen nur noch mehr Verkehr!

Mir freundlichen Grüßen:

Renate Innerbichler O
Tischler 25
39030 St. Johann/Ahrntal

An die Plattform Pro Pustertal

Stellungnahme zur Möglichkeit der Verkehrsreduzierung auf der Straße im Pustertal.

Für die übermäßige Verkehrsbelastung auf der Pustertaler Straße sind mehrere Faktoren verantwortlich; einige können teilweise und bei gutem Willen behoben werden.

Im Pustertal werden Werkshallen und Tourismusbetriebe erbaut, die wi mit eigenen Arbeitskräften gar nicht mehr beschicke können. Es müssen Arbeitskräfte aus Fremdländern geholt wreden, die dann auch wieder Wohnungen und andere Infrastrukturen benötigen. Werkshallen zu beliefern und deren Produkte wieder fortzuliefern schafft notgedrungen wieder mehr Verkehr. Der Pendlerverkehr der Arbeiter ist auch nicht zu unterschätzen. Neubauten von Hotels und Werkshallen können zwar nicht eingestellt werden, aber bei dem derzeitigen Mangel an Arbeitskräften darf der Bau solcher Strukturen nicht mehr mit Subventionen und öffentlichen Beiträgen gefördert werden.

Der Personenverkehr kann zum Teil auf die Bahn verlegt werden. Dazu braucht es jedoch ein Umdenken. Nur wenn die Bahn in einem höchstmöglichen Takt verkehrt und auch relativ das Reiseziel erreicht werden kann, wird die Bahn von den Bürgern auch benutzt. Zwischen Innichen und Franzensfeste wäre ein Bahnverkehr im 35-40 Minutentakt möglich. Allerdings müssten dann in Franzensfeste je ein Gleis für die Ein-und Abfahrt des Pustertalzuges bereit stehen und 1 bis 2 Bahnhöfe müssten aufgelassen werden.

Der Ausbau des kombinierten Güterverkehrs auf der Brennerbahnlinie kann auch einige Transitfahrten durch das Pustertal vermindern.

Wie oben dargestellt kann durch mehrere Maßnahmen der Verkehr durch das Pustertal vermindert werden, allerdings nicht ohne einschneidende Änderungen, die manchen betroffenen Bürgern nicht ganz genehm sind. Wenn wir auf unsere und unserer Kinder Gesundheit achten wollen, wird es ohne Opfer jedes Einzelnen nicht funktionieren.

Wilhelm Mairl
Union

Sehr geehrte PPP- Mitglieder!

Es ist mir eine Ehre und gleichzeitig auch eine Verpflichtung, die ich gerne wahrnehme, auf Deine Anfrage zu antworten:

Es ist fürwahr 5 nach 12! ALLE SCHEINEN DIES NOCHNICHT BEGRIFFEN ZU HABEN, vor allem unsere Politiker nicht. Vielleicht gehöre ich auch bald zu denen, aber ich zähle es zu meiner Pflicht und meinen Auftrag, gegen Unverstand, Geld- und Machtgier und den daraus hervorgehenden FILZ zu kämpfen. Leider ist es so, dass die Wähler teilweise mit Geld geködert werden und die „sogenannte" Wirtschaft das Sagen hat. Ich weiss, es erwartet mich, falls ich dazu berufen bin, eine harte Arbeit. Aber ich weiss auch, dass es viele intelligente und für ein lebenswertes Pustertal kämpfende Leute gibt, die schon lange für diese gute Sache arbeiten.

Meine Hoffnung in unsere gemeinsame Idee setze ich in erster Linie in den Niedergang des Wirtschaftswachstums! Klingt komisch, aber daran hängt eine Kette von Beschränkungen, und hoffentlich auch die des Verkehrs.

Die Zusammenarbeit mit Ost- und Nordtirol und Kärnten ist zu verbessern, ebenso das Ski-und Wanderbusnetz.

Große Betriebe, wie Fabriken, Büros und Krankenhäuser sind dazu anzuhalten, ihren Angestellten die Möglichkeit der Bildung von Fahrgemeinschaften zu geben.

Kontrolle bei Lizenzvergabe für Transportunternehmen!

„Wem genug zu wenig ist, dem ist nie genug!"

„Gemeinsam gegen das Übermaß und das Überflüssige!"

Mit freundlichen Grüßen

Christa Kerschbaumer/Senfter

PPP-Kommentar zu den Stellungnahmen der Kandidaten der Union

2 Kandidaten betonen die Zusammenarbeit zwischen Ost- Nord- und Südtirol sowie Kärnten in Sachen Verkehrskonzept und die Förderung von Fahrgemeinschaften in Betrieben sowie die Bewusstseinsbildung der Konsumenten zum verstärkten Kauf lokaler Produkte zwecks Verkehrsverminderung. Bei den beiden Kandidatinnen zeigt sich deutlich der weibliche Blick, der stärker als der männliche auf die wesentlichen Bereiche des „Wirtschaftens" gerichtet ist. Kleine Kreisläufe von Produktion und Absatzmarkt sind absolut realistisch und machbar. Eine klare Präferenz der öffentlichen Verkehrsmittel (im Gegensatz zur Straßenbaulobby ergänzt konsequent diese menschenfreundliche und umweltschonende Sichtweise. Als einzige haben Kandidaten der Union für Südtirol den Mut, die reine Profitgier und die Unsinnigkeit einer weiteren Förderung gewisser Wirtschaftsbereiche aufzuzeigen. Ein Tal bzw. ein Land mit eher sinkender einheimischer Wohnbevölkerung, Mangel an Arbeitskräften, Knappheit des Bodens und den nicht beliebig erweiterbaren Infrastrukturen muss nicht unbedingt in einer Phase der Vollbeschäftigung die eigentliche Ursache und Quelle für weiteren Bodenfraß, Umweltbelastung, Lärm und Luftverschmutzung noch weiter steigern.


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Pusterer Formel 1 Zug: Schaden und Spott

Unsere maßgeblichen Politiker sind begeisterte Aktive beim Tanz um die goldenen Kälber Auto, Erdöl, Beton, Asphalt, Schotterabbau (siehe Umfahrung Niederdorf) usw. Wenn sie also schon nichts mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzufangen wissen, ist es nur erheiternd, wenn diese wenigstens der zeitgemäßen Kunst ein Forum bzw. Betätigungsfeld bieten wie bei der jüngsten künstlerischen Aufwertung unseres Lokalzuges zum Pustertaler Formel-1- Renner. Schließlich gibt es ja auch die Kunst am Bau; zu hohen Preisen und zum finanziellen Ergötzen unserer angepassten Damen und Herren Künstler. Umso dankbarer sollten wir für jede Gratiskunst sein.

Die traurige Parallele: Die Kunst an vielen, mit unseren Steuergeldern bezahlten Bauten schützt genauso wenig vor nach kürzester Zeit herabstürzenden Decken, Verkleidungen oder ganzen Fassaden, wie die Kunst am Zug etwas an der Verlogenheit unserer Politiker in Verkehrsfragen ändern wird.

Aktuelles Beispiel: Am 7. August, bei der ersten Sitzung im neuen Antholzer Gemeindehaus zu Rasen, durften sich die Gemeinderäte über gutes "Timing" freuen: Eine Stunde vor der Sitzung war die gesamte Gipsdecke heruntergekommen. Über den Zustand unserer Bahn erübrigt sich wohl jeder weitere Kommentar. Ob mit oder ohne Kunst!

Walter Harpf
Bruneck


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Recht auf Gesundheit vor Recht auf freien Warenverkehr

Ein Planungsstopp für alle transitrelevanten Routen durch Südtirol ist zwingend erforderlich - insbesondere an der E66 - solange nicht geklärt ist, wie die im EU-Primärrecht verankerten Reduktionen der verkehrsbedingten Emissionen erreicht sowie dauerhaft und nachhaltig gesichert werden sollen.

Sehr geehrter Herr Landeshauptmann, geehrte Landtagsabgeordnete,

während vom Vinschgau bis Winnebach gemäß Landestransportplan und darüber hinaus neue Straßen, Umfahrungen, Erweiterungen etc. geplant werden bzw. bereits in Bau oder kurz vor Baubeginn stehen, verlangen sowohl EU-Rat, EU-Parlament und sogar die EU-Kommission die völlige Freigabe des Lkw- Transitverkehrs durch die Staatsgebiete der EU- Mitgliedsländer.

Derartige Aussagen können wir natürlich auf keinen Fall hinnehmen, da damit nicht weniger als unser Lebens- und Wirtschaftsraum auf dem Spiel steht.

Die derzeitige Situation ist schon untragbar, und um einer weiteren Verschlimmerung vorzubeugen, muss ein Planungs- und Baustopp auf allen transitrelevanten Routen durch Südtirol verfügt werden – solange, bis eindeutig und verbindlich geklärt ist, wie hinkünftig die notwendigen Reduktionen der Schadstoff- und Lärmbelastungen vor allem aus dem Lkw-Bereich "nachhaltig und dauerhaft" erreicht und gesichert werden.

Es darf nicht sein, dass die Steuerzahler für die vom Straßenverkehr verursachten Schäden doppelt bezahlen: zuerst den Straßenausbau mit ihren Steuergeldern und dann mit dem Verlust ihrer Lebensqualität und Gesundheit bis hin zum Tod.

200 Tote/Jahr in Südtirol allein durch Vergiftungen aus dem Verkehrsbereich sprechen eine überdeutliche Sprache. Der Zeiger der Uhr steht auf "5 nach12".

Als abschreckendes Beispiel für die lokalen Auswirkungen einer europaweit verfehlten Verkehrspolitik sollten wir die Situation im Tiroler Unterinntal zur Kenntnis nehmen, das mit 1. Oktober 2002 großteils zum Sanierungsgebiet bezüglich Luftschadstoffe erklärt wurde. Damit sind auch die vielen Groß-, Mittel- und Kleinunternehmen, die das wirtschaftliche Rückgrat des Unterinntals bilden, in ihrer Entwicklungsfähigkeit stark beeinträchtigt, da aufgrund der (schwerverkehrsbedingten) Luftsituation de facto keine Betriebserweiterungen oder Neuansiedlungen mit engerigeintensiven Anlagen mehr möglich sind.

Wenn wir die Verkehrsentwicklung auf den Transitrouten weiter so über uns ergehen lassen, kann dem produzierenden Gewerbe in Südtirol in Kürze ein ähnliches Schicksal blühen.

Es stellt sich die Frage: Ist es wichtig und unverzichtbar, die Lebens- und Wirtschaftsräume in den europäischen Regionen "dauerhaft und nachhaltig" zu erhalten oder ist es wichtig und unverzichtbar, eine Verkehrspolitik fortzusetzen, deren offensichtliches Scheitern vor aller Augen ist, und damit diese Lebens- und Wirtschaftsräume zu zerstören für ein weiteres Verkehrswachstum, das gesamtwirtschaftlich keinerlei Nutzen bringt?

Diese Grundsatzentscheidung fordern wir jetzt am Beispiel unserer Region im Anwendungsbereich der Alpenkonvention von Rosenheim bis Verona ein!

Wir erwarten, sehr geehrter Herr Landeshauptmann, dass Sie unsere Argumentation teilen und die notwendigen Schritte einleiten.

Für einen großen Teil der Bevölkerung dürfte es außerdem kaum nachvollziehbar sein, dass sie immer deutlicher die Sparmaßnahmen im Gesundheits- und Sozialbereich zu spüren bekommt, während die öffentlichen Gelder für den Ausbau der derzeitigen und künftigen Transitrouten offensichtlich nie zum Versiegen kommen.

Plattform Pro Pustertal - Bürgerinitiativen Bruneck/Pustertal – ARGENUP - Heimatpflegeverband Pustertal - Transitinitiative Südtirol - Transitforum Austria - Arge Stop Transit

Für alle Unterzeichner:

Walter Harpf, Fritz Gurgiser und Dr. Christine Baumgartner, Sprecherin der Plattform Pro Pustertal

Offener Brief an den Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder und an den Südtiroler Landtag


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Zur Kenntnis und Bitte um Antwort an den Gemeinderat Gais-Uttenheim

Betrifft: Reklamation – Verkehr und Ruhestörung

Sehr geehrte Mitglieder des Gemeinderates von Gais-Uttenheim,

mit diesem Schreiben möchte ich, Peter Hellweger Einsbergstr. Nr 4 Uttenheim, auf die vorherrschenden Missstände aufmerksam machen und bitte den Gemeinderat und im Besonderen den Assessor für Verkehr und Sicherheit um Einleitung dringender Abstellmaßnahmen:

- in letzter Zeit ist ein eminenter Anstieg des Verkehrsaufkommens an PKW und LKW´s im Bereich „Brücke Uttenheim, Einsbergstr., Radweg Sand" zu verzeichnen, immer mehr Personen nutzen nicht mehr den regulären Verkehrsweg, nämlich die Staatsstraße, um nach Bruneck oder Kematen zu kommen, sondern nutzen den o.g RADweg.

Sehr geehrter Gemeinderat: WARUM ?? SEIT WANN GEHÖRT DER PERSONEN- UND SCHWERTRANSPORT NICHT MEHR AUF EINE STAATSTRASSE; warum reagiert die Gemeinde Gais auf offensichtliche Verstöße gegen Regeln (sprich Durchfahrtsverbot Radweg Sand i.T) NICHT;

ODER brauche ich dann die ICI auch nicht mehr zu zahlen, da sowieso jeder tun darf wie er WILL!

- Dazu kommt noch, dass mit der Gülle nun Tag- und Nachtzeit gependelt wird, besonders in den frühen Morgenstunden ist dies unerträglich wenn diese großen Maschinen bei der Kreuzung abbiegen müssen und einen Lärm verursachen, dass jeder normale und nüchterne Mensch aufwachen muss. Auf ein Einschlafen ist dann nicht mehr zu denken.

- Ich glaube es sollte auch ein Anliegen der Ferien-Gemeinde GAIS-UTTENHEIM sein, dass die bestehenden Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung in der Natur nicht noch weiter reduziert werden. Die Einheimischen (zumindest solche welche nicht kommerzielle Interessen verfolgen), darunter im Besonderen ältere Menschen und Familien aber auch die Touristen werden es Ihnen sicherlich DANKEN.

Ich stehe Ihnen jederzeit gerne für weitere Fragen oder Erläuterungen zur Verfügung, in Erwartung einer mündlichen oder schriftlichen Antwort verbleibe ich,

mit freundlichen Grüßen

Peter Hellweger
Uttenheim (gehört zur Gemeinde Gais)


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Stellungnahme zur Studie zum Ausbau der Pustertaler Straße

Die Studie zur Pustertaler Straße (Kauer/Gretzer/Seehauser) kann vieldeutig interpretiert werden, enthält aber die klare Aussage, dass bei anhaltendem Wachstum des Straßenverkehrs auch eine ausgebaute Straße in wenigen Jahren an die Kapazitätsgrenze stoßen würde und deshalb Maßnahmen zur Eingrenzung dieses Verkehrswachstums dringend notwendig sind. Zu wenig geprüft ist allerdings die Tatsache, dass die künftige Verkehrszunahme ganz wesentlich davon abhängt, wie großzügig die Straße ausgebaut wird. Dies betrifft insbesondere den heute noch begrenzten Transit-Schwerverkehr.

Zur gesamten Problematik wiederholen wir folgende Forderungen:

• Investitionen in den öffentlichen Verkehr sind nicht als "begleitende Maßnahmen" zum Straßenausbau zu sehen, sondern müssen den Kern einer umfassenden Verkehrspolitik bilden.

• Die Plattform Pro Pustertal stimmt deshalb keinem Straßenausbau zu, bevor nicht klare Entscheidungen zur Entwicklung des öffentlichen Verkehrs getroffen sind. Ein detailliertes Programm für Investitionen in den Schienenweg und die Bahnhöfe sowie für die Entwicklung des Personen- und Güterverkehrs auf der Bahn und des regionalen und lokalen Busverkehrs ist auszuarbeiten, zu genehmigen und zu finanzieren. Der erfolgte Abbau von Schieneninfrastruktur (Entfernung des Kreuzungsgleises in Niederdorf) ist umgehend rückgängig zu machen. Der öffentliche Verkehr kann schwerlich eine entscheidende Rolle einnehmen, solange praktisch nur in Straßen investiert wird.

• Die Studie sagt klar aus, dass keine Neutrassierung der Straße notwendig ist, auch weil dadurch keine nennenswerte Kapazitätssteigerung zu erzielen ist. Die Autoren empfehlen, nur Ortsumfahrungen zu verwirklichen und die Straße auf einen einheitlichen Standard zu bringen, wobei die Fahrbahnbreite 7,5 m betragen soll. Wir stellen dazu fest, dass diese Vorgaben bei keiner der bisher verwirklichten Umfahrungen (Bruneck, Mühlbach, Welsberg) eingehalten wurden. Wir fordern die Landesregierung auf, definitiv festzuschreiben und auch durchzusetzen, dass eine Fahrbahnbreite von 7,5 m bei keiner Ausbaumaßnahme überschritten wird und dass keine Umfahrung mehr verwirklicht wird, die in Wirklichkeit eine kilometerlange Neutrassierung ist. Die strikte Festlegung von Kurvenradien und Maximalsteigungen lehnen wir für die Pustertaler Straße ab, die Trasse soll sich weiterhin dem Gelände anpassen. Wir erinnern weiters daran, dass eine durchgehende Verbreiterung auf 7,5 m (ist) nicht einmal laut Europastraßen-Normen erforderlich ist, diese sehen 7 m Mindestbreite vor.

• Eine nähere Analyse des Straßenabschnittes Mühlbach-Bruneck ergibt, dass die Problemstellen entlang der Trasse sehr begrenzt sind: Niedervintl, Obervintl, Gisse, Kiens und die Regelung der Kreuzung ins Gadertal. In keinem dieser Fälle ist der problematische Abschnitt mehr als ein paar hundert Meter lang. Es gilt daher, der jeweiligen Situation angemessene, minimale Lösungen zu finden, z. B. durch Unterflurabschnitte. Für einen allfälligen Ideenwettbewerb zum Straßenausbau sollte deshalb klar formuliert werden, dass die Aufgabe darin besteht, diese Problemsituationen zu beheben im Sinne einer Entlastung der Bevölkerung und Erhöhung der Verkehrssicherheit bei minimalem Aufwand, bzw. landschaftlichem Eingriff.

Auch im Lichte des zur Verabschiedung stehenden Landestransportplans fordern wir die Landesregierung auf, für das Pustertal ein umfassendes Mobilitätskonzept zu definieren, das vorrangig auf die Förderung der talverträglichen Bewegungsformen setzt, klare Vorgaben für die Struktur- und Raumordnungspolitik macht und für alle vorgesehenen Infrastrukturmaßnahmen eine umfassende Raumverträglichkeitsprüfung vorsieht.

Hans Peter Niederkofler
für PPP


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TIS an Hausärzte:

Mutige Stellungnahme der Hausärztinnen und –ärzte des Sprengels Klausen und Umgebung

Die Transitinitiative Südtirol-Sudtirolo dankt den Hausärztinnen und –ärzten des Sprengels Klausen und Umgebung für die mutige Stellungnahme, die Dr. Karl Lintner bei der BBT-Informationsversammlung in Waidbruck in seinem und im Namen seiner Kolleginen und Kollegen vorgebracht hat.

Es ist an der Zeit, dass die Problemstellungen rund um die enorme Schadstoff- und Lärmbelastung an den Transitrouten offen und in ihrer ganzen Bandbreite diskutiert werden. Die verniedlichende Darstellung der Sachlage und das Unterbinden jeglichen Informationsflusses durch die Südtiroler Landesregierung stellt den plumpen Versuch dar, sich aus der Verantwortung zu stehlen und ist von Zynismus geprägt.

Wir verbinden mit dem Schritt der Ärztinnen und Ärzte des Sprengels Klausen und Umgebung die Hoffnung, dass auch Ärztinnen und Ärzte aus anderen Sprengeln wiederum Stellung beziehen, so wie es viele schon Mitte der Neunziger-Jahre gemacht haben.

Attacke des Landeshauptmannes wird zurückgewiesen

Landeshauptmann Durnwalder hat die Eisacktaler Ärzteschaft in einer Stellungnahme in der Neuen Südtiroler Tageszeitung kritisiert und aufgefordert, die Auswirkungen der Schadstoff- und Lärmbelastungen an den Transitrouten nicht zu dramatisieren.

Die Transitinitiative Südtirol – Sudtirolo weist diesen offenkundigen Einschüchterungsversuch des Landeshauptmannes mit Entschiedenheit zurück und wirft Landeshauptmann Durnwalder zum wiederholten Male eine totale Verkennung der Sachlage und eine ausgeprägte Verantwortungslosigkeit vor.

Darüber hinaus stellt sich für uns die Frage, wann endlich einmal der Landesrat für Gesundheit zu diesem Themenkreis Stellung bezieht. Wir halten es für einen Fehler, wenn Otto Saurer davon auszugehen scheint, er sei erst dann zuständig, wenn die Krankheiten schon eingetreten sind.

Markus Lobis
Sprecher Transitinitiative Südtirol – Sudtirolo


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Verkehr am Beispiel Eisacktal

Luft- und Lärmbelastung haben Ausmaße erreicht, die unser Leben an Transitstrecken und in Städten stark beeinträchtigen. Auch ich gehöre zu den Leuten, die dies jahrelang in der Alltagsroutine nicht wahrhaben wollten und es verdrängt haben. Die von Herrn Lantschner vom Landesamt für Luft und Lärm unermüdlich und unbeirrt dargelegten Daten und Fakten - ich erlaube mir, ihm im Namen vieler Ärzte dafür zu danken - sind auch in meiner täglichen Arbeit als Hausarzt bemerkbar: Leute, und besonders Kinder, die sich von Atemwegsinfekten und chronischem Husten lange nicht erholen, Reizerscheinungen an den Augen und Schleimhäuten, ständige Konfrontation mit einer Zunahme von Allergien, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Krebsleiden usw.

Zu einer tragfähigen wissenschaftlichen Auswertung dieser Krankheitsbilder und besonders der Tumorerkrankungen reicht es wohl nicht wegen der geringen Bevölkerungszahl, aber ich könnte von manch eigenartigen Zufällen berichten. Gezwungenermaßen müssen wir deshalb groß angelegte Studien hernehmen und versuchen, diese auf unser Völkchen zu übertragen. Diese Studien sprechen eine deutliche und für uns Ärzte erschreckende Sprache; trotzdem finden sich Leute in unserem Land, die sich anmaßen, weltweit anerkannte (z.T. von Bundesministerien der Schweiz, Deutschlands oder der WHO in Auftrag gegebene und an Top-Instituten durchgeführte Arbeiten) grundsätzlich in Frage zu stellen oder zu ignorieren.

Dr. Edi Mussner
Hausarzt und Amtsarzt im Eisacktal


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Verkehrspolitik im Land, wo die Reben blühen

Wenn es bei uns gegen das drohende und in der bisherigen Konzeption verheerende „Brenner-Loch" geht, dann gehen die Wellen hoch und wilder Aktivismus bricht glücklicherweise aus.

Beinahe sähe es danach aus, als ob es doch noch ein breites Gewissen dafür gäbe, was mit unserem Land geschieht.

Es besteht auch Einigkeit darüber, dass im Falle des Baues eine für alle tragbare Variante gefunden werden muss und dass die Entlastung der Straße erheblich einschneidender ausfallen muss, als man bisher dem Projekt abzuverlangen gewillt ist.

Allerdings: In 15 bis 20 Jahren!

Dass währenddessen die Belastungen der Straße und der Bewohner der Transittäler kontinuierlich zunehmen und dass vielen Entscheidungsträgern nichts Besseres einfällt, als bei gleichzeitigem Abwürgen alle Bahnleistungen weitere Straßen auszubauen oder neue zu fordern ist halt so, bei uns im Süden, wo die Reben blühen.

Wenn es um die Alpenkonvention, um die Menschen, um die Zukunft und um die Gesundheit geht, dann gibt es kaum Wellen, dann ist alles spiegelglatt!

Ist ja auch wirklich einfacher, die Verursacher der tatsächlichen Belastung in Ruhe zu lassen und bedrohliche Gespenster zu bemühen, bzw. ausschließlich gegen etwas aufzutreten, was von der eigentlichen Krankheit, vom eigentlichen Thema ablenkt.

Und zudem der „Wirtschaft" nicht weh tut, kann doch noch viele Jahre weiter gefahren, vergiftet und verlärmt werden und derweilen unser Steuergeld in Löchern und Tunnels auf ewig vergraben werden.

Den Wahl- und Zahltermin hat man solcherart gewohntermaßen souverän neutralisiert.

Walter Harpf
Bruneck
Presseaussendung am 01.10.03


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Bruneck Verlegung Nordring

Wie es zurzeit ausschaut, droht die Verlegung des Nordringes nördlich der Industriezone am angeblichen Geldmangel zu scheitern. Die Frage darauf ist, was ist unseren Politikern, gleich ob auf Landes- oder Gemeindeebene, die Gesundheit der Bevölkerung wert? Genießt die Volksgesundheit keine Priorität? Der Spielball, das ist zu befürchten, wird wohl zwischen Gemeinde und Land hin- und hergeschoben werden. Da nützt es den Bewohnern des Nordringes auch nichts, wenn die Stadtgemeinde Bruneck Mitglied des Klimabündnisses ist. Ebenfalls nützt es ihnen nichts, wenn in Bruneck "das größte Biomasse-Heizwerk des Alpenraumes" (Inserat in den "Dolomiten" vom 19. September 2003), am 20. September '03 eingeweiht wurde. Die Lebensqualität am Nordring ist nämlich kaum tragbar. Diese wird durch die Schließung des Nordringes (Verbindung von Osten her mit bestehendem Nordring), für welche eine bedeutend größere Summe für den Grunderwerb sehr wohl aufgetrieben werden konnte, unerträgliche Dimensionen annehmen. In einer Aussendung des Senders Bozen vom 17. September 2003 hat die Ärztekammer vor Gesundheitsschädigungen an dicht befahrenen Straßen eindringlich gewarnt. An erster Stelle der Gesundheitsvorsorge müssten eine Minderung der Abgas- und Lärmbelastung der Bevölkerung stehen und nicht vollmundig versprochene "Investitionen in eine gezielte Gesundheitsvorsorge für Frauen, Männer und Kinder" (M. Ladurner). Die Bewohner des Nordringes spüren jedenfalls nichts von einer annehmbaren Lebensqualität in der "Klimastadt" Bruneck!

Hubert von Wenzl
Bruneck für die Bürgerinitiative Nordring
Dolomiten
250903


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Vintler "Umfahrung"

Unsere de facto Alemagna-Andenker sind in einer wenig erfreulichen Situation. Es kann natürlich jeder versuchen, den Leuten - zu deren eigenen Schaden - die Finanzierung von Monsterprojekten mittels Steuergeldern einzureden. Allerdings gehört es ebenso zu den Spielregeln, dass derartige Vorhaben auch in die Hose gehen können!

Dies scheint im Unterpustertal der Fall zu sein. St. Lorenzen ist mit einer Gadertal-Anbindung via Tobl-Runggen bestens bedient, würde sich zusammen mit Stefansdorf über eine Entlastung vom Kronplatzverkehr via Südausfahrt-Bruneck freuen und hat bisher keine weitergehenden Straßenbauwünsche angemeldet.In Kiens ist man ebenfalls im Begriff, sich für eine möglichst Landschaft- und Kulturgrundschonende Umfahrung zu entscheiden und weist die Pläne für eine zweite Straße durch das Pustertal entschieden zurück.

Bleibt noch ausgerechnet Vintl, wo unsere Baufirmen gerne zum Einsatz kämen. Nun ist es leider so, dass es kaum einen Ort gibt, der eine Umfahrung weniger braucht bzw. wo es sich besser anbietet, mit kleinen Eingriffen zufriedenstellende Resultate zu erzielen. Man folge mir auf einer imaginären Fahrt von Brixen nach Obervintl: Nach der neuen Vintler Unterführung hat man zunächst linksseitig den blanken Beton. Es folgt die Rieper-Mühle, der Bach und der Kirchhügel. Gleich danach die Bar, die an der Bushaltestelle und dank des Durchzugsverkehrs ihr Auskommen findet. Nach der Terenten-Kreuzung befindet sich oberhalb der Straße eine Reihe neuer Häuser, denen man mit der Einhausung des betreffenden Straßenstücks eine zusätzliche Grünfläche verschaffen könnte! Bis zu dieser Stelle sehen wir rechter Hand lediglich den Bahnhof und eine Garage, denen mit einer Straße auf der anderen Talseite nicht geholfen wäre. Als nächstes finden wir die Lodenwelt, für die, wie es der Zufall so will, sogar die Aichner-Studie eine Ausfahrt von der neutrassierten Straße vorgesehen hätte - zusammen mit Kunstbauten für die neue Auffahrt nach Terenten. Anschließend sehen wir mehrere Handwerkerbetriebe, denen an einer Abnabelung von der Straße wenig liegen sollte. Die virtuelle Weiterfahrt nach Bruneck, bzw. Innichen überlasse ich, zum Pech der Andenker-Promotoren-Neutrassierer, anderen Zeitgenossen mit Hausverstand. Wo es zusätzlich noch geringfügige Begradigungen und Verbreiterungen der bestehenden Straße braucht, sieht jeder Verkehrsteilnehmer selbst. Und damit sollte die Sache erledigt sein. Unsere Baufirmen können sich neben den beschriebenen Arbeiten ersatzweise für die leider wesentlich kleineren Aufträge zur Instandsetzung der Bahnlinie bewerben. Aber sparen soll ja ein Gebot der Stunde sein!?

Walter Harpf
Mitglied von PPP- Plattform Pro Pustertal
Bruneck
am 17.06.02


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Wir stellen die Sinnhaftigkeit des gesamten Projektes in Frage

Die Transitinitiative Südtirol bleibt auf Ihrem Standpunkt, dass der geplante Mischverkehr eine veraltete Konzeption darstellt und fordert die Trennung der Güterströme von den Personenverkehren. Eine unterirdisch verlaufende Güterbeförderungsinfrastruktur, die bei mäßigen Geschwindigkeiten und bei automatischer Steuerung Container transportiert, kostet einen Bruchteil der zur Zeit geplanten Maßnahmen und ist in der Lage, ausreichend Kapazität für eine nachhaltige und annähernd 100%ige Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene bereitzustellen.

Die Bevölkerung des Wipp- und Eisacktales, Bozens und des Unterlandes wäre sicherlich bereit, die Belastungen einer zehn- bis zwanzigjährigen Mega-Baustelle zu ertragen, wenn durch die Baumaßnahmen sichergestellt würde, dass die zur Zeit unerträglichen Belastungen durch den LKW-Schwerverkehr und den Gütertransport auf museal anmutendem Rollmaterial der Bahn einschneidend verringert werden könnten.

Da aber aus der Machbarkeitsstudie der Brenner-Basistunnel-Projekt-Betreiber schwarz auf weiß hervorgeht, dass der Brennerbasistunnel nach seiner Fertigstellung lediglich einen geringen Teil der zwischen Baubeginn und Inbetriebnahme hinzukommenden Gütermengen aufnehmen kann, muss das vorliegende Projekt als offenkundige Fehlplanung bezeichnet und folglich abgelehnt werden. Querfinanzierung geht an den Bedürfnissen vorbei. Die Einnahmen aus der belastenden Struktur Autobahn müssen für Maßnahmen zur Behebung und Entschärfung der enormen Belastungen eingesetzt werden, die der Transitverkehr mit sich bringt.

Nachdem aus den Unterlagen hervorgeht, dass in Summe keine nennenswerte Entlastung durch die vorgeschlagenen Maßnahmen erfolgt, muss man in Sinne der Zielsetzung (Reduzierung der Belastungen) von einer reinen Geldbeschaffungsmaßnahme für die Betreiber eines sinnlosen Projekts ohne positive Effekte für die Belasteten sprechen.

Die Transitinitiative Südtirol fordert die Südtiroler Landespolitik auf, die Geldmittel aus der Autobahn-Querfinanzierung umgehend für dringend erforderliche Maßnahmen an den bestehenden LKW-Transit- und Bahnstrecken einzusetzen.

Direktdemokratische Bürgerbeteiligungsverfahren gefordert Projekte dieser Größenordnung dürfen nicht unter weit gehendem Ausschluss der Bevölkerung in Angriff genommen werden. Die Bevölkerung muss nicht nur die daraus resultierenden Belastungen hinnehmen, sondern schafft als Gesamtheit der Steuerzahler auch die finanziellen Voraussetzungen für die Durchführung von Projekten dieser Größenordnung.

Deshalb fordern wir in Sachen Brenner-Basistunnel und Zulaufstrecken vor einer definitiven Beschlussfassung die lückenlose Information der Bevölkerung, eine intensive und offene Diskussion der Für und Wider an der Oberfläche der Südtiroler Gesellschaft und abschließend die Durchführung einer Volksbefragung unter fairen Bedingungen (Zugang zu den Medien, Mittel für Kommunikation und Werbung etc.).

Markus Lobis
Sprecher Transitinitiative Südtirol


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Zum Bau des BBT

Verkehrsbelastung bewirkt unter anderem Kommunikationsstörungen im Sinne von Verständigungsschwierigkeiten, Störungen beim Hören von Radio und TV, verminderte Konzentrationsfähigkeit beim Arbeiten mangels Ruhe.

Als sekundäre Effekte können Nervosität, gereizte Stimmung und Kopfschmerzen auftreten.

Studien beziffern die Steigerung der Herzinfarktrate mit 20 % in Gebieten, wo die Schallpegel von 55 dB nachts und 65 dB untertags überschritten werden. Ursache dafür ist die Summe der obengenannten Störungen, welche vom Bürger als Dystress wahrgenommen werden. Dystress aber spielt im Risikoprofil als Ursache für den Herzinfarkt eine wichtige Rolle.

Dies alles vorausgeschickt, erscheint die politische Entscheidung für den Brennerbasistunnel und für die unterirdisch geführten Zulaufstrecken auch aus gesundheitlicher Sicht zunächst einmal sinnvoll. Damit wird nämlich die schon lange erhobene Forderung, vorwiegend den Warentransit auf die Schiene zu bringen, endlich ernst genommen.

Der Stand der vorliegende Planung und die gemachten Absichtserklärungen der verantwortlichen Techniker und Politiker allerdings lassen bei den unterfertigten Hausärzten des Sprengels Klausen erhebliche gesundheitliche Bedenken aufkommen.

Diese Bedenken begründen sich durch folgende Tatsachen:

1. Die gegenwärtige z. T. bereits unerträgliche gesundheitliche Belastung im Eisack – und Wipptal durch Luftschadstoffe und Lärm wird nicht verbessert, weil der geplante Brennerbasistunnel im besten Fall nur den voraussichtlichen Zuwachs des Transitverkehrs aufnehmen kann.

2. Der Transport von Waren auch weiterhin auf der bisherigen Strecke wird die Lärmemissionen weiter verstärken. Zugleich lässt eine solche Planung ein modernes Nahverkehrskonzept für Personentransport wegen der voraussichtlichen Anzahl der Züge auf dieser Strecke nicht zu.

3. Die geplante offene Streckenführung besonders im Raum Waidbruck wird den Lärmpegel um ein vielfaches steigern; betroffen davon sind wegen der besonderen geographischen Lage ( V – Tal ) nicht nur die unmittelbaren Anrainer sondern auch die Bewohner der anliegenden Gemeinden Waidbruck, Lajen, Villanders und Barbian.

4. Der Abtransport des Materials bzw. die geplanten Stollen in unmittelbarer Nähe von bewohnten Gebieten während der langen Bauzeit ( mindestens 10 Jahre ) bedeute eine massive zusätzliche Staub – und Lärmbelastung.

Die Ärzte des Sprengels Klausen unterstützen also mit allem Nachdruck die bereits von anderen Stellen erhobenen Forderungen. Die wichtigsten im einzelnen:

1. Die Zulaufstrecken zum Brennerbasistunnel müssen unterirdisch geführt werden. Insbesondere ist die geplante Anbindung an die bestehende Strecke im Raum Lajen/Waidbruck unterirdisch zu gestalten.

2. Die „Materialumschlagplätze" während der Bauphase müssen außerhalb bewohnter Gebiete errichtet werden.

3. Der zu errichtende Brennerbasistunnel muss dem Warentransport vorbehalten werden; die bisherige Eisenbahnstrecke dient dem Personenverkehr und einem längst fälligen Nahverkehrskonzept auf der Schiene.

4. Überall dort, wo der Zug auf der bestehenden bzw. auf der geplanten Strecke nicht unterirdisch geführt werden kann, muss die Bevölkerung durch entsprechende Maßnahmen von der Lärmbelastung geschützt werden.

Ärzte Sprengel Klausen


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Zum Brennerbasistunnel

Bei der Vorstellung des BBT und seiner Zulaufstrecken ist die Rede von der Machbarkeit und der Umweltverträglichkeit dieses Projektes. Von einer Notwendigkeitsstudie wird nicht gesprochen. Kein Wunder, wird von den Planern und leider auch von vielen Politikern der stetig zunehmende Verkehr quasi als Naturgesetz betrachtet. Ich halte das allenfalls für ein "Gesetz" der freien Wirtschaft und des freien Warenverkehrs, der auch frei ist von der Übernahme der sog. externen Kosten (Lärmbelästigung, Verringerung der Lebensqualität, Gesundheitsschäden usw.) Da heben sich die Hausärzte des Sanitätsbetriebes Brixen wohltuend ab. Seit Jahren machen sie auf die Folgen des Verkehrs für die Gesundheit der Bewohner der transitgeplagten Täler aufmerksam. Das ist Prävention im Sinne des Landesgesundheitsplanes! Für ihr couragiertes Auftreten gebührt ihnen mein Respekt. Dass sie sich damit bei den Mächtigen dieses Landes nicht beliebt machen, beweist die Reaktion der politischen Obrigkeit, die diese Hausärzte als Panikmacher abstempeln. Gleichzeitig droht man der Bevölkerung mit der dritten Autobahnspur, sollte der BBT nicht kommen (siehe Interview mit Walter Huber, ff 32/2003). Unglaublich, dass eine solche Aussage vom Chef der Umweltagentur kommt. Es ist an der Zeit, vom Dogma des unvermeidlich steigenden Verkehrs abzukommen. Anstatt immer neue Verbindungen zu realisieren, die immer mehr Verkehr erzeugen, muss hinterfragt werden, ob es nicht Alternativen gibt. Es ist mehr als deutlich geworden, dass diese Alternativen nicht von oben kommen werden.

Margareth Fink
Barbian


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Zum Thema Nordringverlegung

Anlässlich des Problems Nordring- Verlegung wird erneut klar: Unser bisher von der Haupteinnahmequelle Tourismus getragenes Wirtschaftswunder und die Devise des „immer mehr" beginnen in unseren engen Tälern kontraproduktiv zu werden.

In Zeiten wo sich jeder Handlanger mit dem richtigen Parteibuch als "Wirtschaftsvertreter" aufspielen kann und wo dadurch auch viele unsinnige Projekte kurzerhand durchgeboxt werden können ist ein Umdenken zu neuen Prioritäten dringend erforderlich: als da an erster Stelle wären: Intakte Umwelt und Lebensqualität für alle! Aus wirtschaftlichen wie aus gesundheitlichen Gründen!

Die besten Lösungen für fast alle Probleme liegen in den Gemeindeschubladen schon längst bereit. Für teures Geld erkauft und seither verstaubt. Bisher beließ man es bei zu vielen Lebensqualität-relevanten Sachthemen bei den berühmten „Studien".

Dem politischen Willen, diese auch zu umzusetzen muss erst noch Dampf gemacht werden!

Walter Harpf
SVP-Gemeinderat